FS206 Partial Content

Apple Watch — Macs — ARM — Touch ID und Face ID — Wasser im MacBook — Point-and-Click-Adventures — Katastrophenkommunikation — Bier — Gold — Fernseher — Aktenvernichter — Projektmanagement

Heute reden wir mal wieder über Macs und natürlich auch über sonstige Dinge, die uns so spontan einfallen. Unter anderem diskutieren wir die möglichen Beweggründe, warum Apple auch bei den Macs auf die ARM-Architektur umsteigen könnte/sollte, die Kultur von Point-and-Click-Adventures und wie die Bahn ihre Kommunikation anlegen sollte, um im Katastrophenfall die richtigen Informationen an Frau und Mann zu bringen. Neben Bier, Gold und Fernseher sprechen wir noch über die Unkulturen im Projektmanagement-Bereich.

Dauer: 4:06:02

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43 Gedanken zu „FS206 Partial Content

  1. Zur „Umstieg auf ARM-Diskussion“:
    Wie wäre es denn mal mit der folgenden Spekulation. Apple hat auf der WWDC 2017 angekündigt, dass High Sierra das letzte macOS ist, dass 32 Bit Apps „ohne Einschränkungen“ unterstützt. Könnte das nicht ein Hinweis auf den Umstieg sein?
    Schließlich ist die Intel-32-Bit-Architektur (i386) mit vielen speziellen Registern und jeder Menge Altlasten schlecht zu emulieren und ineffizient. Intel-64-Bit (x86_64) ist modern und schlank dagegen.
    Wenn Apple also einen Umstieg plant, dann werden sie nur 64 Bit emulieren, ob in Hardware auf dem Chip oder per Emulator. 32 Bit hingegen fällt dann weg oder läuft nur noch softwareemuliert und damit sehr langsam.
    Soviel zum Kaffeesatzlesen.

    • Meine Strategie ;)

      ThunderX (ARM 48Core/Linux) –> DarwinOS@ThunderX –> DarwinOS@Apple-ARM-CPU –> ARM-AppleServer –> Large-Scale Testing and Evaluation @iCloud –> Apple ARM Server ready for ? …. Noch etwas GUI … fertig.

      In einem ThunderX unter DarwinOS können Optimierungen für eine massive Anzahl von CPUs, von neuen ARM-Typen in DarwinOS/Libraries/Developer-Tools erfolgen. Diese Erfahrungen dann in neuer Apple-Hardware realisiert werden.

      Bei den ersten Apple-Intel-Rechnern für Developer (Devloper Transition Kit) handelte es sich ja um Intel-PC-Mainboards mit einem Developer-“MacOS X“.

      Senkung des Stromverbrauchs bzw. Kosten im Server/Desktop würde ich mal als Nebeneffekt betrachten. Viel CPU-Leistung verlangt immer noch viel GHz und somit viel Energie. Ein A11 bei maximaler CPU/GPU-Leistung wird heiß. Auch beim ARM-Server. Was dann? Vielleicht ist das Ziel die Integrität der eigenen Server-Infrastruktur. Die fängt dann bei der CPU an.

      Aluhut auf! Wenn Backdoors in den Super Micro Servern vermutet/gefunden wurden, dann sind die großen Player (Google/Apple) sicher so paranoid (oder auch realistisch), dass Intel-CPUs, Chipsätze oder die Netzwerkchips … kom­pro­mittiert sind (nur bedingt vertrauen).

      Die Designs von ARM-CPUs und SoC kann man durchgehen bzw. hat die Kontrolle über den Apple-eigenen Fertigungsprozess. Dazu dann noch die Kontrolle des OS. Hardware, OS, Cloud-Software.

      Wenn wir am Anfang eines Zeitalter der allumfassenden Machine-Learning-Assistenten-Cloud-Dienste für Sprache, Bild, und (Daten)-Information stehen …

  2. Von wegen wo Spiele kaufen:

    http://www.gog.com
    DRM-frei

    z.b. The Witness: https://www.gog.com/game/the_witness

    Bin übrigens auch mittelbar über die Freakshow auf gog gekommen. 2014 hatte hukl mal “Lumino City” erwähnt und ich wollte das verschenken (weihnachten usb stick) also ging steam nicht und die Herstellerwebsite hatte gog.com als Alternative zum Kauf angepreist.
    naja, dann war ich hooked und seither sammele ich Spiele mit dem Wissen, dass sie mir gehören und ich backups machen kann und sie auf jeden Rechner den ich hab installieren und offline spielen kann (ohne an diesem steam drm always online zwang gebunden zu sein).

