FS251 Bürgermeisterladesäulen

Eine Spezialausgabe der Freak Show mit dem Schwerpunkt Elektromobilität

Wir haben schon oft darüber gesprochen, aber so richtig Ahnung haben wir ja eh nicht. Deswegen haben wir (Roddi, Denis, Tim) uns den Philipp vom cleaneletric Podcast eingeladen um mal ganz ausführlich über den Stand der Dinge in Sachen Elektromobilität in Deutschland und dem Rest der Welt zu sprechen. Dabei versuchen wir zu ergründen, woran es noch hapert und wo vielleicht der Umstieg für viele schon näher liegt, als diese selbst noch glauben.

Dauer: 3:19:11

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Shownotes:

53 Gedanken zu „FS251 Bürgermeisterladesäulen

  1. Der zweite Gang des Porsche Taycan ist permanent in Verwendung. Nur für die Beschleunigung bei Kickdown oder bei Start Automatik (Bremse getreten, Kickdown, Bremse lösen) wird in den ersten Gang geschaltet. Zurück bei ca. 120 km/h.

  2. Warum dutzende Karten zum Autoladen? Weil die Hersteller und Betreiber die E-Mobilität nicht verstanden haben, und an dieser als solchen auch nicht interessiert sind. Die säulen werden bezuschusst. Die wollen nur Geld machen. Ob das für Kunden gut ist, ist denen doch egal.

  3. Was die neuen Plattformen der E-Autos angeht, mit den ganzen Kameras und der Überwachung und dem Tracking. Ich habe eine grundsätzliche Abneigung für das alles. Das einzige womit ich einverstanden wäre, ist die Einschaltung von GPS im Fall eines Unfalls, damit automatisch ein Notruf abgesetzt werden kann. Ich will definitiv nicht, das die Hersteller das Auto als eine Platform benutzen, um mir ihr unnützes Zeug zu verkaufen. Am liebsten wäre mir ein Auto der einfach elektrisch fährt, und mit der Umwelt überhaupt nicht kommunizieren kann. Ich will auch nicht das Polizei oder Versicherungen da Zugang bekommen.

  4. Akkus von E-Rollern ähnlich Vespa …

    wie kann man deren Akkus sinnvoll nutzen, wenn man dass Fahrzeug einmottet? Kann man die herausnehmen und als “Powerbank” in die Wohnung stellen?

  5. Kleiner Hinweis zur Umstellung von Pferden auf Verbrennungsmotoren, das war nicht in 10jahren durch. Als Beispiel, in der Landwirtschaft gab es die ersten praxistauglichen Traktoren Anfang der 1920er und die Motorisierung war erst Anfang der 70er abgeschlossen. Also eher 50 statt 10jahre

  6. Vielen Dank für das ausführliche Update zur E-Mobilität.

    Ihr sprecht die permanente GPS-Überwachung der Fahrzeuge an. Das System heißt “eCall” und ist seit 2018 Pflicht in allen Neufahrzeugen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/ECall

    Bei einem Unfall soll es automatisch einen Notruf absetzen, dabei wird auch die Position an den Rettungsdienst gemeldet. Laut Wikipedia springt das System erst bei einem Unfall an, das Erstellen eines Bewegungsprofiles wäre somit nicht möglich.

    Aus der Vergangenheit habe ich gelernt, dass unsere Sicherheitsbehörden solche Werkzeuge gerne nutzen, wenn sie zur Verfügung stehen. Das wird dann erstmal mit dem Kampf gegen Kindesmissbrauch oder Drogenhandel begründet. Später wollen sie dann die Daten aller Kundinnen haben, die am Samstag den Mediamarkt besuchten, weil dort drei Ladendiebstähle begangen wurden.

    Wenn die Daten erhoben werden, werden sie auch genutzt. Aktuell greift die Polizei gern auf die Corona-Kontaktlisten zu:

    https://www.golem.de/news/bayern-polizei-greift-vermehrt-auf-corona-kontaktlisten-zu-2007-149725.html

    Nach einem Konzert in Frankfurt wurden 83 mal Helene Fischers Daten von einem Polizeicomputer abgefragt:

    https://www.golem.de/news/datenmissbrauch-hessens-polizisten-fragen-nicht-nur-daten-von-promis-ab-1908-142961.html

    Zur Zeit wird öffentlich, dass Polizistinnen auch die Daten politisch Andersdenkender abfragen. Zum Teil werden diese Bürgerinnen anschließende von einem “NSU 2.0” bedroht. Und wenn in Zukunft die “afd” in einem Bundesland mitregiert, wird das bestimmt nicht aufhören.

    Daher werde ich mir nie mehr einen Neuwagen kaufen. Im Moment fahre ich einen 25 Jahre alten Youngtimer. Wenn der irgendwann mal nicht mehr kann, wird es immer ein Auto ohne diese Überwachungstechnik sein.

    Viele Grüße

  7. Diese elende Shownotes-Liste geht mir massivst auf den Keks und auf alles andere auch. Ich bin mal ganz direkt. Auch wenn die Liste im vorherigen Stil komische Klammern hatte, konnte man sie zumindest schnell auf einen Blick überfliegen, statt wie jetzt nervtötend augenkrebsbekommend scrollen zu müssen. Nicht nur dass sie optisch eine Qual ist, diese extern nachladenden Icons, die NIEMAND benötigt, laden oft in HTTP nach – ja, ohne S. Aber nicht nur dort, auch die On-Air-Personen-Quatsch-Dingens-Links enthalten ungeschützte Amazon-Wunschlisten, die es ganz offiziell mit HTTPS gibt, und natürlich ;) Roddis kaputte Winkenschürfel-Seite (Arrrr…).

