FS225 Frontend von Judäa

Tim Cook — Lastenräder und Mobilität — Ökostrom — Tim wird Bundeskanzlerin — Webkonferenzen — Leben in der Google — Open Source Development — gigatron TTL Color Computer — Voice Coder — Machine Learning Failures — Der Frontend Report

Und da sind wir wieder und dieses Mal gleich mit zwei (wiederkehrenden) Gästen: wir begrüßen Michaela und Alexander in unserer Runde und wie die Besetzung schon andeutet dreht sich dieses Mal viel um Web Development. Zum Ausgleich haben wir aber auch eine Menge weitere Themen gefunden um die vier Stunden voll zu bekommen.

Dauer: 4:11:04

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Shownotes:

Previously on Freak Show: Daten-Tala — European Data Protection Supervisor: Keynote address from Tim Cook, CEO, Apple Inc — fLotte Berlin — Feinstaubsensor bauen — enyway Strom — DB Strom — Stiftung Warentest: Ökostromtarife — Greenpeace Windgas — naturstrom — Lichtblick — Wikipedia: Scrum — Wikipedia: Agile Softwareentwicklung — CRE028 Extreme Programming — Software development methods explained with cars — Buch: Peopleware — Buch: Deadline — Buch: Parkinson's Law: Master time management and increase productivity — Buch: Parkinsons Gesetz — 34C3: The Ultimate Apollo Guidance Computer Talk — Rosetta — European Space Agency: Animation visualising BepiColombo’s journey to Mercury — robotrontechnik.de: Die Geschichte der Computertechnik der DDR — t3n: Aus für Inbox: Google beerdigt E-Mail-Dienst — Google G Suite — Solid (One Small Step for the Web… – Tim Berners-Lee)  — InfoQ: Tim Berners-Lee Introduces "Solid" Decentralized Identity Platform — GitHub: Secure Scuttlebutt Consortium — Wikipedia: Primitivismus — Manyverse — Wikipedi: Anarcho-primitivism — Podlove Community — Gigatron TTL Color Computer — Testing the "PVC Voice-box", a Votrax SC-01 based voice synthesizer — The Voder: 1939, the worlds first electronic voice synthesizer — Wikipedia: Sprachsynthese — Wikipedia: Tron — Google Cloud Text-to-Speech — Wikipedia: HAL 9000 — Common Voice by Mozilla ("Machine learning failures - for art!" by Janelle Shane)  — @picdescbot — This Harvard Business Review chart seems to have been made by someone who didn't know what most of the terms meant — babeljs.io — Sass: Syntactically Awesome Style Sheets (TypeScript - JavaScript that scales)  — Reason — Elm — CodePen — JSFiddle — webpack — Glitch — StackBlitz — VanillaJS — AngularJS — Vue JS — React — Redux — Flux — BrowserStack — Selenium — Sauce Labs — Cypress.io — JS Meetup Jena (Rainald Grebe - Thüringen) .



66 Gedanken zu „FS225 Frontend von Judäa

  1. Wenn man schon ein gutes Fahrrad hat und die Investition in ein (womöglich elektronisches) Lastenrad scheut, kommt mit einem Anhänger (zB weil man eh Kinder hat) schon recht weit. Ich transportiere damit regelmäßig einen Wochenend-Großeinkauf, zwei Bierkidten passen auch gut, aber auch den Gitarrenkoffer plus Combo-Verstärker habe ich schon mitgenommen.

  2. Zum thema Lastenräder und Leihgeschichten.

    Hier in HH haben wir das öffentliche Rad (klara.bike) hauptsächlich ins Leben gerufen um Leuten zu zeigen wie sehr ein Lastenrad ihnen helfen kann. Hier wird das von der Stadt auch nicht unterstützt werden, allerding gibt es ab nächstes Jahr Lastis bei dem öffentlichen Stadtradsystem.

