FS228 Letty im Datenteich

35C3 — Klimawandel und Elektromikromobilität — Geschenke — Gutes tun — Apple Pay — iZettle — DNS — EveryMac — Apple Health — Dual SIM — iPad Pro

Nach einer leider ausgefallenen Sendung kommen wir vor dem Jahresende noch ein letztes Mal zusammen und reden viel Metakram. Außerdem treffen wir uns mit unseren Hörern auf dem 35C3 (am 1. Congresstag am Späti um 20 Uhr) und versprechen, auch im nächsten Jahr weiter zu machen, auch wenn Tim viel in Barcelona sein wird.

Dauer: 4:29:44

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Shownotes:

Freak Show @ 33C3 — All Creatures Welcome — Sandra Trostel — 35C3: Archäologische Studien im Datenmüll — Human Resource Machine — Code Examples — A crude C version of the "Composing state transformations from a list of simple functions" pattern (NEO MAGAZIN ROYALE: Ausgeliefert - Das Paketprekariat)  — WR892 Die Gilets Jaunes — Mark Rober: Package Thief vs. Glitter Bomb Trap — ARTE: Der unaufhaltsame Aufstieg von Amazon — Systematischer Irrsinn: Die Paketsklaven — Starbucks ungefiltert (ADAC: Parken - was ist erlaubt?)  — ZEIT ONLINE: Madrid: Ab jetzt zu Fuß — NASA: Climate Change: Vital Signs of the Planet — Greta Thunberg full speech at UN Climate Change COP24 Conference — European Space Agency: Nachricht an meine Enkelkinder — Planet at risk of heading towards irreversible “Hothouse Earth” state — Greenpeace Magazin: Kreuzfahrt ins Klimachaos — Luftqualität im Land Berlin — The climate mitigation gap: education and government recommendations miss the most effective individual actions — Süddeutsche.de: Was Deutschland vom Fahrradparadies Niederlande lernen kann — xkcd: Earth Temperature Timeline — Scooterhelden — Wikipedia: Radfahren in Kopenhagen — Streetsblog USA: Our annual reminder: Widening highways doesn't work — Stau! Auf dieser Autobahn ist die Hölle los (ARTE: Staplerfahrer Klaus - Der erste Arbeitstag)  — Niu N1S — NIU — Elektroroller-Forum.de: Super Soco entdrosseln — Super SOCO Europe — BMW C1 — BMW C evolution — Atmosfair — Greenpeace: Neuer Greenpeace-Report zum CO2-Emissionshandel — Spenden für Wikimedia — Internet Archive: Digital Library of Free & Borrowable Books, Movies, Music & Wayback Machine — ShareTheMeal von United Nations — Correctiv.org — Wohin damit? — Berliner Stadtmission: Kleiderkammer — Wikipedia: Rote Karte — Apple Pay — iZettle — Green Dot Bank — NFC World: Green Dot CEO sets out how Apple Pay Cash will work — Wikipedia: V Pay — Hetzner Cloud — Calomel — Calomel Unbound DNS — App Store: ‎1.1.1.1: Faster Internet — EveryMac — Wikipedia: Google Fi — Too Many Adapters: eSIMs for Travel: A Great Idea, But Don't Get Excited Just Yet — Duet Display — Air Display.



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91 Gedanken zu „FS228 Letty im Datenteich

  1. Bezüglich der “Programmiersprache” bin ich immer noch der Auffassung, dass es nichts schadet, erst mal mit HTML und CSS anzufangen, auch wenn HTML keine Programmiersprache ist. Das Feedback ist sofort da und man braucht eh irgendwann HTML-Grundwissen. Ein gutes Buch, was ich auch meinem Kind gegeben habe, ist “HTML & CSS: Erfolgreich Websites gestalten und programmieren”. Das Buch “Hello World!: Programmieren für Kids und andere Anfänger” ist auch ein gutes Buch und mein Kind hat da auch schon einige Beispiele draus geschrieben und selber abgewandelt. Bei Python muss man allerdings sagen, dass der Vater schon Python kennen sollte, da das Konzept der “Einrückung von Codeblöcken über Leerzeichen” Kinder überfordert. Der Code sieht richtig aus, kompiliert aber nicht. Da wären Sprachen wie Java-Script dann schon besser, da sie nicht leerzeichensensitiv sind. Zusätzlich sollte man nicht zu viel in die “erste Sprache” reininterpretieren. Ich finde den ersten Erfolg und den geringen Frust viel wichtiger, als gleich mit der “richtigen” Sprache anzufangen.

      • Vlt. kann ja bei meiner Ausführung zu Gunsten von HTML, Python und JavaScript durch, dass ich eine Wald-und-Wiesen-Sprache einer “idealen” oder “besten” Sprache vorziehe.

        Es gibt auch sehr tolle MinecraftMods, wo man in Java, JavaScript, Python und Lua tolle Sachen mittels echtem Programm in Minecraft bauen kann. Das muss aber die Mutter der Tochter vorher aufsetzen und das klappt auch nur nach Anleitung. Bei den Allerweltsbeispielen kommt die Tochter auch mit DuckDuckGoen ab und an mal alleine weiter.

        Das Neuland für die Kleine ist eh erheblich und eigentlich ist die Frage nach der richtigen Programmiersprache für Kinder ganz einfach zu beantworten: Eine der Sprachen, die die ältere Bezugsperson halbwegs kann und vorallem in der Lage ist, gut zu erklären und Programmierfehler zu finden. Zusätzlich muss man dem Spross eine überschaubare Programmierumgebung bereitstellen und erklären können. Das ist eigentlich viel wichtiger als die Frage nach der richtigen Sprache.

        • Es stimmt natürlich das alles irgendwie abstrakter geworden ist und das die Auswahl der Sprache möglichst einfach zum Ziel führen sollte. Ich verstehe aber nicht warum die Eltern so eine wichtige Position haben sollen. Ich habe damals auch nicht auf Eltern zurückgreifen können und Internet gab es schon, habe ich aber nicht gehabt. Was habe ich gemacht: Ich bin in die Stadtbücherei und habe ein Buch gefunden in dem Stand, dass ich auf unserem Win95 (166MHz, 16MB Ram) zu Hause eine Konsole öffnen kann und einen QBasic Interpreter starten kann. Ich kann auch nicht genau sagen was mich da angetrieben hat. Minecraft war es nicht. Aber wenn es heute Minecraft ist, dann soll es so sein. Wenn das Kind von sich aus Interesse hat , ist alles Möglich.

          • zwingen kann man halt keinen. das Interesse muss selber da sein. und wenn es nicht da ist, ist das halt so. Ob als Vorbild oder mit Eigeninitiative, ob mit 9, 13, 17 oder 24 Jahren, bei jedem war es anders. Deswegen scheint die Antwort auf die Frage ja auch belanglos zu sein, egal was man antwortet. Vlt. muss man die Frage ja auch nicht beantworten. Hier mal ein VHS-Abend für Jugendliche, da mal mit einem Kumpel gemeinsam einen alten Rechner versuchen zum Leben zu erwecken könnte helfen, muss es aber nicht zwangsläufig. So richtig groß an “Programmiersprachen” war mein Interesse auch erst, als ich sie sucht, um Probleme für mich zu lösen. Und dann hat mich schon die richtige Sprache gefunden, auch Perl und AWK und COBOL und PowerShell. Vlt. ist ja die einzige richtige Antwort: Lass die Kinder und Jugendlichen die Computer verstehen, wenn sie das überhaupt wollen, und dann wird sie die Sprache schon selber finden.

  2. Thema Hochgeschwindigkeitsradwege: JA! Ja bitte! – Wofür: Velomobile!
    Bin da voll auf Tims Seite. =) – Cykelsuperstier Kopenhagen – Solche Kapazitäten werden gebraucht.

  3. Da aus unerfindlichen Gründen Perl bei Euch keinen so guten Ruf hat, als Weihnachtsgeschenk hier Hulks Transformiere in funktionalem Perl:

    #!/usr/bin/perl

    # With a little bit of Curry
    sub adder {
    my $a = shift;
    return sub {return $a + shift};
    }

    sub multiplier {
    my $a = shift;
    return sub {return $a * shift};
    }

    # Lieber rekursiv als mit bloeder for-Schleife
    sub transform {
    my ($state, $nextjob, @jobs) = @_;
    if ($nextjob) {
    return &transform(&$nextjob($state), @jobs);
    } else {
    return $state;
    }
    }

    my @transformations = (&adder(10), &multiplier(10), &adder(-5));
    print &transform(23, @transformations), “\n”;

  4. Einträge für Health kann man mit Kurzbefehlen (früher: Workflow) generieren. Wenn es keine Datenfelder für Migräne oder Schmerz gibt könnte Letty sich einen Kalender anlegen und über Kurzbefehle aus dem Dashboard die Migräne als Termine eintragen, optional mit einer selbst ausgedachten Schmerzskala als Zahl im Beschreibungstext.
    Später kann sie dann auch mit Kurzbefehlen die Einträge extrahieren und in zB eine CSV-Datei exportieren. Wir sie die dann auswerten kann weiß sie selbst.

  5. Die Freakshow ist ja immer ein spaßiger Podcast mit Substanz wenn die richtigen Leute da sind. Die letzten Folgen muss ich aber jedes mal mit dem Kopf schütteln wenn es um die Zukunft der Mobilität geht.