    Is übrigens ne Schwesterfirma von CD Project Red den Leuten die den Witcher 3 (https://www.gog.com/game/the_witcher_3_wild_hunt_game_of_the_year_edition) gemacht haben. Ich mag die.

  3. Das Gewicht der Barren war eine alte Art von Diebstahlschutz.
    Leicht genug, dass man sie umladen kann, zu schwer als dass man zu Fuß oder zu Pferd mit nennenswerten Mengen abhauen kann.

  4. Sehr schön das ihr dazu animiert die App KatWarn zu installieren. Je nach Bundesland und vorliebe der jeweiligen Katastrophenschutzbehörenden macht es ggf. auch Sinn, NINA zu installieren. Das ist die App vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katasthrophenvorsorge. Die hat einen ähnlichen Funktionsumfang.

    Wichtig, jedes Land/Stadt kann selbst entscheiden ob und wann sie welche der beiden Apps nutzt oder auch nicht.

    http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA.html

  5. Mittlerweile hat amd Intel ordentlich eingeholt bzw. teilweise auch deutlich überholt, was die Performance angeht… Von wegen amd 8 Kerner langsamer als Intel 6 Kerner ;) im Moment manchmal eher andersherum.
    Trotzdem wie immer tolle Sendung! Euch allen alles gute und danke!

    LG

  6. Also, in Kassel gibt es sogenannte Minicars, die heißen offiziell Funkmietwagen. Die sind Deutschlandweit nicht in vielen Kommunen legal und sie sind zweifellos zweifelhaft. Aber im Zweifel brechen die das Gesetz nicht zum Nachteil des Kunden, sondern zum Nachteil der konkurrierenden Taxiunternehmen. Falls die Transportangebote für Letty nach Berlin von so jemandem kamen, wäre das durchaus eine Überlegung wert gewesen.

    Was die Gesamte Bahnsituation angeht: ich pendele jeden Tag von Kassel aus nach Norden mit dem ICE und ich habe am Tag vor dem Orkan auf Twitte gesehen, dass der Kachelmann gewarnt hat, weshalb ich dann am Folgetag gleich zu Hause geblieben bin. Allerdings gebe ich euch zum einen Recht, dass Gelegenheitsfahrer die Schlussfolgerung Sturm => Bahn fällt aus nicht direkt ziehen, andererseits kann ich euch aber nicht bei dem Gedanken Folgen, dass die schlechte Informationspolitik der Bahn das Hauptproblem ist.

    Dass Bäume auf die Schienen stürzen passiert bei *jedem* Sturm und offenbar hat die Bahn zu Dampflokzeiten noch zehn Meter rechts und links der Schienen frei gehalten, aus Brandschutzgründen. Man *könnte* sowas schon vermeiden. Wenn man nicht Kosten sparen wollte.

    Nochmal der Hinweis: es gibt selbst in Kassel Freakshowhörer, bei denen für solche Fälle ein Sofa frei ist.

  7. @Tim hänge dein Smart TV bloß nicht ans Internet oder installiere software Updates. Bei meinem Samsung Smart TV wurden mir Funktionen über Software updates weggenommen. Der konnte mal TV Programm übers Netzwerk Streamen, Damm konnte ich zusehen wie plötzlich alle Apps verschwunden sind und mir wurde mal eine ganze Zeit eingeblendet das jetzt Dienst X zu Datum Y ausgeschaltet wird. Zudem willst du dich da vielleicht nicht Tracken lassen. Auch hat Samsung den unsern immer wieder Werbung eingeblendet bei Lokal abgespielten Filmen. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Samsung-Smart-TVs-blenden-Werbung-ueber-abgespielte-lokale-Inhalte-2545924.html

    • Ich bin mehr für die Variante: Raspi,Odroid oder ähnliches + Kodi an einem “normalen” Fernseher ohne Klimbim.
      Ist wesentlich flexibler als was man als “Smart” vorgesetzt bekommt von den TV Herstellern.