    Was viele nicht beachten ist, dass man mit den Rad Getränke viel weiter transportieren kann als mit dem Auto. Im Zweifel muss man da halt zwei Blocks tragen weil der Parkplatz halt da ist. Mit dem Rad kann man direkt vor der tür parken. Hilft schon enorm.

    Wenn einem die öffentlichen systeme nicht taugen kann man das immer noch selber organisien.

    Ich hab hier in meinem Kiez ein Chat mit 30 anderen Leuten, unter dem teilen wir uns ein Rad. Mittlerweile gibts auch Wartungsverträge von Radhändlern. Da schriebt man einfach rein wann und wie lange man das Rad nutzt und stellt es danach halt zurück oder schreibt wo es nun steht. Das ist durchaus ein Erfolgsmodell, kann ich nur weiterempfehlen und kostet halt nichts mehr wenn man das aufteilt.

    Bzgl Elektro:

    Natürlich hilft einem das irgendwie, aber ich persönlich wiege 150Kg, also bin jetzt nicht wirklich die sportskanone und kann durchaus auch mal 30km mit dem Lasti durch die Gegend gondeln. Längere Strecken gibts meist eh nicht im Stadtverkehr. Geht schon, sollte man halt mal ausprobieren.

  3. Gibt es ein Buch, ähnlich wie peopleware, für die Steuerung von IT Support Teams? Das Team (5 Personen) ist für 24/7 Support zuständig (Rufbereitschaft), Fehler an Hersteller melden und verfolgen, Ausschreibungen erstellen, Software testen, abnehmen und einführen. Wartungsverträge EVB-IT ausarbeiten. Sicherheitskonzepte erstellen und Umsetzung kontrollieren. es gibt keinen Leiter der IT.

  4. Zum Thema agile Softwareentwicklung habt ihr meiner Meinung nach einen wichtigen Punkt nicht getroffen.

    Ich habe in mehreren nicht agilen Unternehmen gearbeitet. Und egal ob das Unternehmen 30 Jahre am Markt war oder praktisch noch ein Startup – der Führungsstil war immer Top-down.

    Agile Softwareentwicklung funktioniert aber anders. Und wenn es funktioniert muss der Führungsstil ein anderer sein. Folgerichtig ist aber auch die gesamte Unternehmenskultur eine andere.

    Agile Softwareentwicklung ist natürlich kein Heilsbringer und meine Erfahrung kann nicht verallgemeinert werden. Für mich ist agile Softwareentwicklung aber ein Indikator dafür, dass das Unternehmen bestrebt ist, eine offene und wertschätzende Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen zu etablieren.

    Agil sagt für mich also nichts über die technischen Aspekte der Softwareentwicklung aus, sondern darüber, welchen zwischenmenschlichen Umgang das Unternehmen anstrebt.

    Noch ein Satz zum Scrum-Master. Ein guter Scrum-Master hilft dem Team und seinen Mitgliedern zur Selbsthilfe. Man kann ihn nicht beauftragen den defekten Monitor auszutauschen. Dafür ist das Team selbst verantwortlich.

    • Jepp, die geeignetere weibliche Form von Scrum-Master wäre eigentlich die Scrum-“Mutti” (die durchaus auch mal als “Mistress” auftreten kann):

      Sie sorgt dafür, dass alle ihre Hausaufgaben machen, dass die Anderen sich nach dem Kloppen wieder vertragen und pfeift alle zum Essen/Cooking in die Küche.

      Welche Scrum-Rolle in dieser Analogie der “Papi” ist (d.h. universeller Blame-Empfänger, was dysfunktionale Kommunikation und mangelnden Cashflow angeht), überlasse ich mal dem geneigten Leser…;)

  5. E-Mail: Instant Messaging ist grossartig, hat aber bei einem Unternehmen (oder auch bei einer Behörde oder in einer Organisation) den Nachteil, dass man es nicht ablegen kann. Jedes anständige CRM kann mit E-Mail umgehen, aber wie legt man WhatsApp-Nachrichten ab?