    Tim mag ja für sein Leben eine Zukunft auf dem Roller (Scooter?) durch den Kiez sehen aber das ist ganz weit weg von der Lebenswirklichkeit der Gesellschaft und der Zukuft ihrer Mobilität. Die Wahl der Autos als Fortbewegungsmittel hat so viele verschiedene Gründe und Rahmenbediungungen, da kann man doch nicht behaupten es würde zum iPhone Moment mit sowas wie nem kleinen Spielzeug Roller kommen. Zumal auch die Bindung und die Begeisterung für Autos wird vollkommen ignoriert! Auch das Beispiel mit Ikea oder Kaufland ist recht lustig da es vollkommen ignoriert, dass man ja auch Sachen aus diesen Läden mit Heim bringen will und dafür ein Auto schon noch notwendig ist.

    Auch die Behauptung in den USA wird das schneller gehen ist so unglaublich an der Lebenswirklichkeit in der USA vorbei… da verschlägt es mir die Sprache.. DAS Land in dem es praktisch keinen öffentlichen Nahverkehr gibt, man wirklich überall mit dem Auto/SUV/Pickup hinfährt und dabei auch noch super viel billiges Benzin verbraucht soll die E-Mobilitätsrevolution anführen? Weil Firmen in irgendwelchen Städten paar Spielzeuge in die Straßen kippt? Weil ein fraglicher Typ eine schlechte U-Bahn v2 auf Basis von Autos erfindet?

    Ja.. man kann sich schon viel ausmalen im Adrenalinrausch des 25km/h e-Scooters… von der Realität ist das doch sehr sehr weit entfernt. Ich bin ja auch E-Mobilitäts Fan, in meiner Lebenswirklichkeit hat das außer im Fahrrad keine Perspektive. Auch bis hier im Dorf in dem ich lebe mal kein Verbrenner mehr rumfährt werden noch paar Jahrzehnte ins Land gehen.

    • Möglicherweise spielt bei dir der Wohnort aber auch eine nicht unerhebliche Rolle – ich lebe auch in Berlin und kann Tims Ausführungen in weiten Teilen nachvollziehen, auch wenn ich selber leider nicht so optimistisch bin wie er… aber man darf nicht vergessen, dass er sich ja konkret auf die Stadt bezieht.

      Zum anderen sagt er ja nicht, dass die Autos 1:1 durch E-Scooter ersetzt werden werden – dazu gehören ja noch ein paar andere Gesellschaftliche Punkte. Bspw. würde der Langstrecken-ÖPNV ausgebaut werden müssen (d.h. S-Bahnen, U-Bahnen etc. – alles was dich schnell große Strecken bewegt und nicht wie Busse die letzte Meile bedient) .

      Mal Konkret zu ein paar Punkten:
      “Auch das Beispiel mit Ikea oder Kaufland ist recht lustig da es vollkommen ignoriert, dass man ja auch Sachen aus diesen Läden mit Heim bringen will und dafür ein Auto schon noch notwendig ist.” – zum einen ist es selbst bei einer 5-Köpfigen Familie trivial möglich, ohne Auto frisch und nach Bedarf einzukaufen (wir haben selber kein Auto mehr; ich weiß, wovon ich da rede).
      Dein IKEA-Argument zieht für mich auch nicht – denn dein IKEA-Einkauf passt i.d.R. auch nicht vernünftig in ein normales Auto rein. Außerdem bieten Unternehmen wie IKEA oder Baumärkte schon längst kostengünstige/-lose Lieferdienste an, die viel komfortabler als jedes eigene Auto sind.

      “Zumal auch die Bindung und die Begeisterung für Autos wird vollkommen ignoriert!” – Begeisterung fürs Autofahren in Berlin? Klar, bei dem ein oder anderen sicherlich, aber ich kann dir eins versichern: Den allermeisten Leuten die in Berlin mit dem Auto fahren macht das keinen Spaß – das Problem ist nur, dass der ÖPNV noch weniger Spaß macht und die Einstiegshürde bei Gelegenheitsfahrten zu groß ist; das müsste sich ändern.

      Was den Punkt mit den USA angeht, stimme ich dir zu; das war ein wenig zu weit gegriffen – die Kernaussage kann ich aber nachvollziehen; die Bürokratie und Bedenken haben inzwischen echt bedenkliche Züge angenommen. Während es in anderen Städten wie Prag z.B. vollkommen üblich ist, dass an jeder Ecke ein Scooter steht, stehst du hier unüberwindlichen gesetzlichen Hürden gegenüber… und es ist nicht absehbar, dass die vernünftig beseitigt werden.

      Alles in allem sehe ich Tims Visionen für eine Großstadt wie Berlin definitiv nicht so negativ wie du – aber wir werden ja (hoffentlich) sehen, was in den nächsten Jahren passiert.

      • Für Berlin will ich da ja auch nicht so negativ sein wie es sich wohl anhört, das ist aber halt “nur” Berlin und paar km außerhalb schon wieder eine andere Welt und irrelevant. In Berlin könnte die E-Mobilität blühen und super sein, paar km weiter aber schon nicht mehr existent.

        Zum Einkaufen will ich dir auch nicht widersprechen, möglich ist so ziemlich alles ohne Auto, wenn ich aber mal ab und zu Ikea oder Kaufland fahre, dann sehe ich einen gigantischen Parkplatz voll mit Autos… bis all diese Leute bereit sind es sich selber schwerer zu machen wird wohl noch viel viel Zeit vergehen. Da kommt dann auch die Bequemlichkeit durch.

        Und noch ein Hinweis zur Bürokratie bei diesen Scootern usw.: Sobald die ersten Unfälle passieren (und evtl. sogar noch schwache unfreiwillige Verkehrsteilnehmer involviert sind) wird sich keiner mehr darüber beschweren dass ein Versicherungssutz und Regel vorhanden sein müssen. Als ich vor einiger Zeit in Tel-Aviv war und alle 5m fast von einem super schnellen e-Bike auf dem Gehsteig umgefahren wurde, von Leuten die mehr auf Ihr Handy als nach vorne schauen, habe ich erst gemerkt wie wichtig da anstänige Verkehrsregeln sind.

        Auch den Punkt mit dem Führerschein für ein Zweirad was 80 bis 100 fährt welcher unnötig sein soll wenn man Auto fahren kann is für mich weit hergeholt. Ich habe so einen A1 Führerschein mit 16 gemacht und einen Roller der 110 fährt und das würde ich beim besten willen keiner Autofahrer zutrauen der das nicht lernen und üben musste.

        Ich danke dir aber für deinen netten Kommentar bzw. nette Antwort :-)

        • “Für Berlin will ich da ja auch nicht so negativ sein wie es sich wohl anhört, das ist aber halt “nur” Berlin und paar km außerhalb schon wieder eine andere Welt und irrelevant. In Berlin könnte die E-Mobilität blühen und super sein, paar km weiter aber schon nicht mehr existent.”
          Das ist definitiv ein Punkt; ich glaube nicht, dass man in ländlicheren Regionen auf etwas autoartiges verzichten können wird – viele andere Verkehrskonzepte ergeben da nicht so viel Sinn; ÖPNV z.B.: Busse bei geringer Auslastung suboptimale Routen fahren zu lassen ist ökologisch auch nicht mehr sinnvoller als der Individualverkehr.

          “[…] bis all diese Leute bereit sind es sich selber schwerer zu machen wird wohl noch viel viel Zeit vergehen. Da kommt dann auch die Bequemlichkeit durch.”
          Auch das ist ein guter Punkt – ich denke, da muss man ein Zuckerbrot-und-Peitsche-Anreizsystem schaffen. D.h. Autofahren muss im Laufe der Zeit immer teurer werden, es sei denn, du kannst einen sinnvollen Bedarfsgrund darlegen – gleichzeitig müssen Alternativangebote (wie bspw. Lieferungen, Lastenräder oder was auch immer) attraktiv werden.
          Und das ganze heißt ja nicht, dass du dann nicht ab und zu trotzdem mit deinem Auto fahren kannst, aber man muss irgendwie diesen Automatismus “Ja klar fahr ich mit dem Auto; was denn sonst‽” rausbekommen…

          “Sobald die ersten Unfälle passieren (und evtl. sogar noch schwache unfreiwillige Verkehrsteilnehmer involviert sind) wird sich keiner mehr darüber beschweren dass ein Versicherungssutz und Regel vorhanden sein müssen.”
          Jap, das ist richtig – ich bin auch der Ansicht, dass eine Haftpflichtversicherung bei sowas sinnvoll ist (die sollte man sowieso haben :)
          Ich hätte noch nicht einmal was dagegen, wenn man einen kleinen Kurs für die Dinger belegen muss – das kann auch gerne schon im Rahmen der Schule erfolgen (Stichwort Fahrradführerschein).

          “Auch den Punkt mit dem Führerschein für ein Zweirad was 80 bis 100 fährt welcher unnötig sein soll wenn man Auto fahren kann is für mich weit hergeholt. Ich habe so einen A1 Führerschein mit 16 gemacht und einen Roller der 110 fährt und das würde ich beim besten willen keiner Autofahrer zutrauen der das nicht lernen und üben musste.” Stimme ich zu; siehe oben.

