FS144 Desperate Mode

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Tim Pritlove
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David Scribane
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Die Shownotes
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Xenim Streaming Network

62 Gedanken zu „FS144 Desperate Mode

  1. git-mercurial-thread: http://freakshow.fm/fs143-haettst-ja-mal-air-sagen-koennen#comment-261736

    @hukl: ^^ lesen, gibt historische perspektive.

    @clemens: die golang-typen wechseln, weil die community halt bei github ist („netzwerk-effekt“). der grund, warum die beim start 2007 halt mercurial genutzt haben: code.google.com hatte damals mercurial support und nen code-review-dingsi. github gibt’s ja erst seit 2008. https://groups.google.com/forum/#!topic/golang-dev/sckirqOWepg

    • nochmal kurzer historien-nachtrag:

      * 2004 sind „wir“ (fluxbox.org) von cvs (sf.net-hosted seit 199x) auf svn gewechselt (zu berlios.de), sf.net hat subversion für weitere 2 jahre keinen svn-support
      * 2005 code.google.com mit svn und cvs. und das war gegenüber sf.net und berlios.de eine wohltat. git und hg erblicken das licht der welt.
      * 2006 sf.net fügt svn-support hinzu
      * 2007 fluxbox.org wechselt von svn nach git, self-hostet (weil zb github noch nicht existierte). und linus hält den vortrag über git bei google vor den svn-entwicklern.
      * 2008 github startet, code.google.com entscheidet sich beim einbau für hg aus gründen (zb „In terms of implementation effort, Mercurial has a clear advantage due to its efficient HTTP transport protocol.“
      * 2009: code.google.com unterstützt hg

  2. Zu 3:04: Atlassian hat Jira nicht gekauft, sondern das ist eines von ihren „eigenen“ Produkten (neben Confluence).
    Bitbucket ist ansonsten gar nicht schlecht wenn man ein kostenloses privates Repo braucht. Aber natürlich nicht so schick wie Github.

  3. Zu DuckDuckGo:
    Ich habe es mir auch mal eine Zeitlang als default Suche eingestellt, aber:
    Bei Google nutze ich sehr häufig die Einschränkung per Datum (als z.B. nur Ergebnisse die weniger als 1 Jahr alt sind). Das kann DuckDuckGo nicht, also wieder zurück.

    • This. Wir kommen in ein Zeitalter von Google, in dem man in der informatik nach programmierungs hilfen sucht (der stackoverflow-effekt) und liest und auf einmal denkt „What? Wieso greift er auf die lib zu ohne vorher… moment, der Beitrag ist von 2009!…“. Wenn ich nicht bei jeder dritten sucheintrag, auf zeitraum reduzierte Ergebnisse filtern kann, würde ich verrückt werden.

      Angelehnt an das Phänomen ist auch, dass man etwas googelt und seine eignen Foren/Board/Stack Einträge gelangt die man vor Jahren mal gepostet oder kommentiert hat. Da fühlt sich das Internet jedesmal für einen moment wie die eigene Badewanne an.

  4. Bug oder Feature:

    Tim, bei deinem Podlove player habe ich bemerkt, dass wenn ich den Player pausiere, um kurz in die Küche zu gehen und ich dann nach einigen Minuten wiederkomme und resume clicke, dass der Player dann einige Sekunden wiederholt. Quasi ein „Was bisher geschah…“. Ist das ein Feaure oder ein Bug? Weil das ist ganz schön nice! Es hilft schnell wieder reinzukommen in das Thema worum es ging.

  5. Kleine Physik-/Astro-Erklaerbaerrunde am Morgen:

    Q: Warum kommt Zeug im Weltall immer in Scheiben (zB Planetensysteme, Saturnringe, Galaxien)?