  8. “Global betrachtet wird ja eigentlich alles die ganze Zeit immer besser.” Wissenschaftlich belegt, wohlgemerkt! Offenbar bei den “klassischen Problemen” der Menschheit zumindest.

    Wait.. what?!?

    See no evil, hear no evil, speak no evil.

  9. Moin. Kurzer Einwurf zu Thema “Content-Sharing”:
    in den Systemeinstellungen -> Freigaben unter “Inhaltscaching” wird der “Optionen …”-Knopf durch die alt-Taste zu “Erweiterte Optionen …”.

  10. Apropos Geld und Podcasts:

    ATP von Marco Arment & Co. hat pro Sendung drei Werbeplätze von ein bis zwei Minuten à 5’500 Dollar. Pro Jahr beträgt der Bruttoertrag somit über 850’000 Dollar – nicht schlecht!

    (Und das bei einem vergleichsweise kleinen Publikum von 115’000 «unique downloaders».)

    Auch bei sehr konservativer Berechnung ergibt das einen Bruttoertrag im hohen dreistelligen Bereich – auch nicht schlecht!

    (Vorsicht, Ertrag ≠ Einkommen, aber wenn die drei Herren halbwegs effizient arbeiten, dürfte sich auch das Einkommen sehen lassen.)

  11. @Tim wegen Apple Watch

    Bei meiner Apple Watch hatte sich der Deckel Ende September auch gelöst (2 Jahren und 3 Tagen nach Kaufdatum).
    Zuerst dachte ich, dass der Kleber altersbedingt nachgelassen hat.

    Stellt sich aber raus: Es gibt vereinzelt ein Akku-Problemen bei der Original Apple Watch, bei dem sich der Akku leicht aufbläht und dann von unten das Gehäuse auseinanderdrückt.
    Dazu kursiert auch ein Apple-Memo an zertifizierte Reparatur-Shops.

    Siehe auch https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Anschwellende-Apple-Watch-Batterien-Reparaturprogramm-aufgelegt-3700684.html

    Bei mir ging es dann so weiter:
    – Genius-Termin für AppleStore gemacht mit Hinweis auf das Akku-Problem
    – Im Apple Store hat sich der Genius die Uhr kurz angeschaut, dann musste ich sie vom iPhone unpairen
    – Die Watch wurde eingeschickt und nach 5 Tagen konnte ich meine nagelneue Series 1 abholen :)
    – auf dem Reparaturschein stand: “Garantiestatus: Quality Program (E1)”

    Vielleicht hilft die Info ja weiter.

    Gruß,
    T

  12. Bezüglich Gold und wie schwer….
    Für manches habe ich zumind. eine Dichte im Kopf. Gold liegt bei ungefähr 20 (19,x), also wiegt eine Tüte Milch…ääh eine Tüte Gold halt 20kg. Sowas kann man sich doch ungefähr vorstellen. Oder wie klein dann halt ein Kilo überhaupt nur wäre. Das metrische System ist hier doch ganz praktisch…

    Aber ja, in Filmen sieht man das oft völlig falsch. Beim Pate gibts eine Szene mit einem Telefon aus puren Gold (also so ein Telefon der Zeit mit Wählscheibe)… das wären dann wohl auch 80kg oder so….

    Die ähnliche Dichte wie Gold hat Wolfram / Tungsten, also ist “Tungsten Gold” das Suchwort der Wahl. ;)

  13. Rassentrennung,Sklaverei,Atombomben einsatz,Staatsmorde!!!

    Wer behauptet es gäbe jetzt erst Probleme,hat den Schuß nicht gehört!
    Aber das sind die selben leute die ihre eigene intolleranz,mit der intolleranz andererer begründen,
    und behaupten die gaskammer hätte es gegeben weil man tollerant war.

    Nur hat Mord und Gewalt nix mit tolleranz zu tun.
    Das Adolf Hitler an die Macht kam hatte nix mit tolleranz oder intolleranz zu tun.