          Alles in allem denke ich, dass diese Scooter das Fahrrad 2.0 werden könnten und vor allem auch viele Bereiche abdecken, wo Fahrräder für viele Leute noch keine Option sind – und man sieht ja in anderen Städten, wie Fahrräder funktionieren können; zumal man die Stadt IMHO leichter an Scooter anpassen kann als an Fahrräder.

          “Ich danke dir aber für deinen netten Kommentar bzw. nette Antwort :-)” – den gebe ich gerne zurück :D

    • Das Beispiel mit IKEA und Kaufland bezog sich auf die Tendenz in den letzten Jahren, große Kaufzentren am Stadtrand zu errichten, die auf Autos optimiert sind. Nicht für alle Einkäufe ist ein Auto notwendig (auch nicht IKEA, da man sich das auch alles liefern lassen kann).

      Und was die USA betrifft: gerade WEIL der Nahverkehr so schlecht ausgebaut ist, braucht es Alternativen zum Autos und genau da schafft E-Mikromobilität neue Angebote für mittelgroße Strecken. Die ersten Zahlen belegen, dass hier tatsächlich etwas passiert und Autofahrten zurück gehen, wo diese Angebote stark vertreten sind.

      25 km/h sind nur in Deutschland (bzw. 20 km/h) das Limit, das sieht woanders ganz anders aus. Und selbst wenn es dabei bliebe: versuch mit dem Auto in der Stadt überhaupt mal auf typischen Strecken auf 25 km/h im Schnitt zu kommen. Ein großer Teil der Fahrzeit verwenden Autofahrer heutzutage mit der Parkplatzsuche.

      Das Gefühl für Geschwindigkeit hängt übrigens auch sehr davon ab, wie viel Gerät man an sich hat. 25 km/h auf Inline Skates waren schon immer geil und so ist es auch mit den Scootern. Im Auto kriegt man bei soviel Metall eben erst den Kick ab 60 km/h (oder mehr). Alles relativ.

      Ich bleibe dabei: das Auto hat seine beste Zeit hinter sich.

  6. @Clemens: Dein Assi-Vandalismus-Argument in allen Ehren (da ist ja auch ein bisschen was dran) – aber bei dir klingt das schon irgendwie so, als würden jede Nacht Horden besoffener Arschlöcher die Stadt demolieren.
    Bei deiner Argumentation könnte man auch keine Fenster mehr verwenden – die würden ja sofort eingeschmissen werden. Bei jedem Auto mit Alarmanlage würde aus Prinzip gegengetreten werden – das macht ja so schönen Lärm und so schöne Geräusche. Alle Fahrräder hätten schon längst aufgeschlitzte Reifen. Das ich beim aus dem Haus gehen noch nicht in eine Bärenfalle getreten bin grenzt fast schon an ein Wunder…

    Spaß beiseite; ich glaube, dass der Vandalismus (abgesehen von einigen wenigen Ecken) überschaubar ist.
    Es ist für die meisten noch ein Unterschied, ob jemand im Suff ganz besonders witzig einen Notausschalter eindrückt oder ob man einen Roller verprügelt und damit eine Sachbeschädigung begeht… um Diebstahl würde ich mir eher Sorgen machen; aber wenn das Teil Alarm schlägt gehört schon einiges dazu, dass man das Tagsüber mitnimmt – und wo möglich nimmt man das Teil mit rein; das ist ja anders als ein Fahrrad klein und leicht.

  7. Und was Kleiderspenden in Berlin angeht, kann ich die Franziskaner in Pankow empfehlen – das sind sicher nicht die einzigen, die die Kleidung vernünftig weitergeben; aber ich hab da mein Sozialpraktikum gemacht und weiß, dass die sich sehr viel Mühe geben, die Kleidung zu sortieren und den Leuten zu anständig, unkompliziert und menschlich zu helfen.

  8. Zum Programmieren lernen für Gamer kann ich noch https://www.codingame.com empfehlen. Dort kann man sich an schönen Puzzles abarbeiten und man lässt die selbst implementierte Spielelogik in Wettkämpfen gegeneinander antreten. Das Ganze in so gut wie jeder gängigen Programmiersprache.

  9. Bzgl der Hörerzahlen: Ich lade mir jede Episode immer mehrmals runter (1x Smartphone, 1x Tablet, 1x Archiv auf dem Server). Bei PocketCast kann man vom Webbrowser aus Streamen; zählt dann jede Streamconnection als ein Download? Deswegen kommen mir persönlich die Idee von 1 Download = 1 Mal gehört etwas absurd vor.

    • Das ist sicherlich auch nicht so. Die Zahlen sind nur in der zeitlichen Betrachtung aussagekräftig, davon ausgehend, dass sich die Hör- und Downloadgewohnheiten über die Zeit nicht signifikant ändern.

    • In letzter Zeit funktioniert der Download in Castro bei mir nicht zuverlässig, ich lade jede Episode ca. 5 mal bis ich sie komplett hören konnte. Vor einem halben Jahr ging das noch problemlos

  10. Hi,

    zur Frage wie die Deutsche Bank das mit der Girocard und Apple Pay macht.
    Ganz einfach, auch dazu wird eine virtuelle Mastercard angelegt :-)

    Und was die verschiedenen Kartensysteme angeht, da ist in “Bits und So (607)” ziemlich viel erklärt worden.

  11. Junge, Junge, selten so viel Halb- und Unwissen in der Freakshow erlebt, wie zu eurer Payment-Diskussion:

    Dieser kontaktlose Standard heißt EMV, das sind die Initialen der Initiatoren sind (Europay, Mastercard, VISA). Das Konzept der biometrischen Authentifizierung und damit das Entfallen der PIN-Eingabe am Terminal ist auch nicht Apples Idee, sondern teil des EMV-Standards (sog. CDCVM =Consumer Device Cardholder Verification Method), und ja, Google Pay unterstützt ebenfalls CDCVM, weswegen auch hier die PIN-Eingabe entfällt. (Die anderen HCE-Apps (=Host Card Emulation), die abseits von Google/Apple Pay eine virtuelle Zahlkarte bereitstellen wie z.B. die Sparkassen App “Mobiles Bezahlen“, unterstützen CDCVM nicht, weswegen hier eine PIN-Eingabe erforderlich ist, was Mist ist, da gerade CDCVM das Killerfeature von Mobile Payment ist).

    Girocard geht (aktuell) grundsätzlich nicht in Apple Pay, auch nicht bei der Deutschen Bank, Maestro (als Debitsystem von Mastercard) ginge prinzipiell, aber nicht bei der Deutschen Bank.

    Das ein Terminal explizit für eine Kreditkarte freigeschaltet werden muss, hab ich noch nie gesehen. Ist eher genau andersherum, nämlich das die Payment Service Provider der Händler drölfzig Zahlarten unterstützen, der Händler den Kunden aber nur explizit auf Girocard hinweist, da für ihn billiger.

    Die Sparkassen-IT-System laufen im wesentlichen im selben Backend, der Laden heißt „Finanz Informatik“. Es wird gemunkelt, dass die insgeheim bereits an einer Apple Pay Implementierung („Projekt Diamond“) arbeiten und diese bei den nächsten turnusmäßigen Updates im April (Release 19.0) oder November (Release 19.1) releasen. Vorsicht: Gerücht!

    @Denis: Über Kreditkarten kann man eine Rückbuchung machen, sprich einen bereits bezahlten Betrag auf dieselbe(!) Kreditkarte zurückbuchen, z.B. bei Artikelreklamationen oder Kautionen. Pfandbons auszahlen lassen geht da natürlich nicht. Man kann auch kein Rückbuchung über Apple Pay mit der Watch machen, wenn man zuvor mit dem Telefon bezahlt hat, da diese ja unterschiedliche virtuelle Nummern haben.

    @Clemens: Du warst mit deiner Girocard/V Pay-Karte in Canada? und wolltest Geld abheben? Jede kartenherausgebende Bank weist ihre Kunden darauf hin, dass eine V Pay-Karte im wesentlichen nur in Europa (ohne Osteuropa) funktioniert (im Gegensatz zu Maestro). Liegt daran, dass V Pay EMV-Chip-only ist, während das ältere Maestro noch den Fallback auf den Magnetstreifen supported. Das heißt für V Pay-Kunden: Immer eine Kreditkarte für Reisen außerhalb von Europa mitnehmen, sonst kann man Überraschungen erleben!

    Der Höhepunkt aber Tims Vorstellung, dass eine Zahlung mit Girocard kostenfrei sei und deshalb die Banken nicht bei Apple Pay mitmachen wollten: Natürlich kostet auch eine Zahlung mit Girocard genauso eine Gebühr (Disagio) für den Händler(!) wie bei Zahlung mit jeder anderen Debit (z.B. Maestro, V Pay)- oder Kreditkarte, nur ist die diese Gebühr (erheblich) niedriger als bei den Alternativen (irgendwo zwischen 0,3% bis 1%). Diese Kosten entstehen dem Händler, müssen aber über die Preise wieder reingeholt werden (womit es letztlich natürlich der Kunde bezahlt.) Von jeder Transaktion möchte Apple eine Gebühr von 0,15%, was einer gesamten Transaktionsgebühr von 0,3% mal eben 50% der Marge der Händlerbank ausmacht. Vielleicht liegt ja hier der Grund, warum die Sparkassen Apple Pay nicht so toll finden? Überhaupt ist es doch interessant, dass die Banken zukünftig qua EU-Regulierung Dritten den Zugriff auf Kundenkonten gewähren müssen (europäische Zahlungsrichtlinie PSD2, Access to Account XS2A), Apple aber den Zugriff Dritter auf die NFC-Schnittstelle verwehrt.