    Bitte änder das Tim, schnell… fauler Sack. XD

    • die shownotes früher waren so toll wie dieser text ohne punkt und komma und man sollte sich raussuchen was man brauchte lieblos aufgezählt ohne gruppierungen kein stichpunkt passte zum anderen das war doch eine qual damals so finde ich das jetzt viel viel besser dann muß ich halt scrollen aber vielleicht geht es nur mir so

      ;-) Ich finde das jetzt besser – es hat noch Verbesserungspotential, aber es ist schon ok.

  8. Endlich einer der das Thema motorisierte Zweiräder gleich sieht wie ich. Ich bin seit fast 15 Jahren in der Großstadt (hier Wien) praktisch ausschließlich mit dem Scooter (Vespa-like Dingens) unterwegs. Und zwar eigentlich bei jedem Wetter, ausser es liegt Schnee auf der Straße. (Und selbst da bin ich schon zweimal gefahren, was aber kein Spaß war).
    Ein besseres und vielseitigeres Fortbewegungsmittel gibt es nicht. Genug Transportkapazität, Platz für zwei (was wir auch regelmäßig verwenden – Fahrt ins Büro und zurück). (Bis vor Kurzem) keine Parkplatzsorgen, geringe Unterhaltskosten.
    Das Problem sind die Verkehrsplaner: für die existieren wir nicht. Es gibt Autofahrer (sehr böse) und Fußgänger (notwendiges Übel) und Fahrradfahrer (Lieblinge). Roller/Motorradfahrer werden nicht mal ignoriert. Was auch heißt, dass die ganzen Verkehrsbeschränkungen für die Autos auch uns treffen. Dabei sollten wir im z.B beim Parken aber auch in Begegnungszonen mit Fahrrädern gleichgestellt werden.
    Ich versuche immer wieder was auf die Beine zu stellen, um “Awareness” für uns zu schaffen, stoße aber nur auf Unverständnis und habe zu wenig Sichtbarkeit. Aber evtl. kann ja Tim mit seiner großen Bekanntheit da was anstossen.

  9. Hier noch ein zweiter Post zu den Elektromotorrädern: bis auf Zero und Energica gibt es derzeit nichts, was eine sinnvolle Reichweite (>250km ausserorts bei Landstraßengeschwindigkeit) und Schnellladung (<1h) hat.

    Da hat sich gerade wieder ein spanisches Unternehmen mit einer Motorrad gemeldet: 120km Reichweite und 4-6 Stunden Ladezeit. Und das stellen sie als so fortschrittlich und wünschenswert hin. Da ist ja nicht mal ein gemütlicher Sonntagnachmittagsausflug möglich.

    Hier fehlt es wirklich noch hinten und vorne.

  10. Zum Thema “Wenn ich auf dem Land wohnen würde, hätte ich mir schon lange ein Elektroauto geholt! Da gibt’s doch gar keine Ausrede mehr!” (Tim paraphrasiert):

    So einfach ist das nicht!!! Ich habe aufgrund Mehrwertsteuer-Senkung und Kaifprämie ganz ernsthaft nach einem Stromer gesucht. Weißt Du auf wie viele Autos ich im GESAMTEN deutschen Automarkt gekommen bin? VIER! Sage und Schreibe vier Autos kämen aktuell für mich in Frage! Und 2 davon sind auch noch nur Plug- In Hybride!

    Ich glaube nicht, dass meine Ansprüche zu hoch sind. SUV’S schließe ich im voraus schon direkt aus. Aber es muss z.B. für mich und meine Familie groß genug und trotzdem bezahlbar sein. Damit fällt Tesla z.B. schon von vornehinein komplett raus. Und übrig bleiben eben gerade mal 2 Modelle…

    Jetzt musste auch noch der Turbolader von meinem aktuellen Auto erneuert werden und wir fahren in ein paar Wochen in den Urlaub. Da blieb mir nichts anderes übrig als aus vor allem finanziellen Gründen auf den Kauf zu verzichten.

    Der Markt für Elektrofahrzeuge ist nach wie vor eine Katastrophe. Und die deutschen Hersteller setzen weiterhin auf den Verbrenner. Elektro wird offenbar nur als Prestige Projekt oder Feigenblatt gesehen. Ich gehe davon aus, dass die deutschen Hersteller in ein paar Jahren abgehängt sind und sich wundern was passiert ist. Es macht nämlich für mich immer noch nicht den Eindruck, als hätten sie die Zeichen der Zeit auch nur irgendwie erkannt.

    Als ich noch keinen Führerschein hatte (vor mehr als 20 Jahren!) wurde mir schon das 3-Lieter Auto versprochen. Heute fährt meine Frau einen Yaris Hybrid und egal wie sparsam wir auch fahren, wir schaffen es nicht mal unter die 5-Liter Marke…

  11. Abgesehen von der “ich besitze leider kein Haus, an dem ich mal einfach so eine Wallbox anschrauben könnte” Problematik, die btw auch Mieter in ländlicheren Regionen und nicht nur rein die Städter betrifft und ein enorm großes Hindernis ist, halten mich vor allem zwei Hürden von E-Autos ab.