  14. Für jemanden der in Nordfriesland nahe der Küste lebt, kann ich euch noch die App vom DWD “WarnWetter” ans Herz legen. Push-Notifications, welche frühzeitig genug sind, um z.B. sein Haus Sturmsicher zu machen.

    • Kann ich auch nur empfehlen. Man kann sich in der App Orte definieren, für die man Push-Warnungen bekommen möchte. Und man kann sogar einstellen, für welche Art von „Unwetter“ man benachrichtigt werden möchte (z.B. Sturm, große Hitze, Gewitter, Glätte, …) und ab welcher Stufe/Schwere.

  15. Nochmals Wettee App WarnWetter vom DWD:
    Bei dieser App wird auch ganz genau erklärt, auf was man sich einstellen muss. Es wird nicht einfach nur eine Warnung herausgegeben, sondern natürlich vor Gewitter, schwerem Hagel oder eben Orkan gewarnt. Man kann sich auch Orte eintragen und bekommt genau für diese Orte Meldungen. Beste App in dem Bereich soweit. (Navigation ist etwas gewöhnungsbedürftig.)

  16. Ich vermute mal, dass die Bahn die Informationen absichtlich so lange wie möglich zurückhält..
    Ich hab das mal beim Streik vor ein paar Jahren erlebt. Da bin ich von Friedrichshafen nach Frankfurt gefahren… Während der Fahrt haben sie dann angekündigt, dass jeder der nicht reserviert hat, in Stuttgart aussteigen müsse, weil der Zug überfüllt sei… Da war was los. Die Leute sind zum Teil ausgerastet.

    Je früher man sowas ankündigt, desto mehr Stress hat man mit jammernden Fahrgästen – und gerade beim Thema Wetter hat man ja auch die Hoffnung, dass es noch besser wird. Von daher vermute ich, dass man da die Strategie fährt, schlechte Nachrichten so lange wie möglich für sich zu behalten – leider

  17. Ach noch eine Anmerkung zu Webcams und Entsperren von Geräten:

    Was man bei Sicherheitsfragen auch immer bedenken muss ist das Angriffsszenario:
    Ich halte die Veriante mit der überwachten Webcam für rein theoretisch.
    DENN: Man kann (im Gegensatz zum Auspähen von Passwörtern und dergleichen) keinen Gewinn damit machen, und da vermutlich die wenigsten Leute vor der Webcam eine Peepshow abziehen, dürfte das selbst für Stalker eher langweilig sein, jemandem bei der Bedienung seines Rechners zuschauen.

    Das Szenario, dass man am Arbeitsplatz oder bei einem Kunden vergisst, den Rechner zu entsperren und sich dann jemand bedient, weil die Gelegenheit da ist, halte ich dagegen für SEHR real…

    Deswegen muss man immer analysieren, WELCHE Sicherheitsmaßnahmen WOFÜR eingesetzt werden. Das wird bei solchen Überlegungen oft vergessen – da sind geknackte Fingerabdrucksensoren das beste Beispiel für. Natürlich kann man diese mit Silikonabdrücken leicht täuschen. Aber eben nur mit verhältnismäßig großem Aufwand. Für uns Normalsterbliche schätze ich die Gefahr, dass uns irgendein Hacker oder die NSA gezielt ausspionieren will, für vernachlässigbar gering ein (und bei einem gezielten Angriff kann man da imo eh wenig gegen machen), als dass sich einfach ein Kollege im gleichen Raum bedient, der die Gelegenheit dazu hat.

    So kann sogar eine komplexe Passwort-Policy in einer Firma dazu führen, dass das die Sicherheit verringert ist, weil die Mitarbeiter den Rechner wegen zu komplizierter Passwörter nicht mehr so oft sperren.

    Bei mir hat der Fingerabdrucksensor am Rechner damals dazu geführt, dass ich meinen Bildschirm wesentlich öfters sperre. Und genauso ist das auch bei einer Entsperrung per Gesichtserkennung (mit dauerhaft eingeschalteter Kamera). In Bezug auf das (theoretische) Hackerszenario mag sich die Sicherheit verringern, in Bezug auf reale Szenarien erhöht sich sie sich allerdings.