    Sehr gut fand ich übrigens Clemens’ Hinweis über das kaputte Interface bei NFC-Zahlungen: Ja, was sagt man jetzt eigentlich an der Kasse und wie reagiert das Kassenpersonal darauf? Werde zukünftig vermehrt „mit NFC“ sagen, wenn die Frage nach der Zahlart kommt, mal sehen was passiert…

    PS: Vielleicht könntet ihr mal einen Experten in die Runde einladen, der für allgemeine Erhellung sorgt.

    • Guter Kommentar! Volle Zustimmung.

      @Extra-Freischaltung von Kreditkarten:
      Habe ich bereits 2x erlebt. Ein Händler war Campus Suite, die sich ohnehin schon viele Jahre gegen Kartenzahlungen gesträubt haben. Die Kasse hatte zwar die bekannten Kreditkarten beworben. Aber die Mitarbeiterin kannte das Problem und meinte, dass dies noch nicht freigeschaltet sei.

      @Human Maschine Interface:
      Hier wäre der UK-Weg wohl langfristig am besten: Kartenterminal zeigt den aktuellen Warenwert an und man kann jederzeit die Kartenzahlung starten. Wenn der Scanvorgang noch nicht fertig ist, muss man halt am Ende noch mal bestätigen. – Doch bis dahin sag ich auch “mit Handy” bzw. “mit Karte”. Je nachdem wie alt / erfahren die Verkäufer auf mich wirken. Manche sind ja schon mit einem Storno völlig überfordert.

      @Gebühren / Umsatzbeteiligung:
      Hier gilt festzuhalten, dass es nicht nur Umsatzbeteiligungen gibt. Man kann die Terminals auch auf Basis der (zu erwarteten) Transaktionsanzahlen anmieten. Das hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man ein Wartungsvertrag idR. inklusive hat. Wäre ja schön doof, wenn man sich als Händler in einer Branche bewegt, wo die Kunden fast grundsätzlich mit Karte zahlen und der Händler einem so ein Hipster-iZettle-Gerät vor die Nase hält, was hierzulande kaum einer gesehen hatte. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was man da erst alles erklären muss … anstrengend.

    • Nun, danke für die Details, aber ich glaube, Du hast uns auch teilweise nicht verstehen wollen. So kann ich kann mich nicht erinnern, gesagt zu haben, dass die Verifikation mit biometrischen Maßnahmen “Apples Idee” war. Allerdings halte ich die technische Umsetzung von Apple Pay immer noch für einmalig (wg. der secure enclave).

      Mag sein, dass “Girocard” derzeit grundsätzlich nicht geht und das auch nicht bei der Deutschen Bank. Aber: ich habe mir den Anmeldeprozess mit Apple Pay bei einem DB-Account angeschaut und da war eben explizit genau davon die Rede. Warum auch immer.

      Und mag ja sein, dass Du es noch nicht erlebt hast, dass ein Terminal explizit für Kreditkarte freigeschaltet werden musste. Aber ich habe es erlebt und nichts weniger habe ich berichtet. Keine Ahnung, ob ich der erste und einzige auf dem Planeten bin, dem es so ging, aber genau so lief es exakt einen Tag vor der Sendung.

      Und auch bei den Kosten der Girocard hast Du mich falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, dass es für die Bank oder den Händler kostenlos ist, sondern dass die Banken (bzw. glaube ich sprach ich in dem Moment konkret von den Sparkassen, bin mir da aber gerade nicht mehr sicher) in der Regel von ihren Kunden für die Girocard keine Gebühren nehmen und daher die für sie bei Apple Pay entstehenden Kosten keine Gelder von ihren Kunden eintreiben können. Diese Aussage deckt sich letztlich mit Deiner Darstellung, nur dass ich bisher noch keine verlässliche Quelle für die Schätzung von 0,15% der Transaktion finden konnte.

      Letztlich ist die Regulierung des Bankenmarktes etwas anders als der Zugriff auf bestimmte technische Fähigkeiten einzelner Produkte. Von Apple geht an der Stelle keine Kontrolle eines Marktes aus, von den Banken mit ihren Konten sehr wohl.

      Wir haben nie behauptet, Experten im Paymentbereich zu sein, aber die Experten schießen offenbar auch gerne über das Ziel hinaus.

    • Ich habe natürlich die VISA Karte in benutzt.

      Die absurde Idee, Deutschlands proprietäre „EC Karte“ im Ausland benutzen zu wollen kam mir noch nie. Bin daher immer ganz erstaunt, wenn Leute diesbezüglich Erfolge vermelden.

    • In Berlin und Umgebung gibts eine Kette von Getränkemärkten („Hoffmanns“), wo das KassiererIn immer (Augen rollend, denn „alle zahlen immer mit EC…“) explizit „Zahlung mit KK“ auswählen muß.

      Sowas kommt aber nicht oft vor, zugegeben.

  12. Danke für den iZettle-Exkurs.

    Ich war selbst vor Jahren (bevor es Square und iZettle gab) dabei eine POS Gastronomie-Anwendung für iOS zu entwickeln. Musste meine Pläne jedoch einstampfen als es an die Hardware-Kartenleser ging. Nicht die Entwicklung des Terminals / Readers war das Problem, sondern eher die regulatorischen Hürden. Zudem hätte sich das erst ab 10.000 Units langsam amortisiert. Die 29 € für das iZettle Terminal sind schon echt ne Kampfansage. Doch die hohen Umsatzbeteiligungen machen deutlich, warum der Einzelhandel, Taxis, etc. da im Moment nicht mitspielen. Man schaue sich nur mal hier [1] um, was herkömmliche Terminals kosten: Etwa 10-20 € Miete und 3 € monatliche variable Kosten. Da muss ich nicht zweimal überlegen, wenn ich ernsthaft Kartenzahlung einführen möchte. iZettle & Co. lohnen sich wirklich nur für den mobilen Einsatz und Unternehmen die pervers hohe Gewinnspannen einkalkulieren (können). In allen anderen Fällen wo die Geiz ist Geil Mentalität herrscht und der Kunde nicht mit komisch aussehenden DIY Terminals überfordert werden soll, wird sich das wohl nicht durchsetzen. Schon so ein Zahlungsbeleg per Mail ist wieder für 90 % der Deutschen ein Angriff auf ihre Privatsphäre. :D

    [1a] http://ec-anbieter-vergleich.de/
    [1b] https://www.terminaldirekt.de/ingenico-ict250.html

  13. Schade das nicht weiter auf Clemens kurzen Einwurf “ökologisch auch sehr sinnvoll” bzgl. Tims Anmerkung er fliegt für die Freakshow (oder auch andere Podcasts?) zurück aus Barcelona eingegangen wurde.

    Da wird lange über E-Scooter und einen grundsätzlich notwendigen Sinneswandel gesprochen, mit Punkten die ich absolut unterstütze. Aber wenn es dann um die Fliegerrei geht, wird kein Wort mehr dazu verloren.

    Womöglich gibt es ja noch diverse andere Gründe für Tim zurückzfliegen und die Aufnahme der Freakshow ist dann nur Beiwerk weil er eh nach Deutschland muss, was hier schlichtweg nicht thematisiert wurde. Aber so bleibt halt ein sehr seltsamer Beigeschmack wenn sich jemand über zu viele Autofahrten aufregt, aber der weit größere CO2-Sünder in Form der Fliegerrei bleibt unberührt.

    Grundlegend kriege ich echt zu viel bei dieser Selbstverständlichkeit mit der heute immer geflogen wird. Beruflich bekomme ich das auch ständig mit. Da laden gerade größere Unternehmen einen gerne mal vom Ruhrgebiet für 1-2 Stunden Workshop nach München ein, weil man da ja mal eben hin- und abends wider zurückfliegen kann. Wenn man dann sagt man färt Zug bzw. kann Meeting/Workshop auch online durchführen, ist das für viele komplett undenkbar. Aber da weigere ich mich schlichtweg für solche Sinnlosigkeiten und zum Glück wird dies auch seitens meines Arbeitgebers unterstützt.

    • Ja es gibt dann mehr Anlässe als nur eine neue Freak show aufzunehmen (mehrere sogar), aber natürlich hast du recht mit deinem Einwand. Von daher wäre für mich z.B. das von hukl in den Raum getragene Modell Atmosfair eine Option.

      Aber hier wie in so vielen anderen Fällen ist das Problem immer größer und müsste auch in einem größeren Maße gelöst werden: warum werden Flugbetreiber nicht zu so einer Abgabe gezwungen? Warum wird auf Flugpreise keine Umsatzsteuer entrichtet? Warum ist Flugbenzin steuerfrei? Warum werden für Flugzeuge nicht noch mehr umweltfreundliche Technologien entwickelt/gefordert?