    Einerseits die begrenzte Auswahl an Modellen. Ich habe Familie und brauche daher ein Auto, das für mehr als die Pendelei zur Arbeit taugt (aber auch dafür, ein Minivan ist daher auch nicht gerade ideal). Das ist die klassische Domäne der Kombis, daher habe ich aktuell auch einen solchen, aber im Stromer-Markt ist diese Wagenklasse im Moment noch scheinbar äußerst dünn aufgestellt. Limousinen gibt’s (taugt für mich nicht, zu kleiner Kofferraum), Kleinwagen gibt’s reichlich (taugt nicht, zu wenig Platz auf der Rückbank und zu kleiner Kofferraum), Sportwagen sowieso, und natürlich SUVs. Die wären wohl die einzige echte Alternative für mich, aber eigentlich habe ich keine so rechte Lust, die SUV-Nachteile z.B. der schlechteren Aerodynamik zu bekommen, wo ich auf die Vorteile wie z.B. die hohe Einstiegs- und Sitzhöhe so gar keinen Wert lege.

    Andererseits, und das ist das Hauptproblem: ich bin kein Neuwagenkäufer. Ist mir schlicht zu teuer, egal ob Elektro oder Verbrenner. Ich hab keine Lust, beim Runterfahren vom Händlerparkplatz schlagartig 10-15% Wertverlust und innerhalb der ersten zwei Jahre ca. 40% zu schlucken, das ist mir der Gegenwert “yeah, ich fahre ein neues Auto” schlicht nicht wert. Ich kaufe lieber einen 2-3 Jahre alten Gebrauchten und fahre den dann bis er auseinanderfällt (bzw. nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll zu warten ist) – letzteres erspart mir die zweite nervige Sorge, mit der sich Neuwagenfahrer gern rumschlagen, nämlich “oh Gott, was bedeutet der Kratzer (oder wasauchimmer) nun für den Wiederverkaufswert?”. Dadurch komme ich auf deutlich unter 0,30€ reale Kosten pro km über die gesamte Lebenszeit des Autos – und da ist jeder Cent drin, ich bin wie Tim es schön ausdrückte auch so ein “Buchhaltungs-Nerd” und tracke jeden Tankvorgang, jede Werkstattrechnung, jede Anschaffung und jede anderweitige Ausgabe in Bezug auf das Auto und kann daher ziemlich exakte und realistische Aussagen über meine aktuelle TCO treffen. Die ist wie gesagt bei meinem aktuellen Vehikel schon unter 0,30€/km und fällt weiter, da der große Brocken der Anschaffung (und in meinem Fall noch die Reparatur eines recht teuren selbstverschuldeten Blechschadens) sich ja auf immer mehr Zeit und km verteilt.

    Ihr habt es ja in der Sendung angesprochen, und ich kann das aus meiner Sicht nur bestätigen: der Gebrauchtmarkt für E-Autos entwickelt sich zwar langsam, hinkt aber dem Markt für Verbrenner immer noch deutlich hinterher. Ein wirklich großes Problem ist, dass der Fortschritt gerade bei z.B. den Akkutechnologien den Kauf gebrauchter E-Autos deutlich unattraktiver als bei Verbrennern macht, während die aufgerufenen Preise diese Tatsache leider nicht hinreichend berücksichtigen. Eine Strategie wie meine, also noch einigermaßen junge und gut erhaltene Gebrauchte zu kaufen und dann deren gesamte Restlebenszeit runterzunudeln, geht damit aktuell noch nicht wirklich, während sie bei Verbrennern aufgrund des großen Angebots guter und günstiger Leasing-Rückläufer sehr gut funktioniert. Ich hoffe, dass mit zunehmender E-Durchdringung bei den Neuwagenkäufen irgendwann auch dieses Problem wegfällt.

    Abschließend noch eine Sache: E-Autos bieten tollen Fahrkomfort, keine Frage, aber einen guten Teil davon kann man auch mit einem Verbrenner haben, wenn man sich ne Automatik gönnt. Das wird gerade in unserem “Land der Schaltwagen” gern vergessen, wenn die Fahreigenschaften von E-Autos und Verbrennern verglichen werden. Einzig die Beschleunigung eines E-Mobils bekommt man so natürlich nicht ;-)

    • Du sprichst mir aus der Seele. Als Mieter habe ich keine Möglichkeit in absehbarer Zeit zuhause laden zu können, nicht mal über Schuko. Und mich macht es auch kirre, warum es keine gescheiten e-Kombi gibt. Zumindest von den deutschen Marken muss da was kommen.

  12. BMW bringt jetzt nach und nach reine E-Autos raus.

    Ich denke, die waren mit dem i3 einfach Opfer ihrer eigenen Kundschaft, die das Auto einfach nicht gekauft haben.

    2020 kommt erstmal ein Model X Konkurrent und 2021 ein iX5. Letzterer ist was für mich weil ich Pferdehänger ziehen muss.

    Ich glaube auch mal was von Mittelklasse gehört zu haben, also 3er/4er.