    • Bei G Suite und dem dazu gehörigem Hangouts Chat würde es gehen (optional) – dann können Chats als Mail abgelegt werden. Das ging übrigens auch in der Skype Vorgänger Variante Lync im Zusammenspiel mit Exchange.

  6. Wenn man mit nem Carsharing Fahrzeug zum Getränkemarkt fährt, ist es da nicht günstiger Getränke liefern zu lassen? Das ist erstaunlich günstig (jedenfalls günstiger als sich für ne Stunde ein Car2Go zu holen).

  7. Gerade bei E-Lastenrädern lohnt sich ein Modell á la http://www.jobrad.org

    Die Knie macht man sich auf dem Rad in erster Linie dadurch kaputt, dass man zu tief sitzt, aber bevor man sich die auf korrekter Höhe kaputt tritt kann man den Gang nicht mehr treten…

    Und zu Ökostrom: https://www.lichtblick.de/fragen-zu-oekostrom/

    Leitungswasser trinken (Sprudelmaschine) ist auch schon was Wert. Und halt seine Sachen lang nutzen…

    Wir wollten auch einen Zoe kaufen… wenn man aber sieht, dass dieser mit einer Kaufbatterie an die 32.000 Euro kostet und ein gut ausgestatteter Benziner Polo 15.000 kostet, sorry, noch ist mir das leider zu teuer.
    Bzgl. Mietmodell (Batterie: 8k€) : das was die Zoe Batteriemiete kostet vertanken wir im Monat an Benzin im Polo nicht. Besser verarbeitet scheint er auch noch. Schade, 32A Ladenöglichkeit wäre da gewesen

  8. Also Clueso ist für mich absolut prominent. Ich komme aus Nürnberg, daher kommt tatsächlich kein mir bekannter Promi, außer Tom Beck und der ist schon sehr Y-Promi.

  9. Zum Thema Frontend WebApplications: Diese ganzen Frameworks machen schon mittelfristig mehr Probleme, als sie lösen, vor allem wenn es um „richtige“, größere Anwndungen geht, die eine lange (> 10 Jahre) Lebenszeit haben und ständig weiterentwickelt werden müssen.
    Auf Dauer macht es mehr Sinn, ein eigenes „Framework“, das auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, zu entwickeln und dieses diszipliniert zu verwenden.

    • Spricht da die Überheblichkeit oder reden wir von verschiedenen Ebenen von Frameworks? Eigene Frameworks bedeuten viel Arbeit für das Unternehmen, dazu wenig Austausch und keine Community. Nicht zuletzt beim Recruiting ein Drama. Nicht selten verrennt man sich bei der Planung. Natürlich kann man sie bessere dem eigenen Businesslogik anpassen, aber gleichzeitig sind die Ansätze auch weniger global gedacht. Wer meint eine Webanwendung über 10 Jahre mit dem selben Framework easy anbieten zu können, muss sich sowieso ständig weiterentwickeln, da kann ich auch in bekannte Frameworks und deren Adaption in der eigenen Firma setzen. Du kannst keine 10 Jahre planen.

  10. Argh! Ich finde die Stelle nicht mehr: ihr redet vom Accidental Tech Podcast und erwähnt einen zweiten Podcast von einem der Macher des ATP. Ich finde diese Stelle nicht mehr. Kann mir bitte jemand den ungefähren Zeitpunkt nennen? Danke!

  11. Die Atari 2600 Spielekonsole hatte damals auch nicht genügend RAM für den Videospeicher und musste daher mit der 6502 CPU das Bild on the fly im Zeilen-Interrupt erzeugen (pac-man und so).

  12. Der Soundcloud-Link von Rainer läuft ins Leere (“user-319495247” existiert nicht)… “abcdev” scheint der richtige Nutzername zu sein.
    Beste Grüße aus Denver, CO!