      Würde ich einen europäischen Hochgeschwindigkeitszug erwägen, wenn es einen gäbe? Sicherlich. Muss ich mich fragen, ob ich auf die eine oder andere Reise verzichten könnte? Unter Garantie.Aber hat so ein temporärer Euro-Jetset vielleicht auch positive Wirkung für mich oder unsere Community? Auch denkbar. Alles immer nicht so einfach.

      • Zumindest hier von Frankfurt aus wäre für mich eine Zugfahrt nach Barcelona auf jeden Fall eine Option. Ein Umstieg auf der Strecke ist für mich nicht das Problem. Noch besser ist natürlich eine Direktverbindung, wie nach Mailand oder Marseille, die ich schon gefahren bin.
        Möchte ich dann aber von diesen Städten weiter in ein andere größere Stadt des Landes und muss eine Übernachtung einplanen, würde ich das auch nicht mehr machen.
        Bei Berlinern ist mir schon oft aufgefallen, dass absurd oft innerdeutsch oder innereuropäisch geflogen wird. Das liegt glaube ich nicht nur an der Lage Berlins, sondern an den absurden günstigen Flugpreisen in Berlin.

  14. Ich finde es ja gut, wie beherzt darüber spekuliert wird, wie die kleinen Dinger eine entscheidende Rolle in der Zukunft spielen werden; und doch komme ich nicht umhin, hier einen Vergleich mit Inline Skates zu ziehen – welche ja auch für eine kurze Zeitspanne ziemlich beliebt waren. Die E-Scooter werden auch kläglich im Nirwana untergehen. Das Fahrrad ist ein beliebtes Transportmittel und kann nicht durch E-Scooter ersetzt oder ergänzt werden, weil ein Fahrrad solch eine Ergänzung nicht benötigt.

    Wer anders darüber denkt, soll sich an dem Kauf eines E-Scooter erfreuen, ihn für seine Zwecke nutzen und den Rest der Gesellschaft nicht mit reinen Mutmaßungen quälen.

    Die leuchtende Zukunft, die scheinbar quasi schon auf der Türschwelle steht, ist gerade mal an der Eingangsforte unseres Grundstückes angekommen und benötigt noch viele Jahrzehnte um zu uns zu gelangen.

    • “und doch komme ich nicht umhin, hier einen Vergleich mit Inline Skates zu ziehen – welche ja auch für eine kurze Zeitspanne ziemlich beliebt waren” – bitte was?
      Tut mir leid, aber den Vergleich kann ich überhaupt nicht nachvollziehen…
      Inline Skates waren doch nie ernsthaftes Fortbewegungsmittel; man braucht viel Übung, bis man die sicher fährt, die sind extrem empfindlich gegenüber unebenen Böden, das Verletzungsrisiko ist deutlich höher und es ist deutlich anstrengender als mit dem Rad – während die E-Scooter durchaus einige Vorteile gegenüber Fahrrädern haben.

      “Wer anders darüber denkt, soll sich an dem Kauf eines E-Scooter erfreuen, ihn für seine Zwecke nutzen und den Rest der Gesellschaft nicht mit reinen Mutmaßungen quälen.” – also zum einen sind das nicht nur reine Mutmaßungen; dass die Dinger ein disruptiver Faktor sein können steht außer Frage, da man das in anderen Städen schon sieht. Ansonsten ist die Formulierung schon ziemlich arrogant; wenn du durch das hören so furchtbar “gequält” bist, dann spring doch zum nächsten Kapitel oder so…

      • Und die E-Scooter sind ernsthafte Fortbewegungsmittel?
        Wann ist denn ein Fortbewegungsmittel ernst zu nehmen? Macht man es daran fest, wie viele Leute es benutzen? Dann stehen die bei mir auf gleicher Höhe wie die Segways, mit denen kleine Tourigruppen durch unsere Stadt gepeitscht werden.

        Melde dich in fünf Jahren nochmal bei mir; dann schnacken wir mal darüber, wie ernst die Welt diese Scooter noch nimmt. ;)

        In welcher Form ich Podcasts konsumiere, überlasse ich dann doch meiner Entscheidungsgewalt; denn: Würde ich stets nur das hören, was mir gefällt, wäre ich wie jeder andere in einer kleinen Filterblase gefangen und würde mich feucht fröhlich einer mutmaßlichen Distinktion erfreuen.

        • “Und die E-Scooter sind ernsthafte Fortbewegungsmittel?” – zumindest im Vergleich mit Inline-Skates…
          Ich kann mit den Dingern problemlos 5+ Kilometer durch die Stadt fahren; das Problem ist nicht das Gerät sondern die Autos (was man ja bei Fahrrädern auch hat). Und ich kann das Teil auch meinem Vater in die Hand drücken und er bekommt das easy hin, ohne groß trainieren zu müssen.

          Ernsthaft habe ich hier an der Tauglichkeit festgemacht – wie viel Übung/Sportlichkeit S brauche ich um eine Strecke W in einer Zeit T zurückzulegen; je kleiner S und T im Verhältnis zu W sind, desto besser.
          Und S ist noch geringer als beim Rad während T und W in der Stadt dem Rad nichts nachstehen. Das gilt weder für Inline-Skates, noch für Segways etc.

          “Melde dich in fünf Jahren nochmal bei mir; dann schnacken wir mal darüber, wie ernst die Welt diese Scooter noch nimmt. ;)” – Das werden wir sehen; ich kann natürlich nicht die Zukunft voraussagen :D

          “In welcher Form ich Podcasts konsumiere, überlasse ich dann doch meiner Entscheidungsgewalt” – Klar; mir ging es da um deine Formulierung.
          “Wer anders darüber denkt soll […] den Rest der Gesellschaft nicht mit reinen Mutmaßungen quälen.” – Das klingt halt für mich nach “ich hab recht, du laberst Scheiße; hör gefälligst auf, darüber zu reden – das quält die Leute”. Und das fand ich schon ein übertrieben…

          Naja, frohes Fest :)

  15. @Letty Grade gehört, dass du sowas vielleicht brauchen könntest für deine Health Daten. Funktioniert wunderbar auch ohne Watch und tracked wann man sein Phone nicht benutzt und überträgt in Health. AutoSleep Tracker for Watch by Tantsissa

    • Das kann die Watch nicht von Haus aus? muhaha

      Selbst mein 20 € MiBand kann das xD Ich weiß schon, warum sich ne 430 € + Apple Watch für mich nicht lohnt. #1stWorldProblems

      • Man kauft bei Apple ja auch keine Innovationen sondern vielmehr ein Produkt, welches zum Lifestyle passt – oder diesen sogar noch emporhebt.

    • Wieso nutzt Letty nicht einfach die Polar Laufuhr. Ich weiß zwar nicht wie alt die ist, aber alle halbwegs aktuellen Modelle haben ein Sleeptracking und der Akku hält ewig. Daneben zeigt es die Ruheherzfrequenz über Nacht an, mit der man sehr gut auf die Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Krankheiten des Körpers schließen kann. Sportler benutzen das eigentlich immer.

  16. Zum Thema Time Lapse vom Kongressaufbau: das wäre in so fern kein Problem, als daß gute Time Lapses eigentlich immer mit extra langen Verschlußzeiten arbeiten, damit man Gesichter nicht im Detail erkennt. Das war schon so, lange vor “Datenschutz” oder “Recht am eigenen Bild”, einfach, weil es ästhetischer ist.

    Erreicht wird das über Verdunklungsscheiben vor dem Objektv (Neutral Density “ND” Filter). Wie man das über 24h mit unterschiedlichen Beleuchtungssituationen hinbekommt, weiß ich nicht genau, da gibt es sicher Profis die das aus dem Ärmel schütteln.

    • “[…] extra langen Verschlusszeiten[…]” impliziert aber, dass wir es hier mit Verschlusszeiten zu tun haben, die man so nicht oft zu sehen bekommt.
      Das was du berechtigterweise und auch richtig erwähnst, ist, dass man schon mit 2-3 Sekunden Verschlusszeit arbeiten kann.

  17. Zum Thema Spenden hier die Liste der Organisationen, die von mir in der Vergangenheit Geld bekommen haben. Vielleicht stößt ja das eine oder andere auf Resonanz oder dient als Anregung. Ärzte ohne Grenzen, Amadeu Antonio Stiftung, Amnesty International, Atmosfair, Digitalcourage, European Digital Rights, FIfF e. V., FragDenStaat.de, Free Software Foundation Europe, Gesellschaft für Freiheitsrechte, Greenpeace, Kinderhospiz Löwenherz, Netzpolitik.org, Sea Watch, Tafel, Transparency International, UNICEF, UNO-Flüchtlingshilfe, Wikimedia Foundation.

  18. Letty denkt übrigens richtig, das man mit dem Führerschein Klasse B auch Simson Mopeds fahren darf und ja die fahren auch mehr als 45km/h. Dazu gibt es eine Ausnahmeregelung im Einigungsvertrag von 1990, die für Kleinkrafträder und Fahrräder mit Hilfsmotor gilt, die bis 1992 in Verkehr genommen wurden. Du kannst dir sogar von Grund auf ein Neues aufbauen und damit dann mehr als 45 km/h fahren, solange du einen Rahmen mit einer originalen Fahrzeugnummer (und Papiere) hast. Alle anderen Teile kann man sich dann gebraucht oder neu dazu kaufen da sie auch nach wie vor produziert werden.