    • Der BMW i3 war ein Opfer des Preises. BMW hat einige innovative Dinge versucht in der i-Serie (Carbon, Recycling-Materialien), beim i3 noch die überflüssige Türkonstruktion – das hat den Preis getrieben. Der nackte Einstiegspreis liegt halt bei 38000 EUR, mit nur minmal extra locker über 40000 EUR. Und lange war aufgrund der Akku-Grösse eben ein Fahrzeug rein für Ballungsgebiete.

  13. Zum Thema “Wenn ich auf dem Land wohnen würde, hätte ich mir schon lange ein Elektroauto geholt! Da gibt’s doch gar keine Ausrede mehr!” (Tim paraphrasiert):

    Tim is ja oft sehr unreflektiert, und manchmal kann es ja sympatisch sein.

    Aber bitte überdenke diese Aussage.
    Der Use-Case für E-Autos auf dem Land ist sehr schnell weg vom Tisch.
    Denk diese doch mal realistisch durch, oder frag wen der auf dem Land lebt und kein E-Auto hat.
    Idr ist die Reichweite das Problem.
    Zur Arbeit-Kindergarten-Schule Einkaufen-nach Hause-Kinder zu Hobby Aktivitäten fahren-etc.
    Bei alles die ich kenne, wird die Reichweite mehr als knapp.
    Oder die Modelle die in Frage kommen werden teuer und die Auswahl is immer noch mangelhaft.

    Eigentlich funktioniert dein Gedankengang nur im Rand Berlin, evt Speckgürtel von Berlin mit eigenen Haus.
    Wenn man in Straußberg wohnt und am Hbf arbeitet, wird es mit der Reichweite schon kompliziert.(Die Möglichkeit von ÖPNV hier mal ausgenommen)

    Richtig aufn Dorf werden die Use-Cases noch schwieriger.

    Grüße
    David

    • Also dieses Argument fällt in Zeiten, in denen E-Autos >200km bieten können, nicht mehr so recht ins Gewicht, zumindest nicht für die angesprochenen Alltagsfahrten.

      Wenn du die alle mit dem Auto machen willst, brauchst du eh zwei. Oder wie soll man sonst mit demselben Auto zur Arbeit pendeln, während irgendwer anderes aus dem Haushalt damit Kinder von der Schule abholt und zu Vereinen und Freunden kutschiert? Das resultiert zwingend in zwei Autos für den Haushalt, und damit hast du zweimal die >200km Reichweite zu verballern, was dann für den üblichen Alltag absolut genügen dürfte. Wir sprechen hier immerhin noch über ländliche Gegenden in Deutschland, nicht den USA oder Australien.

      Gerade wenn man eh zwei Autos hat bietet es sich an, erst mal eines davon zu elektrifizieren, denn dann fällt das Problem, dass man gelegentlich – Urlaub, Ausflüge in weiter entfernte Freizeitparks o.ä. – dann doch mal viel Reichweite braucht, nämlich komplett weg, denn zu diesen Gelegenheiten fährt man normalerweise eh mit nur einem der Autos.

      Es gibt durchaus einige Knackpunkte gerade für Familien, die auch für Leute in ländlichen Dörfern gelten – die Modellauswahl sehe ich wie in einem separaten Kommentar geschrieben auch noch als suboptimal an, ebenso der Anschaffungspreis, der effektive Zwang zum Neuwagenkauf und die Ladeproblematik, sollte man nicht Hauseigentümer sein (ja, auch in ländlicheren Gegenden gibt’s Wohnungen und Wohnungsmieter, da besitzt nicht jeder n Haus mit großem Grundstück). Aber die Reichweite ist eigentlich keines mehr, zumindest nicht im gewöhnlichen Alltag.

  14. Moin.
    Niemand sagt, dass auf den Parkplätzen in der Stadt nur Autos parken dürfen. Parkplätze sind für Fahrzeuge, Fahrräder, auch Lastenfahrräder, sind laut StVO Fahrzeuge und gehören auf Parkplätzen geparkt – nicht auf Gehwegen.
    Man kann Fahrräder leider dann selten irgendwo anschließen. Das macht das Ganze natürlich für Radfahrende unattraktiv. Wie Autofahrer reagieren würden, wenn auf einem Parkplatz 3 Lastenräder stehen, würde mich aber sehr interessieren.

  15. Noch zu den deutschen Autoherstellern: Ich bin knapp über 40. Seit ich denken kann steht in Presse und Volksempfinden die deutsche Automobilindustrie kurz vor dem Untergang. Mal hat man angeblich Technologiesprünge verpasst, mal war man zu teuer, mal hatten die Japaner bessere Qualität, mal hat man den SUV-Trend verschlafen.

    Bislang hat sich die deutsche Automobilindustrie doch als sehr resilient erwiesen.

  16. Super Sendung, super Thema.

    Ich bin aktuell auch voll da eingetaucht, weil ich mir auch nicht mehr vorstellen kann einen Verbrenner zu fahren und Early Adopter für den ID.3 spielen werde.

    Allerdings bleibt ihr imho dann doch die Antwort schuldig, was denn nun der aktuelle “State of the E” ist. Tims Optimismus – immer wieder gerne gehört – erinnert mich da teilweise schon etwas an “eigentlich ist der Tresor jetzt auf”. Der Realitätsabgleich von Philipp tat da sehr gut :)

    Und auch ich möchte das mit dem “Land” kritisieren. Irgendwie scheint das Vorurteil zu herrschen, dass Menschen auf dem Land alle in eigenen Häusern mit mehreren Stellplätzen und Garagen wohnen, während in der Stadt alle in Wohnungen leben und ihre Autos auf die Straße stellen. Sorry, aber das stimmt einfach nicht.