  13. Hallo hukl. Wir haben bei unserem Wohnungseinzug dran gedacht den Stromanbieter zu wechseln und hatten sogar die Prämisse, Preis egal, weil wir zu dritt weniger als ein Zwei-Personen-Haushalt verbrauchen. Liegt an mir, ich liebe Stromeffizienz. Wichtig zu wissen: Wenn dein Anbieter Öko- und Mischstrom anbietet und du buchst 100% Öko, dann bekommen die restlichen Kunden mit Mischung eben rein rechnerisch weniger Öko. Der Anbieter achtet eben nur drauf, dass seine Quote Ökostrom höher ist als Ökokunden.
    Die Lösung: https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/
    Anbieter suchen, die nur Öko machen, auch, wenn die vielleicht nicht regional sind. Aber so sicherst du zumindest meinen Arbeitsplatz in der Stromübertragung… Und man sollte Strom ja da produzieren , wo er entstehen kann.
    Wir sind bei den EW Schönau gelandet, aber bei den oberen 5 sind das höchstens akademische Unterschiede.

  14. Also in Köln hat NaturStrom “Europas größtes Elektrolastenrad-Verleihsystem” (wir Kölner lieben Superlative) – das funktioniert gut, wenn ich auch selber wegen meiner Kinder einen Fahrradanhänger habe und vieles damit erledige.
    Der Service heißt donke-ee (https://donk-ee.de/) nicht zu verwechseln mit eDonkey ;-)

    Vielleicht kommt er ja auch mal nach Berlin…

  15. Google Business heißt, wie auch schon in den Shownotes richtig verlinkt: G Suite – früher Google for Works.

    Und ja, man registriert seine Domäne und zieht in die Cloud. Drive, Apps (Docs, Sheets etc.), Mail und wenn man will, und so wie “wir” Enterprise Kunde ist von Google auch GCP (Google Cloud Platform und Computing) und “unendlich” Drive Speicher. Das Ganze wird aber nicht nur von Startups genutzt sondern vor allem von großen Playern bis Mittelstandsfirmen immer mehr genutzt.
    Wer die letzte Next gesehen hat wird festgestellt haben, dass SAP, ebay, HSBC, Airbus und viele weitere Firmen auch G Suite Kunden sind.

    Es gibt nur eine Business Cloud Lösung, die das gleiche bietet und das ist das gesamte MS 365 Office mit Onedrive.

    Es gibt aber gute Gründe – vor allem aber natürlich die Lizenzkosten – G Suite zu nutzen. Gerade aber ein Thema ist extrem gut gelöst, was hier auch schon oft Thema war: Kollaboration. Das bekommt keiner (MS) so gut und intuitiv hin wie Google. Außerdem ist die Kompatibilität zwischen Office und G Suite sehr weit fortgeschritten. Allerdings muss man alles manuell migrieren, was in Office Makros enthält. Das muss aber zu 365 auch erfolgen, da es glücklicherweise kein VB in der “Cloud” gibt.

  16. Mensch, dieses Folge war so dermaßen nerdy, ich dachte zwischendrin ich hör Binärgewitter. Ab und an finde ich Gäste die mal so richtig Gas geben ohne alles zu erklären auch ganz geil – ich hoffe nur das vergrault nicht die Stammhörerschaft :).

    Elm fand ich übrigens extrem einschränkend. Hab nach 10 min. angefangen die erste library zu schreiben (weil es keine wrapper library für semantic-ui gab) und sehr schnell festgestellt, dass 98% der Codebasis nur aus kopiertem boilerplate Code bestehen würden. Die Ablehnung des Autors type classes einzubauen erschließt sich mir kaum (generell ist das scheinbar sehr diktatorisch im Elmland)…

    Dafür kann ich aber jedem (der zumindest beim Anblick von Haskell-inspirierten Sprachen nicht direkt zu schwitzen anfängt) empfehlen direkt purescript auszuprobieren – scheinbar landen eh gefühlt alle Elm’ler_innen da (oder bei ghcjs, was dann wirklich Haskell ist)…

    • Ich glaube das wirkt nur deswegen so weil jetzt eine ganze Weile kaum Tiefgang in technischen Themen betrieben wurde.
      Ich würde diese Folge entsprechend auch nicht als “dermaßen nerdy” bezeichnen.