    TL;DR Letty ist nicht schwarz gefahren ;-)

    • Kann man das wirklich mit B fahren? Oder ist eigentlich A1 gemeint, die man wie diese (M)ofas und (L)andwirtschaftliche Dinger gratis dazu bekommt, wenn man einen Autoführerschein B macht? Oder ist das heutzutage nicht mehr so, und man kann auch B-only machen? Eigentlich finde ich es auch befremdlich, daß ich, der noch nie auf einem Moped saß, es eigentlich dürfte – also so eine Emmy und ab geht es in Berlin. Ich weiß nicht… Man mag keine Prüfung ablegen müssen, aber wenigstens 1h mal eine Fahrschule wäre imo eh angebracht. Das gabs bei mir zumind. nicht…

      Warum ich aber schreibe:
      Irgendwie klang es akustisch so, daß die Rückseiten des Scheins “vorgelesen” wurden, und da gar kein * (statt —-) in der Zeile (A1) war, oder war damit nur die große Klasse A (also Motorrad) gemeint, die man natürlich extra machen muß.

    • Sehr richtig. Die alten DDR Kleinkrafträder dürfen auch mit B gefahren werden, obwohl sie schneller als 45 km/h fahren. A1 ist dafür definitiv nicht erforderlich.

      Aufpassen muss man allerdings bei reimportierten Moppeds aus der Zeit, die sind davon nicht erfasst.

      Anderes Beispiel:
      Ebenso dürfen auch die alten DDR-Luftgewehre legal besessen werden, auch wenn kein F-im-Fünfeck drauf gestanzt ist, wie es normaler Weise notwendig ist.

    • Simson z.b. Schwalbe fallen nach Übergangsrecht (FeV: §76 Nr.8) ausnahmsweise ebenfalls unter die Klasse M, dies jedoch nur, wenn sie bis zum 28. Februar 1992 (!) in den Verkehr gekommen sind. Inhaber der Klasse B sind damit im Ausnahmefall berechtigt, ein solches Kleinkraftrad bis 60 km/h zu führen.

  19. Zu Dennis’ “EC Karte muss man aus dem Geldbeutel holen zum kontaktlos bezahlen, hat bei mir ohne nicht funktioniert”:
    Das liegt daran, dass mehrere NFC Chips da sind.
    Neuer Personalausweis, Bankkarte, BVG Jahreskarte = 3 NFC Chips im Geldbeutel, da kommt das Lesegerät nicht mit.
    Wurde in der Tram mal kontrolliert und musste die BVG Karte rausholen weil der die nicht scannen konnte – Perso und EC waren direkt dahinter.

    • Das ist einerseits gut, anerderseits verstehe ich nicht, warum die Lesegeräte die unterschiedlichen Karten nicht voneinander unterscheiden können? Und wenn eben eine Fahrkartenkontrolle ist, sollte nur BVG Karte von Interesse sein.

      Und ein Händler der an seiner Gewinnmarge interessiert ist, wird sich vermutlich die Girokarte priorisieren lassen und die Kreditkarte nur als Rückfallebene auswählen. Zumal man ja auch den Nutzer am Terminal fragen könnte, welche Karte er auswählen will, wenn mehrere erkannt wurden.

      Aber gut, dafür verstehe ich zu wenig vom NFC-Standard. Für den Datenschutz ist dieses Verhalten ganz gut.

    • Das geht theoretisch; bei vier Karten bei mir auch noch problemlos (Schlüsselkarte hinter Perso + Studentenausweis ± Bibliotheksausweis) – da gibt es entsprechende Antikollisionsverfahren in den Standards.

      Aber selbst wenn alle Karten das unterstützen ist das u.U. recht fragil, weil sich die Karten natürlich trotzdem stören und dadurch sowohl die Daten- als auch die Energieübertragung leiden. Wenn deine Karte jetzt nur eine triviale Nutzer-ID überträgt ist das in der Regel kein Problem – wenn jetzt aber vergleichsweise viele Daten übertragen werden müssen und die Karte dazu noch irgendwelche RSA-Signaturen berechnet und andere Krypto macht, stößt man da recht schnell an Grenzen…

  20. Frag nie einen Menschen, der mehr als drei Programmiersprachen kann, und jedes Jahr eine neue lernen will, was ein Einsteiger lernen soll.

    Wenn du ganz viel Glück hast, gibt es einen Hinweis auf Human Ressource Machine. Im Normalfall gibt es eine total zerfledderte Diskussion mit dem Hinweis auf Spezialsprache x oder y. Nur: dann lernst du eine spezialsprache für eine Spezialanwendung. Dabei wäre es IMHO viel wichtiger, eine Sprache zu lernen, die es einem erlaubt, damit möglichst viele Probleme zu lösen. Home Automation, Roboter, Webanwendungen, Data Crunching (nie mehr Excel), Betriebssystem-Automatsierung, Minecraft-Hacking, … und ja, ich schreibe das auch schon aus: Python. Gibt‘s auch schön interaktiv als Jupyter-Notebook. Für alle Plattformen. Leicht installierbar. Und mit guter Unterstützung über Bücher (auch kostenlos) und Onlinekurse.

    • Jedes Jahr eine neue lernen? Ich bin schon froh, wenn mir die Grundlagen aus dem Studium gelegentlich wieder einfallen.

      Ich weiß nicht woran es lag: Aber die meisten Programmiersprachen mach(t)en einfach keinen Spaß, weil man sich nicht auf das eigentliche mathematisch-logische Problem konzentrieren kann, sondern um tausend andere Dinge. Als Kind war ich am PC zu 90% damit beschäftigt überhaupt Windows und Linux am laufen zu halten. Die Kids heutzutage verstehen doch auch nicht mal ansatzweise ihre Smartphones und Rechner. Dank Apple, können sie nicht mal mehr die Komponenten austauschen, selbst reparieren und verstehen lernen.

      Eigentlich bewegen wir uns immer noch in eine Richtung, wo Programmieren zwar oberflächlich einfacher wird, aber letztlich durch regulatorische Hürden (u.a. AppStore Richtlinien) extrem erschwert wird.

      Wenn ich meinen Kind das Programmieren zeigen möchte, dann am ehsten auf dem Smartphone. Sei es Swift/ObjC oder Java. Aber man hat seine Ergebnisse immer zur Hand und kann die Software überall hin mitnehmen.

      • Das ganze Raspberry-Pi-Ökosystem wurde erschaffen weil immer mehr Computer geschlossene Systeme sind und die Daten auf dem Haupt-PC nicht geschädigt werden sollen. Da kauft man sich so ein kleines Teil und hängt es an einen Monitor, dann hat man Linux und kann darauf herumbasteln und lernen. BTW, Linux ist nicht mehr das was es vor 20 Jahren war. Ich nutze den Raspi3 gar als Desktop (mit externem Swap-Space und Speicher).

        • Der Raspberry Pi hat nur eben leider überhaupt keine I/O Performance. Um externe Sensoren und Aktoren anzusteuern ist das Teil spitze. Nur leider ist der Pi immer noch keine Plattform für NAS, Nextcloud oder die hauseigenen Streaming-Dienste. Da muss man letztlich immer noch auf einen Rechner zurückgreifen. Deren Standard Linux braucht ewig bis es lädt und installiert ist.

          Wenn ich jemanden die “Grundlagen” des Programmierens beibringen wollen würde, dann doch eher mit einem richtigen Computer mit all seinen Möglichkeiten oder eben einem µC wie Arduino (oder noch simpler).

  21. Bei aller Wertschätzung für den viel zu selten teilnehmenden Clemens – einen Model X Fahrer über E-Mobilität reden zu hören, hat schon schon etwas Absurdes. Es gibt wohl kaum ein deutlicheres Zeichen dafür, das Thema komplett mißverstanden zu haben, als daß man sich die selbe tonnenschwere Schwanzverlängerung in “E” ins Carport stellt, die schon als Verbrenner an Rücksichtslosigkeit beim Ressourcenverbrauch nicht zu überbieten war.
    Tesla hatte, mehr als jeder andere, die Möglichkeit, Mobilität neu zu denken und sie haben’s mit dem Model X völlig vergeigt – und die Kundschaft, ebenfalls im Gestern gefangen, dankt es ihnen reichlich. Wie traurig.

    (es sei denn, Clemens’ Landsitz liegt irgendwo im unerschlossenen, alpinen Gebiet, dann entschuldige ich mich für diesen Post. Würde mich aber wundern, von wegen Berlin und so…)

      • Viel cw-Wert, viel Blech, viel Reifen – das alles kostet Ressourcen, Material, Strom. Und Gewicht. Und mehr Gewicht heißt noch mehr Gewicht für die Akkus.
        Ich meine, daß Elektromobilität mit einem Umdenken einhergehen muß um Erfolg zu haben. Und ein Auto das aus hundert Meter Entfernung schreit “ich Chef, Du nix” trägt lediglich die bisherige Denkweise weiter.
        Auf perfide Weise toppt es diese sogar, weil der Model-X Fahrer sich auch dem BMW X6 Lenker überlegen fühlen darf, weil moderner und so.