    Bei mir wird es so schnell keine Lademöglichkeit zu Hause geben (Eigentümergemeinschaft, 40 Parteien), aber beim Arbeitgeber sieht es gut aus.

  17. Der Corsa-e von Opel kann zwar nicht ab Werk mit einer Anhängerkupplung konfiguriert werden, aber man kann daran eine Anhängerkupplung anbauen, und bis zu 650km ziehen.

    • kg wohl eher. Wobei der e-Corsa doch eine sehr begrenzte Reichweite hat, oder nicht? Da brauch ich dann auch keinen Hänger ausser für den groben Einkauf vom Baumarkt.

  18. Danke für die informative Sendung!

    Ein Aspekt bei der E-Motorisierung kommt jedoch viel zu kurz. Blinde Teilnehmer im Strassenverkehr sind auf Geräusche von Fahrzeugen notwendigerweise stark angewiesen. Der Traum von einer geräuschfreien Innenstadt wäre also für mich eine Gefährdung.
    Ein weiterer Aspekt ist der Individualverkehr an sich. Ob ein Fahrzeug nun mit Treibstoff oder Strom fährt, es verbraucht Fläche. Für mich ist dies der entscheidente Punkt, welche Innenstädte wollen wir in der Zukunft? Nach meiner Meinung nach sind E-Autos nicht Teil der Lösung, sie sind wie Verbrenner Teil des Problemes.

  19. Der Verbrenner wird uns (global) noch sehr lange begleiten. Daher könnte es sich doch auch lohnen, synthetische Kraftstoffe (e-Fuels) näher zu betrachten. Wenn diese klimaneutral oder zumindest klimaschonend hergestellt werden, kann ein Verbrenner durchaus noch einige Zeit seinen Dienst tun. Ich sehe e-Fuels als Brückentechnologie zur Decarbonisierung. Daher muss m.E. nicht alles sofort jetzt auf E-Mobilität umschwenken. Ein E-Auto wird man nach 15 Jahren Dienst auch nicht einfach nach Afrika verschiffen, wo es dann nochmal 25 Jahre fährt, wie ein beliebiger Diesel…

    Ich habe leider nicht verstanden, weshalb Tesla jetzt besser ist als der ganze Rest
    1. Software Obsoleszenz: Nach 4 Jahren keine Updates mehr zu liefern ist inakzeptabel, vor allem weil man ja bei Tesla – im Gegensatz zu anderen Herstellern – die Software bzw. den Computer kauft. Da steckt der USP drin und nicht in der „Ingenieurskunst“.
    2. Hinken die deutschen Hersteller wirklich so weit hinterher? Hier ein Interessantes Interview mit Sebastian Thrun, Stanford Prof und Gründer von Google X (selbstfahrendes Auto). So schlimm scheint es um unsere Autonation gar nicht bestellt zu sein. Vgl: [https://podcasts.apple.com/de/podcast/05-with-sebastian-thrun-google-x/id1512227295?i=1000483677481]

    Mobilität in Städten: Die Autohersteller werden dieses Problem nicht lösen. Weder VW noch Tesla! Egal ob Benziner, Diesel oder Elektro. Die Autos sind groß und brauchen Platz. Ein Tesla Model X ist in der Stadt genauso dämlich wie eine BMW X5. Interessant: Es gibt mittlerweile einige Motorradhersteller, die ins eBike Segment vordringen. Vielleicht kommen von denen neue und innovative 2-Rad Konzepte für die Stadt?

    Mobilität auf dem Land: Tim, ich stimme dir zu 100% zu. Ich wohne auf dem Land, habe einen festen Parkplatz und könnte sogar eine Wallbox montieren. Eigentlich brauche ich sogar ein neues Auto und ich hätte wahnsinnig gerne ein E-Auto! Es gibt aber schlicht kein Modell für meinen Anwendungsfall, das auch noch bezahlbar ist. Es fehlt die ehrliche, bezahlbare e-Variante des Familienkombi (Richtung Skoda Oktavia, Preisklasse 20-30k).

  20. Klasse Show! Ich kenne Philipp schon aus Cleanelectric und war sehr erfreut ihn bei Euch zu hören. Ich freue mich allerdings auch immer wenn Denis am Start ist ;)

    Eine Sache die ich sehr wichtig fand mal anzusprechen: die sichere, überdachte Abstellfläche für Lastenräder. Ich wohne in der Stadt, fahre selber ein Lastenrad und kenne das Problem mit dem Parkplatz. Ich denke diesen Punkt sollte man tatsächlich mal angehen. Schleswig Holstein fördert, seit Juni 2020, den Kauf von Lastenrädern, das Problem mit dem Parken sollte da auch bedacht werden. Gerade Lastenräder mit E-Motor haben schon ordentlich Gewicht – diese kann man unter Umständen gar nicht durch das Treppenhaus bewegen. Beispiel: ein Bullitt wiegt mit Motor 32kg und ist 2,45m lang! Da ein Standartparkplatz (fürs Auto) aber nur 2m breit ist (Wikipedia), wäre hier nur schräg parken möglich. Von daher, alle 50m ein bis drei (Auto-)Parkplätze in Parkplätze für Lastenräder umzugestalten – das wäre schon ein Traum.