      Das war früher anders und deswegen wird das einen “Stammhörer” nicht abschrecken.

      Aber trotzdem natürlich nett zu sehen, und ebenso dass das tatsächlich noch ohne Denis geht, der sonst immer den Fels in der Brandung bildet (Vielen Dank Denis :) ).

      • Ich habe nichts gegen technische Themen, gerne auch tief, gerne auch Sachen, von denen ich keine Ahnung habe – wenn es denn was zu Lernen gibt. Aber das hier war über weite Strecken doch nur name dropping, ohne dass die Gäste sich die Mühe gegeben hätten, auch nur ansatzweise mal zu erklären, worum es überhaupt geht. Selbst Tim scheint da zwischendurch ausgestiegen zu sein – abgesehen von dem zarten, einmaligen Versuch, doch mal wenigstens mal die Langform zu den ganzen Abkürzungen einzufordern. Für mich war das damit leider die langweiligste FS-Folge seit Anbeginn.

        • Okay, nachdem ich gerade noch einmal die Shownotes durchgegangen bin, korrigiere ich mich, was den letzten Satz angeht. Der Anfang war besser, den Agile-Teil fand ich interessant. Da scheint der WebDev-Teil den Rest der Folge in meinem Kopf überschrieben zu haben. O_o

        • Leider fehlte im WebDev-Teil die Moderation und Funkdisziplin. Der Gast als Experte zum Thema konnte keinen roten Faden finden, weil die Damen der Runde und Hukl ihm dauerhaft mit “Ich weiß auch was” oder “ach ja, alles chaotisch in der Web-Entwicklung (lach)” ins Wort fielen. Das artete dann in Namedropping und Strukturlosigkeit aus.
          Schade, dass Tim hier seine Leute nicht wie sonst diszipliniert, sondern von Anbeginn die Bühne geräumt hat.
          Eigentlich ist das WebDev-Thema zu spannend, als es jetzt so offen stehen zu lassen.

    • Also Schiller ist aus Schwaben geflohen, weil es anscheinend dort nicht aushaltbar war ; nach Maßregelung,Arrest und Androhung von Festungshaft und Schreibverbot.
      Ich könnte mir vorstellen, daß der sich letztlich eher als Thüringer gesehen hat, wo er Aufnahme und eine Zukunft gefunden hatte.
      Und: “das Kind” aus Marbach würde keiner mehr kennen, wenn da nicht später mal der Ort Weimar inkl. Geheimrat etc. eine positive Rolle gespielt hätten.
      Den Dichter der Räuber hätten sie in Süddeutschland auf jeden Fall mindestens mundtot gemacht, wenn er da nicht weggegangen wäre.

  17. Also ich weiß nicht, ob das mit dem Ökostrom so richtig ist, was ihr davon denkt. Ich habe nur Ökostrom und das ist doof mit dem Hambacher Forst! Sind das die Abgrenzungen für den Naturschutz?

    Wenn man sich alle 2 Jahre ein neues Iphone kauft, bezahlt man im Schnitt 1000€ /Handy. Wie wird das hergestellt? Bzw. man machen die Leute (Angestellte von Apple etc.) vom Gewinn? Einen schönen V8 Boliden fahren und zu Hause Tag und Nacht mit Hilfe der Klimaanlage gegen die Klimaerwärmung ankämpfen.

    Wow, aber ich habe ein IPhone und Ökostrom. Ist das etwa das eigene Gewissen reinhalten?

    Bin ich vielleicht auch anders ein Böser Mensch, weil meins 130€ gekostet hat und ich 50/50 Strommix bekomme?