  18. Hey Tim,

    dies ist eigentlich ein Kommentar zur vorletzten Sendung, den ich beim Hören so nebenbei erdacht habe, aber nicht so richtig zum schreiben kam.
    Ihr habt euch ja über ‘fernsehen’ unterhalten – also so im weiteren Sinne, Filme/Serien usw. Du hattest dann angemerkt, dass ja 4k jetzt halt das ist, was man so kauft und größer ist halt besser usw.
    Ich bin schon ne weile beim nachdenken über solche Sachen und liefere hiermit mienen senf dazu ab.
    Wir haben ja als Kinder alle fern gesehen (Filme usw) auf relativ kleinen Monitoren gesehen, die teilweise am andern Ende des Raumes waren, was das Bild noch kleiner gemacht hat. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, diese Filme/Geschichten/Welten in toller Erinnerung behalten zu haben. Unser Gehirn hat ja phantasie, also die Fähigkeit, ausgehend von einer kleinen (unscharfen) Datenbasis etwas größeres zu extrapolieren. Also ausgehend von den kleinen Informationen unscharfe, schon damals verblichene Pipi Langstrumpf Episoden einen Raum aufzuspannen, in den wir eintauchen konnten – und in dem wir uns dann wahrscheinlich noch viele Stunden später einnisten konnten.
    Du hast ja selbst einen Neural Networks Podcast gemacht und kennst dieses Thema nun ausreichend. Google hat vor ein paar Jahren/Monaten experimentiert damit, unscharfe Bilder wieder scharf zu machen. Also niedrig aufgelöste Bilder mithilfe von Neuronalen Netzen zu höher aufgelösten Bildern hochzurechnen. Dabei werden werden also kleine Details dazuerfunden, die natürlich abhängig von den Trainingsdaten sind. (ganz gut funktioniert zum beispiel Text oder so – weil in der realität ja geschriebener Text immer scharfe Kanten hat, sodass es relativ eindeutig ist, wie das hochgerechnete Bild aussehen “muss”).
    Wir haben also ähnliches gemacht, als wir als Kinder auf kleinen, weit entfernten Mattscheiben irgendwelche unscharfen Bilder gesehen haben. Wir haben in unserem Kopf diese angedeutete (abstrahierte) Welt des Filmes “hochgerechnet”. Ich würde jetzt argumentieren, dass wir nicht nur gelernt haben, aus einem Indiana Jones Film eine Indiana Jones Welt zu erschaffen, sonder dass wir generell gelernt haben (ganz tief verwurzelt in unserer neuralen struktur haben wir “subroutinen angelegt”), die es uns erleichtern ausgehend von bestimmten Anfangsbedingungen/Ur-Ideen eine ganze Welt zu erschaffen. Wir haben also Vorstellungsvermögen ganz generell gelernt.
    Ich bin deshalb froh, dass ich als Kind nur kleine, unscharfe, verwaschene Filme gesehen habe, denn dadurch hat sich mein Vorstellungsvermögen ganz besonders entwickelt.
    Wenn ich damals schon alle Filme in Ultra-HD-4K 60fps 3D 12bit HDR Dolby7.1 auf 2m Bildschirmdiagonale gesehen hätte, dann hätte es für mein Gehirn ja niemals die Notwendigkeit gegeben, aus diesen Daten irgendetwas zu extrapolieren. Es waren ja schon alle Daten da – mehr Pixel, öfters pro Sekunde usw. Mein gehirn musste nicht aus 3 Einzelbildern extrapolieren, dass diese Person gerade ‘wahrscheinlich den Kopf gedreht hat’ – ich konnte es ja in 10 bildern ganz genau sehen.
    Was ich damit sagen will – Ich glaube es ist gar nicht so schlecht, mit Kindern Filme in einer “abstrakteren” Version zu sehen. Gerade in diesem Alter ist wird diese Fähigkeit ja ausgebildet – die fähigkeit, ausgehend von ein paar grundideen eine ganze Welt zu erdenken. Das kommt später bestimmt der Fähigkeit zu gute, hypothethische szenarios weiterzu denken, selbst wenn die ausgangsidee ersteinmal albern erscheint. Aristoteles (vllt) hat ja schon angemerkt: “It is the mark of an educated mind to be able to entertain a thought without accepting it.”. Sprich – hypothetisch über etwas nachzudenken, auch wenn man weiß, dass es falsch ist. Das lernt man dann schon als kind, wenn man Harry Potter oder so liest.