    Ich bin auch ganz bei Tim: Autos stinken, sind laut, gefährlich und nehmen nur Platz weg. Und wer ein Auto wirklich(!) braucht… – ein Sion ist mir doch sympatisch – wobei die Reichweite etwas höher sein könnte.

    Ansonsten: Critical Mass – Put the fun between your legs!

  21. Schade dass das Thema Firmenflotten / Dienstwagenregelung nur am Rande gestreift wurde. Ich denke das ist ein essentieller Hebel um umzusteuern.

  22. Ich verstehe Tims zitierte “Hummeln im Arsch” bezgl. E-Auto. Elektro ist halt geil, dáccord!
    Was ich nicht verstehe ist die, in fast allen Metaebene Produktionen präsente Attitüde, daß der Verbrennungsmotor per se doof und überholt ist, daß deren Käufer mehr oder weniger Ewiggestrige sind und, daß die Politik den Schlag nicht gehört hat.
    Es gibt einen super Podcast, Forschergeist 066, der sehr gut darlegt, daß und wieso Verbrenner nicht nur noch-, sondern generell kein Auslaufmodell ist. Den sollte sich Tim mal anhö… oh, wait!

    Soll heißen: man kann sich schon eine elektromobile Zukunft wünschen, aber, so lange sich nicht einmal renommierte Experten einig sind, ob das überhaupt sinnvoll ist, finde ich die besagte Attitüde etwas frech und undifferenziert.

    • Ja es gibt interessante (allerdings nicht umgesetzte) Ideen wie man das Drama minimieren könnte, aber auch mit den ökologischsten Brennstoffen ändert sich wenig bis gar nichts in Hinblick auf Lärm und Abgase.

  23. Diese negative Einstellung Motorradfahrern gegenüber, die Tim an den Tag legt, geht mir doch ziemlich gegen den Strich.
    Das es schwarze Schafe gibt steht außer Diskussion.
    Aber dass er bei jedem Geräusch nur von Lärm spricht, ist für mich ein Zeichen davon dass man sich mit blinde nicht über Farbe unterhalten soll.
    Wie Dennis schon sagt, Motorrad fahren hat auch viel mit Emotionen zu tun. Aber die kann wohl nicht verstehen, wenn man nur Roller fahren darf.
    Mit deiner negativen Grundeinstellung zum Thema Motorrad fahren, wird Tim Nix positives bei dieser Diskussion erreichen.
    Wenn ich keine Schlager hören mag spreche ich ja auch nicht nur von Lärm und will die Musik am liebsten verbieten.

    Viele Grüße!

    • Für alle Nicht-Motorradfahrer bleibt es wohl trotzdem Lärm.
      Wenn ein Motorradfahrer Spaß hat und gleichzeitig 200 Menschen genervt sind… – das kann es ja auch nicht sein.

    • Da gibt es nichts zu verstehen: Es ist Lärm. Es kann mir niemand erzählen, dass die Dinger nicht leiser sein könnten, wenn man denn nur wolle. Nein, der Sound gehört zur Marke, zum Produkt, der Sound ist Design. Die Lautstärke ist Teil des Produktes.

      Die Ausrede von Denis, dass man den Sound als akustisches Feedback an den Fahrer verstehen soll, kann ich auch nicht nachvollziehen: Wenn ich mit meinem PKW an der Ampel stehe und neben mir fährt ein Motorrad oder auch einer von diesen dicken Sportwagen an, dann höre ich zwar das “Feedback” von dessen Motor an dessen Fahrer, aber ich kann meinen eigenen (leider noch Verbrennungs-) Motor nicht mehr hören. Ich höre dieses “Feedback” auch noch, wenn das Motorrad oder der Sportwagen einen halben Kilometer weit weg ist und aufdreht.

      Das ist viel zu laut. Das muss nicht so laut sein. Somit ist es Lärm.

  24. Zum Thema Anhängerkupplung am Elektroauto:
    Du meintest ja, dass die Elektromotoren so eine große Leistung haben und die eigentlich ausreichen müsste. Das stimmt aber vor allem für den Kurzzeitbetrieb. Bei Elektromotoren wird das Drehmoment für den Dauer- und den Kurzzeitbetrieb getrennt betrachtet (teilweise wird sogar zwischen Sekunden-, Minuten-, Stunden-, und Dauerdrehmoment unterschieden). Dabei ist das Kurzzeitdrehmoment deutlich höher (bspw. 175% des Dauerdrehmoments, kommt sehr auf den Motor und die verbaute Leistungselektronik an). Natürlich gibt man dann als Autobauer vor allem prominent das größere Kurzzeitdrehmoment an, was ja auch wichtig beim Anfahren, Überholen, etc ist.

    Bei Elektromotoren ist es nicht so wie bei Verbrennern, dass der Motor selbst limitierend für die Maximalleistung ist, stattdessend ist hier zumeist die verbaute Leistungselektronik limitierend. Das Dauerdrehmoment ist jedoch von der Kühlleistung des Motors abhängig. Je nach Bauart des Motors sind verschiedene Kühlkonzepte möglich, aber aufwendige Kühlkonzepte sind teuer, somit möchte man den Motor nur so weit kühlen wie notwendig, die kurzfristigen Lastspitzen werden durch die Metallmasse des Motors weggekühlt.