    • Google mal Whataboutism. ;)

      Es ist doch klar das sich niemand 100% perfekt verhalten kann und man in manchen Dingen vielleicht auch eine Umweltsau ist. Trotzdem ist es doch sinnvoll, etwas zu verändern, wo man kann und möchte. Gerade der Stromanbieter ist doch echt ein guter Punkt – weil das so etwas ist, das Leute aus Gewohnheit nicht wechseln. Ein teures Device kauft man sich aber eher nicht aus Gewohnheit, sondern weil man das sehr bewusst möchte.

  18. Wie sagte Tim? “Einen Nerd vor den Bildschirm setzten und einfach mal fertig machen lassen” (oder so ähnlich).

    Gerne.
    Der Punkt ist nur:
    Bei Softwareentwicklung geht es zu über 50% nicht um Coding. Ich habe diverse Enterprise Projekte hinter mir. Die Situation ist immer gleich. Manager weit über dem kleinen Coder entscheiden wie etwas zu sein hat. Die Entscheidung tropft dann über diverse Hierarchiestufen in die “Entwicklung” (gern auch ins “Engineering”) und dann soll bitteschön Code gestanzt werden.

    Funktioniert nicht. Meine Erfahrung ist, dass man Code nur dann richtig hinschreiben kann, wenn man die Problemstellung in Gänze verstanden hat. Agile Methoden der Softwareentwicklung möchten das besser machen. “Das Team” setzt sich direkt mit demjenigen auseinander, der die Anforderungen kennt und gemeinsam beschließt man, wie ein sinnvolles Inkrement in ein, zwei, vier oder auch sechs Wochen sein soll.

    Ein solches Vorgehen funktioniert…. manchmal. Meiner Erfahrung nach funktioniert es aber viel zu selten. Ich denke, ich habe diese Erfahrungen so gemacht weil ich immer in gleichen Kontexten unterwegs war. Es ging immer um große Systeme bei denen 50+ Entwickler unterwegs waren. Es wurde über verschiedenen Standorte und Zeitzonen gearbeitet. Jeder Standort hat seine eigene Politik. Irgendwann heißt es immer “us vs. them”. Was von der anderen Seite kommt ist zu schlecht, dauert zu lange, ist nicht verständlich, etc.

    Außerdem wollen Chefs doch immer mitreden. “Wie, das Feature braucht sechs Wochen bis zur Fertigstellung? Das kriegt ihr doch schneller hin”. Es wird Druck aufgebaut und der kleine Entwickler hat keine bis wenig Chancen sich dagegen zu wehren und liefert schließlich doch in zwei Wochen ab. Das Ergebnis ist gern mal fehleranfällig, voll mit Shortcuts, Annahmen und technischen Schulden. Macht aber nichts, die Manager können gegenüber ihren Managern sagen “wir haben geliefert. Der andere Standort aber noch nicht”.

    Nicht falsch verstehen, das sind keine Schwächen agiler Methoden. Es sind Schwächen der Softwareentwicklung in großen, gewinnorientierten Unternehmen. Ich kann ohne weiteres eine lange Liste hinschreiben, warum Softwareentwicklung kein Spaß ist – obwohl Programmieren doch so viel Spaß macht.

  19. Jedes Mal wenn die Crème de la Frontend versammelt ist, warte ich gespannt ob mal WebAssembly zur Sprache kommt. Aber bis jetzt war nix… :-(

    • Darauf habe ich auch gespannt gewartet gewartet.
      Mittlerweile würde mich auch interessieren, warum es im Frontend eine – gefühlt – so geringe Akzeptanz erlebt.
      Rant: Normalerweise wird da doch alles als “Production ready” verkauft, was knapp drei Sterne auf github hat. (hihi)