        Um Mißverständnissen vorzubeugen: ich meine explizit das Model X. Auch das Model-S hat zwar diesbezgl. wenig Neues zu bieten, aber ist wenigens kein explizites Phallussymbol und so kann man es sich mit Smart-Home und Smart-Grid noch irgendwie schönreden.

        • Tesla hat doch Erfolg. Kleine Elektrofahrzeuge werden von andereren Herstellern gebaut. Ein Großteil der Ressourcen könnte mit EE-Strom gewonnen werden, und der geht auch in die Batterie. So ein Tesla macht vermutlich auch weniger Lärm und Feinstaub, also nicht fast das selbe.

    • Das sehe ich ganz anders:

      Tesla hat es, “mehr als jeder andere”, verstanden, Elektroautos zu bauen, die nicht total scheiße sind. Tesla war clever genug, seine Autos in einem Segment zu positionieren, in dem die dafür notwendigen Kosten vom Kunden bezahlt werden. Dass man in diesem Segment etwas mehr Statussymbol (und Komfort!) liefern muss als einen Renault Twizy sollte klar sein.

      • Du hast vollkommen recht! Das ist aber nicht Gegenstand meines Beitrages. Mir geht es darum, daß sie, freakshowgerecht formuliert, “eine Delle ins Universum schlagen” hätten können. Stattdessen machen sie nur more of the same. Mit ein bisserl grün. Oder eigentlich blau..

        • Mein Punkt, den ich besser hätte formulieren sollen, war:
          Tesla hat Elektromobilität populär und alltagstauglich gemacht. Die Delle, die sie damit hinterlassen, ist groß genug – und sie ist positiv. Und sie ist deutlich größer, als hätten sie “angemessene” Kleinstwagen entwickelt.

      • Teslas sind Autos mit der Technologie von Morgen für Leute von Gestern. Autos wurden schon immer über die dicke Hose verkauft. Tesla hat das wieder einmal bestätigt.

        Kleinwagen mit einer Reichweite, bei der die umweltbewusste Käuferschaft sowieso das Rad oder den ÖPNF nimmt verkaufen sich nicht. Glücklicherweise ändert sich das jetzt dank Kona/Niro und demnächst ID.

        Teslas virale Marketingmaschne ist äußerst effizient. Sie haben einen Hype erzeugt, die vielleicht nur mit dem damaligen iPhone vergleichbar ist. Mit dem Referer-Programm lässt sich wesentlich mehr Geld verdienen, als mit Werbung. Das darf man bei den meistens Bullshit erzählenden Tesla-Onkel-Videos nicht vergessen.

  22. Und wieder geht es um Privacy-Issues beim Provider-DNS. Ich verstehe das nicht – kann mich bitte jemand aufklären?:

    Der Provider sieht doch immer welche Seite ich ansurfe(?) Selbst mit HTTPS. Und selbst, wenn ich mir die IP von einem anderen DNS über TLS hole. Ok, er kennt dann nur die IP, aber das reicht ja.

    Soll heißen: beim eigenen Provider hab ich doch immer die Hose herunten (ausgenommen Tor usw.) Wenn ich einen externen DNS konsultiere, dann schenke ich meine Metadaten nur zusätzlich einer weiteren Partei. Oder?

    • Meinst du, daß jede Webseite eine _eigene_ IP hat?
      Das ist mitnichten so… Und welche ich dann meine, sage ich dem Webserver im HTTP-Get-Request, was dann aber schon innerhalb HTTPS ist…

      • Aha, ok, das ist vielleicht der Knackpunkt den ich übersehen habe. Danke!
        Das bringt mich aber zu weiteren Fragen: ich dachte eigentlich, daß Websites die IPs teilen alle physikalisch beim selben Hoster stehen und nur über irgendeinen Prefix/Extention, wasauchimmer adressiert werden. Ist dem nicht so? Falls doch, müßte das dann ja zumindest die Guppe an Websites einigermaßen einschränken, oder?
        Ich weiß schon, daß es auch physikalisch global über CDNs verteile Websites gibt – das behirne ich gerade gar nicht, wie das dann läuft, aber lassen wir das mal außen vor.

        • An welchen Server die Verbindung gehen soll, wird im TLS-Verbindungsaufbau übertragen (Stichwort SNI → Server Name Indication) – dadurch weiß die Software auf dem CDN, an welche Website du willst bzw. wohin sie deine Verbindung weiterleiten soll.
          (Und für HTTP gibt es das auch nochmal, da wird dann der Servername im HTTP-Host-Header übertragen).

          So kannst du beliebig viele Websites/Server auf einer Maschine bzw. hinter einem Endpunkt laufen lassen.

        • >Falls doch, müßte das dann ja zumindest die Guppe an Websites einigermaßen einschränken, oder?

          Ich habe keine konkreten Zahlen, aber ich kann mir vorstellen, daß so auf einem “Strato”-vServer 1000 wenn nicht gar 10.000 Webseiten von Blogs etc geteilt sind…
          Oder bei anderen Hostinganbieter mit 500MB/1GB/whatever pro Webseite (die selten wirklich gebraucht sind), das ist extrem breit gestreut…
          Erst wenn es wirklich öffentliche Seiten sind, die von hunderten Nutzern gebraucht bzw benutzt werden (Foren) reicht die Bandbreite nicht so weit geshared mit 1.000 anderen….
          Deswegen sind IP-Sperren auch wie Schrotschuß, wenn auf irgendeinem Webserver was illegales gefunden wurde…

  23. zum Thema Paketdienste:

    Es ist ja nicht so, als gäbe es hier keine gesetzliche Regelung. Neben dem Mindestlohn sind die Regeln für Scheinselbstständigkeit verschärft worden. Ein Paketbote, der sich als “selbstständig” bezeichnet, dürfte davon i.d.R. erfasst sein, was sowohl für ihn, als auch für seinen “Auftraggeber” in einer Nachzahlung von Mindestlohn und Sozialabgaben enden … sollte. (Freiberufliche ITler sind von diesem Gesetz in die andere Richtung betroffen. Ich wundere mich, dass keiner der Gäste das erwähnt hat.)

  24. Zum Thema Programmieren lernen – kann ich aus zwei Erfahrungen berichten: beruflich mit Azubis als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und meinem Sohn (14). Grundsätzlich stimme ich allen Kommentaren dazu, sowohl in der Sendung als auch hier unten zu.

    Aber speziell zu Minecraft: seit einigen Versionen können neben den Blöcken, die Logiken abbilden auch eine Art Scriptsprache verwendet werden. Diese scheint wie bei meinem Sohn ein sehr guter Einstieg zu sein und öffnet damit sogar die Modding Tür in Java (ob man die nun mag oder nicht ;)) Er konnte sogar direkt ein Spielprojekt innerhalb von Minecraft entwickeln: https://www.planetminecraft.com/project/new-minecraft-map-1-13-1-13-2/ Dies ist eine Minecraft Umsetzung von dem (Mobile-) Game “Pixeldungeon” inkl. random generierte Level, Lootboxen, Fallen und Gegnern.

    Grundsätzlich gilt – wie ich finde – ich muss selber einen “Grund” finden um Programmieren zu lernen – bei mir war es mit 10 der Wunsch nach Verständnis von OS und Spielen (daher dann C, C++ und OpenGL). Daher würde ich für Kinder und Jugendliche auch auf die Spieleentwicklung setzen – da bin ich ganz bei hukl und Denis – denn sie sehen dann direkt was geht. Wenn dann der Reiz geweckt ist sind sie autom. bereit mehr zu lernen (mein Sohn lernt nun auch Python).

    Es gibt meiner Meinung nach “nur” eine Vorraussetzung: ich muss wirklich Spass daran haben und auch durch konkrete Fragestellungen oder Interessensgebiete bereit sein ständig neues zu lernen.

    Die Steam Idee von Denis ist da wirklich super (neben Minecraft) aber auch die “großen” Engines bieten echt geniale Umgebungen: z.B. Unity. Kostenlos ein komplettes Gamestudio inkl. 3D/2D Leveldesign, Scripting via VS Code oder Community in C#…

    Wenn man sucht findet man innerhalb von 30 sek. soooo viel ;)

    Allen einen guten Rutsch!

    • Danke. Als Alternative zu Unity gibt es noch die freie Alternative Godot Engine mit GDScipt, welches mehr Ähnlichkeit zu Python hat. Und für Angfänger auf dem Raspi oder Allgemein Scratch.

  25. Das Hörertreffen auf dem 35C3 war ganz lustig. Pünktlich um 20:00 Uhr füllte sich der Platz um den Congress Späti, sodass es die durchlaufenden, ahnungslosen Personen schwer hatten voran zu kommen. Ich habe Denis, Tim, Holgi und Letty <3 gesehen. War wirklich interessant Euch mal live gesehen zu haben und auf die Stimmen zu adaptieren.