    Wenn jetzt ein Anhänger drangehängt wird, so ist (insbesondere bei Steigung) ein deutlich größeres Dauerdrehmoment gefordert und der Motor droht zu überhitzen.

    P.S.: Das macht es natürlich auch in einem gewissen Rahmen sehr einfach die eine höhere Maximalleistung als Upgrade anzubieten. Es kann für beide Leistungsklassen der gleiche Motor verwendet werden (d.h. das Dauerdrehmoment und somit auch die Dauerleistung sind gleich groß), mit besserer Leistungselektronik (die zwar nicht günstig, aber immer noch günstiger als ein größerer Motor mit mehr Kupfer und aufwendigerer Fertigung) wir dann die Maximalleistung erhöht. Diese steht aber immer nur kurzfristig zur Verfügung.

  25. Zum Thema Motorradlärm: Das mit den Lautstärkegrenzwerten ist leider wie beim Schadstoffausstoß: Es gibt einen definierten Prüfzyklus, und darauf sind die Anlagen optimiert.
    Motorradhersteller, die es gerne lauter hätten, tricksen dann ähnlich wie beim Dieselgate: Etwa gibt es Klappen, die sich bei hohen Drehzahlen öffnen und laut Umweltbundesamt dann 4x so hohe Geräuschemissionen erzeugen. https://taz.de/Verbotene-Lautstaerke-von-Motorraedern/!5602800

  26. Hallo Tim,

    der Sound am Porsche Taycan ist ja vorgeschrieben. Es sind je nach Region (z.B. USA, EU, Japan) verschiedene Tonfrequenzen und Lautstärken vorgeschrieben. Porsche ist sehr stolz darauf in allen Regionen die den selben Sound genehmigt bekommen zu haben um den Wiedererkennungswert beizubehalten. (https://www.youtube.com/watch?v=VDR-e0h8Gj4 ab min 3 wir über Sound gesprochen)

    Es wurde sich auch bewusst gegen eine Imitation des Verbrennungssound entschieden. Es ist etwas Unfair Porsche für die Fortschritt einen Ton zu verbauen als nicht fortschrittlich genug darzustellen.

  27. Was mich bei den Elektroautofans immer so stört ist ihre Ansicht, das ihre Meinung die einzig gültige sein kann.
    Immer wieder höre ich: einmal E-Auto gefahren und man will sicher nicht mehr zurück.
    Ich bin schon öfter diverse e-Autos (Leaf 1 + 2, Zoe, i3) gefahren und war jetzt weder positiv noch negativ überrascht. Es ist ein Auto. Manche gehen besser, manche schlechter. Die Fahrwerke sind meist eher sehr weich eingestellt, Beschleunigung kann gut sein, aber ich bin ja nicht am Dragstrip. Für mich ist die Wendigkeit und Straßenlage deutlich wichtiger und man merkt einem e-Auto in den Kurven einfach sein Gewicht an. Da ist für mich nix mit toll.
    Und der fehlende Lärm: die meisten modernen Autos, so sie nicht gerade zu den unter 10.000€ Kleinstwagen zählen hört man im Innenraum praktisch nicht. Zumindest bei geschlossenen Fenstern. Okay, ich fahre keinen Traktor sondern einen Benziner aber hier ist der Motorenlärm für mich nicht relevant.

    Insofern kann ich die Begeisterung für das Fahren mit e-Autos so absolut nicht nachvollziehen. Einzig der theoretisch verringerte Wartungsbedarf ist ein Pluspunkt. Aber da wird den Herstellern auch noch was dazu einfallen. So wie bei Niu (Rollermarke), die zumindest in AT ein lächerlich kleines Serviceintervall vorschreiben. (Alle 750km IIRC)

    • Ich denke, daß auch die Sache mit dem Wartungsbedarf weitgehend ein Hoax ist. Radaufhängung, Bremsen, Klimaanlage, Motorelektronik, Kühlung der Aggregate, Batterieheizung… Ich habe mir, getriggert durch diese Episode ein paar Folgen Cleanelectric angehört und was ich da so höre, finde ich nachgerade ernüchternd. Nicht, daß ich nicht jedem seine Kinderkrankheiten gönne, aber diese “beim e-Auto kann nix kaputtgehen” Romantik erscheint mir doch sehr realitätsfern.

  28. Zum Thema Lieferkette und Innenstadt: Im Gegenteil, Tim, Supermärkte wären perfekt geeignet!

    Reichweite Die meisten von denen liegen unter 250 Kilometer pro Tag, das sind heute schon zumindest Prospektwerte.

    Ladeinfrastruktur: Diese LKW sind zum Feierabend wieder im heimischen Zentrallager, da macht man sich dann die Infrastruktur zur Not hin; das tun sie seit Jahren mit Betriebstankstellen.

    Man darf nie vergessen: LKW innerorts sind eigentlich in allererster Linie Nahverkehrsfahrzeuge mit geringer Tageslaufleistung.

    Ein anderer Punkt: Laut VDA werden jährlich etwa 40.000 »Lkw über 6 t zul. Ges.-Gew.« zugelassen; da passen die Supermarktlaster gut rein.
    Wenn jetzt ein REWEKA-Fleetbuyer zum LKW-Hersteller geht und sagt: »Ich brauch in fünf Jahren 4.000 elektrisch funktionierende 26-Tonner mit Kühlung und 300 km Reichweite.”, dann wäre das schon eine Ansage.