    Natürlich sollte ich sagen, dass Bücher lesen (vor allem Fantasy oder Scifi) natürlich noch besser ist für die ausbildung eines solchen Extrapolierungs-Zentrums im Gehirn. Jedoch ist Filme gucken oft das, was man öfters macht und was man so nebenbei machen kann. Ein Buch zu lesen dauert halt relativ lange im Vergleich zum Konsum eines Filmes. Deshalb schauen mehr Menschen mehr Filme, als Menschen Bücher lesen. Mit Filmen erreicht man also mehr Menschen. Wenn ich aus meiner eigenen Kindheite gelesene Bücher oder gesehenes Fernsehen entfernen müsste, dann würde ich natürlich die Bücher behalten!

    anmerkung:
    Ich würde diese Idee – unvollständige Daten werden von unserem Gehirn wieder vervollständigt – auch auf Audio ausweiten. Es gibt ja sehr viele audiophile Bereiche, die von Esoterik nicht mehr unterscheidbar sind. Ein transparenter Sound ist natürlich toll jedoch kann unser gehirn fehlende (“beschädigte”) Elemente im Sound reparieren. Wenn zum beispiel Ein Piano eine Melodie spielt und dann aber eine Laute gitarre das Piano übertönt, dann kann unser Verstand trotzdem das Piano dazudenken – auch wenn es durch compression oder so “eigentlich” nicht mehr da ist. So, wie wir bei einem vorbeifahrenden Lastwagen auch ‘wissen’, was gerade dahinter ist in den 2 sekunden, wo der hintergrund verdeckt ist, so wissen können wir auch wissen, wie das Piano höchstwahrscheinlich weiterspielt, wenn die gitarre es plötzlich ‘verdeckt’ (durch intransparented mixing).

  19. Jetzt habe ich extra aufgrund Eurer Empfehlung “Alles Routine” (aka “Office Space”) für 10 Euro bei Amazon gekauft.

    Und komplett angeschaut.

    Vermutlich fehlt mir der intellektuelle Zugang; ich fand es eine nette, oberflächliche, belanglose Komödie.

    Wo genau kommt dieser “Kultstatus” her?

    Ich habe weder besonders lustige Szenen gesehen, noch besondere Insider-Nerd-Jokes.

    Bitte klärt mich auf!

  20. Zur Bahn und der Katastrophenkommunikation und -warnung:
    Das Problem, welches man immer hört, ist weniger das eigentliche Ereignis, als der Informationsfluss. Nun gehört Kommunikation ganz klar zum Incident Management dazu, das hat die Bahn durchaus erkannt. Ich glaube allerdings, dass hier oftmals das Problem unterschätzt wird. Bis eine Meldung tatsächlich mal an zentralen Stellen landet, ist der Weg relativ weit. Dazu kommt, dass Streckensperrungen bei Unfällen/Notfällen nur sehr digital funktionieren, also entweder Strecke frei, oder Strecke gesperrt, was dann auch gleich mehrere/alle Gleise betrifft. Sobald die Arbeiten beendet sind, ist das Gleis auch wieder innerhalb kürzester Zeit befahrbar, aber bis die ganze Lawine wieder ins Rollen kommt, dauert es eben (vgl. Stau auf der Autobahn). Die Nutzung von langsamen Vorbeifahrten ist nur bedingt möglich, anders als auf der Straße, wo man bemüht ist, schnellstmöglich einzelne Spuren wieder frei zu geben.
    Dazu kommt, die Bahn hat permanent Notfallmanager in Rufbereitschaft verfügbar, die an der Schadenstelle die Kommunikation zwischen den Hilfskräften und der Bahn sicherstellen. Dabei ist aber ein Notfallmanager für einen ganzen Bereich zuständig und diese Besetzung skaliert bei einer Flächenlage nicht wirklich. Hier dauert es durchaus, bis man zusätzliches Personal aus der Freizeit holt. Und natürlich ist es wie überall, es gibt gute und sehr gute Notfallmanager, Probleme sind da leider nicht selten.
    Ändert aber nix daran, dass die Bahn hier noch deutlich besser werden könnte, insbesondere bei ihrer Informationspolitik.