      • Das liegt hauptsächlich daran das in WebAssembly noch (evtl. nie?) keine DOM APIs ansprechbar sind. WebAssembly ist meiner Meinung nach auch nicht als Ersatz sonder als Ergänzung für JavaScript konzipiert. Aktuell kann WebASM verwenden um rechenintensive Algorithmen im Browser performant laufen zu lassen (bspw. https://pspdfkit.com/blog/2017/webassembly-a-new-hope/). Aber ehrlich gesagt werden solche Aktivitäten meistens eh im Backend abgebildet und im Frontend durch einen simplen API call ausgelöst. Die Anwendungsfälle sind also für mich sehr rar. Sobald es in Richtung DOM geht bin ich aber am start und werde berichten :D

        • Ah, das war mir nicht bewusst. Danke fuer die Aufklaerung. Dann muss ich meinen uninformierten Rant zuruecknehmen. Zumindest im Bezug auf WebAssembly.

    • WebAssembly hatten wir tatsächlich schon ein mal angesprochen in einer der früheren Sendungen, dieses Mal nicht. Das ist aber auf dem Plan für eine künftige Sendung, da noch mal genauer drauf einzugehen (und dann auch einen Gast zu haben, der sich da gut auskennt).

  20. Gigatron:
    Dave Jones vom EEVblog hat sich den mal angeguckt, und nicht nur das, er hat an der Platine auch einige Messungen gemacht und sie von zweilagig nach vierlagig umgebaut. Durchgehende Versorgungslagen sind halt echt gut.
    Videos:
    https://www.eevblog.com/2018/05/04/eevblog-1080-gigatron-ttl-risc-kit-computer-review/
    https://www.eevblog.com/2018/05/05/eevblog-1081-are-bypass-capacitors-really-needed/
    Hier guckt sich Dave KiCAD an und flucht ziemlich viel weil es im Vergleich zu Altium teilweise sehr umständlich ist, er baut in diesem Video die Platine minimal um:
    https://www.youtube.com/watch?v=qKe_jJIYbZ0
    Hier kommt die neu designte Platine:
    https://www.youtube.com/watch?v=ct9K-EutiIQ
    Und hier bestückt er sie:
    https://www.youtube.com/watch?v=r1jsnbetEm0

    Viel Spaß auch mit den vielen anderen sehr lehrreichen Videos.

  21. Zum Thema Ökostrom:
    Die PV Anlagen die egal welcher Versorger baut verkaufen ihren Strom erstmal an den Netzbetreiber(zum im EEG festgelegten Preis) der Netzbetreiber verkauft den Strom dann wieder an einen Energieversorger zum Börsenpreis, die Differenz wird aus der EEG Umlagen finanziert (darum ist Ökostrom im Zweifel nicht teurer weil die Mehrkosten über die EEG umlage auf jedes kw umgelegt werden)

  22. Zu Agile:
    Ein paar Kritikpunkte, sehr unterhaltsam vermittelt von einem “Guru” ;-) (nicht ganz neu und ich weiss nicht, wie bekannt das schon ist):
    https://vimeo.com/110554082

    Zum Strom: bin auch sehr zufrieden bei Naturstrom, ich hatte mir allerdings auch “Greenpeace energy” angeschaut. Sehr in Ordnung (Telefonsupport ähnlich fit wie die bei Naturstrom und haben sich viel Zeit genommen, das Konzept zu erklären), war nur ein Stück teurer

  23. Webpack zu konfigurieren ist die Hölle, habt ihr ja selbst schon angemerkt. Mich wundert es etwas, dass ihr dann nicht Parcel (https://parceljs.org/) erwähnt, das versucht quasi Out-of-the-box zu liefern was webpack mit Monsterconfig schafft. Das Projekt ist zwar noch recht jung, aber es funktioniert schon sehr gut.

    Wenn man Plugins konfigurieren möchte/muss, kann man zudem die vom Plugin-Hersteller vorgegebenen Konfigurationensdateien verwenden und einfach ins Dateisystem packen, was sehr angenehm ist.

    Ach ja, wieder ein Tool mehr… das ist wirklich anstrengend im Frontend-Bereich.

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