  26. Mal zum Thema Paketdienste (als mehr oder weniger Betroffener):
    Das mit den Hauszustellungen ist immer ein kritisches Thema. Generell arbeiten die Leute halt zu den normalen Zustellzeiten, bestellen dann aber trotzdem nach Hause, obwohl sie wissen, dass sie nicht da sind. Da bin ich der gleichen Meinung wie die Zustellunternehmen – Hauszustellung kostet extra. Das setzt aber natürlich voraus, dass es genügend andere Möglichkeiten gibt, diese Pakete in Shops oder Packstationen abzugeben. Und da wäre es wiederum von Vorteil, wenn es Packstationen geben würde, wo mehrere Dienste ihre Pakete abgeben können. Es gibt Packstationen von DHL, in den USA gibt es solche wohl auch von UPS und FedEx. Von DPD oder Hermes gibt es sowas in DE aber leider nicht, und Zuliefererübergreifend sowieso nicht.
    Hier gibt es aber ja auch z.B. die DHL Paketkästen bzw. Paketkästen die ohne Zustelleraufwand funktionieren (Siehe Internet, Paketkasten). Wenn man also viel Online bestellt, und diese Pakete in einen solchen Metallkasten passen, sollte man zumindest als Hausbesitzer in erwägung ziehen, sich für 150-200€ so einen Kasten anzuschaffen. Bei Hochhäusern etc. müssten die Eigentümer eventuell versuchen auf DHL zuzugehen mit dem Angebot, dass eine Packstation auf dem Grundstück errichtet werden darf, evtl. sogar mit Zuzahlung durch die Eigentümer.

    Was die Gehälter angeht, sind wohl nur DHL und UPS Konkurrenzfähig. Ich versuche soweit es geht nur über diese Dienste liefern zu lassen. Amazon liefert bei mir zu 90% mit DHL, bei anderen Shops wähle ich entweder DHL als Lieferant aus wenn möglich, oder frage vorher nach ob das möglich ist. Wenn nicht, bestelle ich dort nicht. Natürlich bezahle ich aber auch die Umkosten, wenn DHL zB 2€ mehr kostet. Das Geld gebe ich gerne aus, damit die Zusteller vom Gehalt leben können.
    Was die Mitarbeiter angeht – ich arbeite in einem Verteilzentrum (Aber fast nur B2B von einem Expressdienst) und bei uns ist die Mitarbeiterfluktuation enorm, das wird bei DHL, DPD, UPS etc. nicht anders sein. Bei uns liegt es ganz simpel daran, dass die Leute sich die Jobs angenehmer vorstellen als sie sind. Bei DHL und UPS wird man entsprechend bezahlt, aber für unter 9€ macht das nur der, der sonst gar nichts findet und kein H4 will oder bekommen kann. Entsprechend ist natürlich dann auch der Service – die Mitarbeiter haben keinen Bock weil sie kaum Geld bekommen, und haben keine Routine im Job. Die machen das ggf. 2-3 Monate und kündigen dann, weil es ihnen zu viel wird.
    Hier müsste unsere tolle Regierung vielleicht einen ersten Schritt machen und anbieten, dass Mitarbeiter sowas melden können. Dem Amt gegenüber beweisen sie die Sachlage zB anhand von Abrechnungen o.ä. und das Amt kontrolliert das – sollte es stimmen, wird dem verantwortlichen Unternehmen eine Strafe auferlegt. Wichtig wäre hier nur, dass der Zusteller gegenüber dem Unternehmen anonym bleibt.

    Was Denis Einstellung des Tür aufmachens angeht, kann ich nur zustimmen. Ist für die Zusteller natürlich blöd, aber als Anwohner im Erdgeschoss hätte ich auch keine Lust, die Pakete für 20 Leute anzunehmen, um die dann gegen Ausweisvorlage abzugeben (Rechtssicherheit, du bist als “Annehmer” für das Paket zuständig). Die Fahrer haben natürlich auch keine Lust dazu, weil die eine hälfte der Pakete sowieso nicht zugestellt wird, weil niemand da ist, und die andere hälfte durch die Treppen 5x mehr Zeit kostet. Heißt für den Fahrer am Ende dass er Überstunden machen muss – und wenn das jeden Tag so ist, sind das keine Überstunden mehr, das sind aus meiner Sicht dann Routinearbeitszeiten von 60 Stunden pro Woche.
    Das “Entweder-Oder” von Tim wäre natürlich cool, hat aber das gleiche Problem. Die Fahrer haben keine Zeit, beide Adressen anzuklingeln.
    Das ginge natürlich, wenn die Fahrer weniger Pakete am Tag zustellen müssten, aber dafür bräuchte man deutlich mehr Zusteller, und die Kosten würden noch weiter explodieren. GPS im Truck ist für den Empfänger natürlich eine coole Sache, für den Fahrer stell ich mir das aber unangenehm vor. Ich würde ungerne mit GPS im Auto durch die Gegen fahren, sodass jeder Empfänger, mein Arbeitgeber etc. jederzeit wissen, wo ich bin.

  27. Kleine Anmerkung zum Thema geschlechtsabhängiges Ausblenden von Datenfeldern in Apple Health: Es ist durchaus wünschenswert, dass die Geschlechtsauswahl in Apple Health nicht determiniert, welche Felder angeboten werden und welche nicht; zwar ist Menstruationstracking in der Tat für den Großteil der Männer nicht relevant, aber es gibt eben auch Männer, für die die Möglichkeit durchaus ihre Berechtigung hat (gerade auch, weil der Großteil der Menstruationstracker diesen Sachverhalt übersieht). Und Apples sonstiger Umgang mit trans*-Themen deutet schon darauf hin, dass das sogar Absicht sein könnte.

  28. Hi,

    bzgl. E-Scooter und fuer den Fall dass es noch nicht zu spaet ist: trinity-electric-vehicles.de
    Ein Freund faehrt die 45km/h-Variante und ist sehr gluecklich.

  29. Klimaschutz ist mir ernsthaft ein Anliegen. Was ist da zu tun? Natürlich, erstmal Zweitwohnsitz in Barcelona aufschlagen und zwischen dort und Berlin hin und her pendeln.

  30. Moin Tim,
    kann man nicht mal was wegen den Kommentaren hier tun? Ich finde die Auflistung super unübersichtlich. Wenn es so ein bisschen mehr wie im Heise Forum wäre, könnte man sich etwas besser orientieren.

  31. Noch ein kurzer Einwurf zu dem kleinen Android Seitenhieb, den Tim sich wohl nicht verkneifen konnte: Google Pay nutzt – wie Apple Pay auch – individuelle Kartennummern pro Transaktion und lässt auch nicht die Kreditkartendaten des Nutzers “irgendwo im Hauptspeicher” rumliegen. Beide Anbieter speichern gar keine Kreditkartendaten auf dem Gerät selbst. Der Unterschied liegt hauptsächlich in den in Deutschland unterstützten Banken und der Möglichkeit für geringe Beträge (ähnlich wie bei kontaktlosen Kreditkarten) ohne Authentifizierung zu bezahlen.

    • Und den kleinen aber feinen Unterschied, dass Google’s Geschäftsmodell das Datensammeln ist. Apple hingegen sammelt lieber direkt das Geld bei den Banken ein.

      • Das ist korrekt. Die Frage muss man sich bei jedem Zahlungsanbieter stellen. Google da Vorschuss-Vertrauen zu geben ist sicherlich nicht angebracht. Nach eigenen Angaben speichern sie die Daten lediglich zur Zahlungsabwicklung, ob man dieser Aussage vertraut ist jedem selbst überlassen.

  32. Hallo Tim,
    hier mal ein kleiner Einblick in die Situation in Spanien bezüglich des ÖPNV. In Spanien gibt es Fahrräder eigentlich nur als Freizeitgerät kein Mensch fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit oder sonst wohin. Und zwar weil es sich hier bei 40° kein Spaß macht auch nur 5 m zu fahren. Bei 40° wechselst Du die Straßenseite und gehst 20 m damit du 5 m im Schatten gehen kannst.
    Der Spanier fährt immer Auto, dagegen sind Amis Fußgänger!

    Erst seit es die Anbieter der Leihräder mit Elektromotor gibt ist Fahrad fahren überhaupt auch nur Sichtbar und dass auch nur hauptsächlich für Touristen. Spanier benutzen Fahrräder immer noch nur als reines Freizeitvehikel und nicht als Transportvehikel.
    Es gibt in ganz Madrid einen Fahradweg einmal um die ganze Stadt herum. Der ist relativ gut aber auch kein Transportweg.
    Spanien ist kein Fahrradfahrer Land und nicht mal annähernd so weit wie Deutschland wo mindestens selbst im Winter Tausende von Leuten das Fahrrad benutzen.
    Elektromobilität ändert das zwar aber nicht so drastisch wie Du es dargestellt hast!

    Die Innenstädte immer mehr von Verkehr befreit ist auch sehr relativ. Es handelt sich dabei um Altstadt Zonen. Wo die Straßen sehr eng sind und der Verkehr nur sehr schwer durchkommt.
    Das sind jetzt nicht völlig verkehrsbefreite Straßen sondern die sind ganz schön voll Verkehr, ist halt nur der Anwohnerverkehr das aber ja nicht wenig.
    Das überhaupt gar kein Vergleich zu Deutschland war schon seit den siebziger Jahren die Innenstädte nur noch Fußgängerzonen sind.
    Glücklicherweise ändert sich das auch.
    Das gilt aber alles nur für die größeren Städte Madrid, Barcelona, Sevilla etc.
    Also die Darstellung das Spanien hier im Sinn von ökologischem Denken und moderner Verkehrsplanung weit weit hinter allem hinterher!

    Gruß Alex

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