    A: Die bestehen alle ursprünglich aus „Staub“ also kleinen Teilchen, die die meiste Zeit vor sich hinfliegen und nur ab und zu kollidieren (bei Galaxien sind die Staubteilchen die Sterne). Solange die vor sich hinfliegen, sind verschiedene Dinge erhalten: Energie und Drehimpuls (linearer Impuls dann nicht, wenn es eine Zentralkraft gibt). In der Summe über alle Staubteilchen sind die auch bei Kollisionen erhalten, die Energie allerdings kann in andere Energieformen umgewandelt werden (hier vor allem wichtig: Wärme und Strahlung), daher nimmt die Bewegungsenergie auf Dauer ab. Der Drehimpuls kann aber nicht umgewandelt oder abgestrahlt werden.

    Bei gegebenem Drehimpuls ist aber die Bewegung in der Scheibe die mit der geringsten Energie (weil die Bewegung senkrecht zur Scheibe wegfällt, die nicht zum Drehimpuls, aber zur Bewegungsenergie beitragen würde). Daher „fällt“ alles, getitelt über viele viele Stöße langsam in die Scheibe runter.

    Bei Galaxien gilt das für die sichtbare Materie (vor allem eben Sterne und Nebel), die dunkle Materie (die eineng wesentlichen Teil der Masse ausmacht) ist aber, soweit wir wissen kollisionsfrei. Die kann daher nicht auf diese Weise in die Scheibe „abkühlen“ und ist daher noch kugelförmig um die Galaxie verteilt („Halo“). Ich habe das auch kurz in meinem 30C3 Vortrag https://www.youtube.com/watch?v=3vM5u3VT_WE (ab Minute 30:40) erklärt.

    Q (Roddi): Was ist hinter der MIkrowellenhintergrundstrahlung (300000 Jahre nach dem Urknall) / (Dennis): Ist das Universum unendlich gross?

    A: Hinter der Schicht, in der das Universum durchsichtig wurde, geht es eben nur noch 3000000 Lichtjahre weiter (die ist ja schon 14 Milliarden Lichtjahre von uns weg, also nur noch ein ganz kleines bisschen). Dann ist da Schluss, weil da eben der Urknall war. Da nach der speziellen Relativitätstheorie keine Information schneller als das Licht übertragen werden kann, ist es uns prinzipiell nicht möglich, weiter als 14 Milliarden Lichtjahre weit zu „sehen“ oder überhaupt etwas zu erfahren (zB mit Gravitationswellen glaubt man, wenn man sie dann tatsächlich mal delektiert auch hinter den Mikrowellenhintergrund, ins fuer’s Licht undurchsichtige Plasma-Unversum dichter an den Urknall heran schauen zu können). Da alles „dahinter“ von uns kausal entkoppelt ist, ist die Frage nach der Existenz eine ähnliche als nach Engeln, die aber unsichtbar und umwahrnehmbar sein sollen.

    Allerdings weitet sich unser Horizont mit jeder Stunde im eine Lichtstunde, Da kann man natürlich schon fragen, ob das immer so weiter geht, oder ob man vielleicht irgendwann man zB hinten um eine (3D)-Kugel rumschaut und etwas sieht, was man vorher schon in einer anderen Richtung gesehen hat. Könnte sein (dann waer das Universum endlich), hat man auch nach gesucht (zB irgendwelche Quasare „wiederzufinden“ in anderen Richtungen), bisher aber ohne positives Ergebnis.

    • @Robert: Doch doch, der „normale“ Impuls bleibt auch immer erhalten, wenn du aus der Sicht eines Inertialsystems schaust und das protoplanetary disk/Stern-System als abgeschlossen betrachtest.
      Der Drehimpuls kann auch abgestrahlt werden: Theoretisch durch elektromagnetische Abstrahlung, in der Praxis aber vor allem durch Gravitationswellen.