    Zu den Warnungen per App, da gibt es leider ganz viele falsche Theorien, die teilweise auch bei euch angeklungen sind. Erstmal, es gibt nicht die eine Warnapp, die alles abdeckt, das ist mega schlecht. Es gibt auch leider kein System wie in den USA, welches über Cell Broadcast einfach auf Netzebene alle Mobilfunkgeräte in einem definierten Bereich warnt, was ich sehr bedauere.
    Stattdessen gab es ein Forschungsprojekt von Fraunhofer, bei dem am Ende Katwarn rausgefallen ist. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Katwarn selbst nicht für die Inhalte verantwortlich ist. Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten, wie Warnungen in Katwarn kommen. Einmal laufen Warnungen automatisch in das System, klassisches Beispiel sind die Wetterwarnungen des DWD. Dann gibt es Warnungen, die von den Behörden, welche sich für die Nutzung von Katwarn entschieden haben (das kostet übrigens Geld!), in das System eingetragen werden. Wenn die Behörden also keine Warnung rausgeben oder Katwarn gar nicht nutzen, kann der Betreiber des Systems auch nichts für eine nicht durchgeführte Warnung. Ein andere Problem sind dagegen die Infrastrukturprobleme, die Katwarn schon diverse Male hatte und die nach meinem Empfinden immer noch nicht ganz aus der Welt sind (bspw. da: https://www.heise.de/newsticker/meldung/OEZ-Attentat-Smartphone-Warnsystem-KatWarn-ueberlastet-3277214.html ).
    NINA ist die App des BBK, welche im Prinzip sehr ähnlich wie Katwarn arbeitet, aber auch hier müssen die Behörden das System unterstützen und Meldungen dort einspielen. Wer mal schauen möchte, was dort so an Warnungen vorhanden ist, kann diese ebenfalls unter warnung.bund.de sehen.
    WarnWetter ist die App des DWD, wo man zum einen Wettervorhersagen bekommt, aber, wie der Name schon andeutet, eben auch die offiziellen Wetterwarnungen. Diese sind mittlerweile örtlich bis auf Gemeindeebene runter und es gibt die entsprechenden Abstufungen, die der DWD verwendet (Warnung vor markantem Wetter, Wetterwarnung, Unwetterwarnung etc.). Alleine diese Abstufungen überfordern viele Leute schon, weil sie den Sinn hinter der Warnung nicht verstehen und alles gleich als Unwetterwarnungen interpretieren.

    Bei Heise gibt es eine ganz gute Übersicht über Katwarn und NINA: https://www.heise.de/download/blog/Katwarn-und-NINA-mehr-Sicherheit-durch-Terror-Warn-Apps-3290884
    Wir nutzen MoWaS über ein relativ neues Webfrontend seit kurzem und haben noch nicht so richtig viele Erfahrungen damit gesammelt, aber das Thema insgesamt ist sehr komplex und geht auch hier weiter, als es sich der “normale” Nutzer so vorstellt.
    Wenn Diskussionsbedarf oder Fragen sind, dann einfach melden :-)

  21. zum Thema Beamerbild:
    ich lasse das Bild an mein elektrisch-(akku)-betriebenen Rollo werfen. Mit der richtigen Auswahl des “Stoffs” bekommt man ein super gutes Bild hin. Nach einigen Test (man kann sich Testschnipsel zuschicken lassen) habe ich den “5220 Antares Blackout weiß PG3” genommen. ca. 360,-€ für ~180x242cm².
    Da das Rollo auf 433MHz Funksignale hört, kann man das auch schön mit nem ESP8266/Arduino/Raspi steuern. (Akku hält ca. 2 Monate, 1x tägl. rauf/runter)
    salü

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