      • Der lineare Impuls ist natürlich erhalten, wenn man nicht das Zentralobjekt als immer ruhend betrachtet. Und was die Gravitationswellenstrahlung angeht, halte ich die für komplett vernachlaessigbar, da sie viel viel zu schwach gekoppelt ist und da kein relevantes zeitabhängiges Quadropulmoment der Massenverteilung da sein dürfte.

        • Natürlich ist die Abstrahlung durch Gravitationswellen vernachlässigbar klein im gegebenen Fall mit der dazugehörigen Masseverteilung. Unmöglich, wie du geschrieben hast, aber eben nicht.

  6. Zum Thema Telekom und der Aussage „Das muss so…“

    Die drei Grundsätze da sind:
    0. Das haben wir schon immer so gemacht.
    1. Es ist historisch Gewachsen.
    2. Das ist halt so. (Das muss so.)

    • Da gibts noch diese komische Zusammenballung, die mir besonders in Marketingsprech aufgefallen ist: EMEA. Europa, Middle-East und Africa.
      Und ich würde Abu-Dhabi als Middle-East bezeichnen. ;)
      Ob das nun hier genauso ist, ist eine andere Sache – und wenn wie Clemens sagte Vancouver zu Asien/Pac gilt, ist es wahrscheinlich eh egal. ;)

    • Ist super, nutze ich auch, aber eben auch sehr minimalistisch. So gibt es z.B. keine Möglichkeit DTMF zu schicken und die Auswahl aus den Kontakten ist so einfach gestrickt, dass man niht immer sicher sein kann, dass man die richtige Nummer hat.

      Wenn Du keine gute Anleitung gefunden hast, mach doch mal eine :)

      • Einstellungen „Netzwerk“:
        STUN-Server: stun.t-online.de
        SIP-Proxy: tel.t-online.de
        Rest leer lassen

        Einstellungen „Accounts“:
        Beschreibung: [0711xxx] (Telefonnummer)
        Vollst. Name: [0711xxx]
        Domain: tel.t-online.de
        Benutzername: [0711xxx]
        Passwort: [yyy] (Kennwort für das Kundencenter)
        SIP-Adresse: [0711xxx@tel.t-online.de]
        Reg.-Server: tel.t-online.de
        Proxy Server: tel.t-online.de
        Rest leer lassen

  7. Zu Atlassian wollte ich noch hinzufügen: bitbucket ist vor allem für kleinere Firmen interessant die viele private Repositories brauchen weil sich dort der monatliche Preis nach der Anzahl der Teammitglieder richtet und nicht nach der Anzahl der privaten Repositories – bei github ist das genau anders rum.

    Stash ist quasi die Github Enterprise Version von bitbucket – also ein bitbucket was man sich „im Haus“ installieren kann.

  8. Abseits Clemens‘ Darstellung des Drumherums des IETF-Meetings hätten mich vor allem eure Ansichten zu den Inhalten des Meetings interessiert, z.b. Crypto everywhere, vom Transport-Layer bis zur Anwendung, Maßnahmen gegen das Kapern von BGP-Routen etc.

    Schade, ansonsten wie immer unterhaltsame Sendung.

    • Hehe, freut mich, dass Du hier die Working Draft Episode, in der ich zu Gast war, verlinkt hast. Ich hatte das gleiche im Sinn, nachdem ich hier ein paar Dinge ueber GitHub gehoert habe.

      Kurz zur Info:
      Ich bin einer von mittlerweile drei Deutschen, die fuer GitHub arbeiten, arbeite den Grossteil des Jahres von Berlin aus und bin jetzt seit zwei Jahren dabei. Wer mehr darueber erfahren moechte, wie wir so arbeiten, dem kann ich die oben verlinkte Episode nur waermstens ans Herz legen – und wer danach noch offene Fragen hat oder bestimmte Themen vertiefen moechte, der/die kann mich auch gerne kontaktieren.

  9. History: Von wegen wer die pull requests erfunden hat. Das weiss ich auch nicht, aber auf der Ubuntu-Codeverwaltung launchpad.net ging das schon bevor github existierte. Und ernsthaft genau so komfortabel, per Web-Interface oder cmd-line client. Aber halt alles mit deprecated Bazaar und nicht git. Die nennen das merge proposal und im Terminal reicht da ein einfaches bzr lp-propose.

    Der Maintainer vom Upstream-Projekt kann dann dem merge zustimmen. Wenn’s um Quellcode geht, aus dem ein Software-Paket gebaut wird, dann, dann wird nach dem Merge automatisch ein neuer Build für alle Architekturen angestossen, welcher dann über die ebenfalls bei launchpad gehosteten repositories angeboten wird.

    Die Beteiligungsbarriere ist so gering, dass von einem Bug den ich gefunden (und gefixt) habe, bis zur Verteilung der gefixten Pakete an alle User über die regulären Betriebssystem-Updates, nicht mal eine Stunde vergangen ist. Und da hatte ich das selbst noch nie genutzt sondern nur deren „how to fix a bug“ Doku befolgt.

  10. Zum Thema Android ART compiling:

    Jit gibt es in ART noch immer wenn ich nicht irre und es wird auf dem Gerät gemacht wegen der unterschiedlichen Hardware. Die CPU und Befehlssätze sind nicht auf jedem Gerät gleich. x86 gibt es auch noch. Mit JNI ist es nochmal anders und da muss für jeden Befehlssatz der CPUs beim bauen compiliert werden.

    Und ART hat jetzt mehrere verschiedene GC die auch austauschbar sind. Heapcompacting ist auch neu z.b.

  11. Zu BTSync: ich bin hier über einen hässlichen Umstand gestolpert. Wenn man einen FreeBSD Server (in meinem Fall FreeNas) betreibt und den per BTSync mit OSX synct, werden alle Dateien mit UTF-8 Zeichen im Namen ignoriert. Das hat mit der Art zu tun, wie MacOS und BSD diese Zeichen kodiert, leider ist UTF8 nicht gleich UTF8. Tim, Du betreibst das doch auch so… hast Du das schon beobachtet, und wenn ja — was tust Du dagegen?

  12. Ein netter Versprecher am Ende von Roddi bzgl. „Bora Bora“. Er sagte „Tora, Tora“, was der Kampfschrei der Japaner beim Angriff auf Pearl Harbor war.

  13. Was ihr in eurer „Git Dienste Übersicht“ unterschlagen habt ist Gitlab (https://about.gitlab.com/). Das ist quasi Github zum selber hosten in Open Source. Super Lösung wenn man eh irgendwo seinen eigenen Server hat und gerne Code in privaten Repositories haben will. Damit hätten wir auch die Brücke zu den „my Favorite Virtual Appliances“ ;)

  14. Lieber Hukl, Liebes Freakshow-Team,

    Da ich selber Wiener bin, kann ich das sicher nicht objektiv sagen, aber zu pauschalisieren das wir jeden Satz schnell Anfangen und gegen Ende hin langsamer werden ist sicher falsch. Was ich gerne zugebe ist das wir einige Wörter „länger“ aussprechen wie ihr werten Deutschen (Bekanntes Beispiel „Kaffee“)(natürlich mit entsprechender Betonung der E’s durch die Nase)

    Wenn ihr gute Beispiele für Wienerisch anhören wollt, könnt ihr euch alles von „Mundl“ anschaun (hier ein beispiel https://www.youtube.com/watch?v=Ik5re5k4Gxs ) oder ihr schaut auch die drei Bockerer Filme an, gespielt vom großartigen Karl Merkatz.

    Herzlichst
    euer Sevi

    Ps: Hukl, bitte übe ein bissl mehr Wienerisch bevor du es wieder kundtust, es ist gelinde gesagt eine katastrophe (nicht bös gemeint)

  15. Pingback: Beweg dich, du Laufn00b! - enigma

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