    • Danke für den Link, habe doch tatsächlich ein neues Wort gelernt: Aufsasse – bei Zweirädrigen Fahrzeugen das Äquivalent zum Insassen beim vierrädrigen Gefährt :-).

  29. Super Sendung, fand die Diskussion zu Elektrorollern sehr spannend. Bin selber begeisterter NIU Fahrer (erst ein 45er jetzt ein GTS mit 75km/h). Wuerde mich freuen da mehr zu hören. Gerade auch zur Hackbarkeit ;)

    Ich hätte auch gern noch ein Motorrad, die Zero11Kw ist schon geil, aber leider noch zu teuer, ich hoffe da tut sich in den kommenden Jahren einiges.

    Das wichtigste ist “Schnellader”. Die Argumente zu den Problemen bei den Ausfahrten mit 80 Leuten usw. treffen allerdings einen bestimmten Fall der Motorradnutzung, nicht jeder macht ja Ausfahrten in großen Gruppen, für mich ist jetzt schon der NIU Perfekt für alles im Umkreis von 35 km um Berlin, wenn es Schnelladung gäbe, dann koennte ich auch mal an die Ostsee oder so, oder mal eine Streckenfahrt machen.

    Hier übrigens ein lustiger Link zu eimem Langstreckenfahrer
    https://www.shine.cn/feature/travel/2007031406/?fbclid=IwAR2w78WYT99h5LAhLSVV9h3E3vV-KxD4dsCe1edoE7BAm304vubso0QoFZc

  30. Grundsätzlich kurzweilig rund um das Thema eAuto. Soweit so gut.
    Was mich allerdings sehr stört: Es wird immer und immer wieder aus der eigenen Filterblase raus argumentiert. Große Autos braucht kein Mensch, Benziner quasi grundsätzlich schlecht, Autos kein Statussymbol. Das ist “leider” vollkommen an der Realität vorbei. bzw. Gott sei Dank an der Realität vorbei. Es wurde kurz auf Stadt vs. Land eingegangen. Allerdings auf einem vollkommen unzureichenden Level. Da sollte man seine Berlinblase mal schon mal verlassen.
    Interessant wurde es am Ende zum Thema Flugzeuge. Ich fliege selbst seit 18 Jahren und besitze eine Cessna. Nein, man muss keine 10 Stunden pro Jahr fliegen! Größter Mythos bei Unwissenden. Aber es ist in der Tat spannend was da passiert, denn bei einer Cessna ist der Treibstoffanteil pro Stunde ca. 60 bis 120 Euro (je nach Modell und Art der Motorisierung), da gibt es schon einen Hebel. Allerdings ist die Luftfahrt mit ihrem Zulassungsnightmare auch eine sehr spezielle Branche. Da sind schon sehr viele Konzepte wieder in der Schublade verschwunden…

  31. Was ist denn an einem Elektroauto noch nachhaltig, wenn sich alle darauf einigen können das ein gebrauchtes Elektroauto zu kaufen kein Sinn ergibt?
    Mir gefallen Elektroautos auch und klar, wünsche ich mir weniger bis gar keine Abgase in der Innenstadt. Aber wenn ich mir, statt meinen 20 Jahre alten Ford, jetzt alle vier Jahre ein neues Elektroauto kaufe – weil Akkukapazität verdoppelt, Softwareobsoleszenz usw usf – ist das absurd.

    Grüße
    Dominik

    • Wenn, ja wenn. Akkuverdoppelung alle vier Jahre sehe ich gerade noch nicht, allerdings befinden wir uns derzeit schon in einer recht dynamischen Phase wo wohl tatsächlich mit großen Schritten vorangegangen wird. Derzeit ist es eben die Phase der Early Adopter, die auch bereit sind höhere Preise zu zahlen.

      Andererseits denke ich ist der Wertverlust einerseits generell niedriger (signifikant weniger Verschleissteile und entsprechend weniger anstehende Reparaturen), andererseits sind alte Akkus selbst dann noch was wert sollten sie mal auf 80% runtergefahren sein (was sich zunehmend später einstellen wird), da sie ja dann auch noch für andere Anwendungen (Energy Storage für Solaranlagen etc.) verwendet werden können.

  32. Vielleicht hier noch eine etwas andere Perspektive auf gebrauchte Teslas:
    Ich habe meinen (EZ 12/2014) seit September 2017. Model S P85, sozusagen mit der damaligen Vollausstattung (Kindersitze im Kofferraum, Winterpaket, Soundpaket, uvm).
    Den größten Teil des Wertverlustes hatte das Fahrzeug in den ersten zwei Jahren hinter sich. Fahrverhalten, Look & Feel sind noch immer unglaublich gut. Das Argument, man wolle auch die gebrauchten Teslas eigentlich nicht, kann ich kaum nachvollziehen.
    Jetzt kommt das ABER:
    Es gibt gleich mehrere Design-/Konstruktionsfehler beim dem Fahrzeug, die man Tesla so eigentlich nicht zutraut:

    1) Flash-Speicher in der MCU (der große Touchscreen)
    Hier wurde zum Zeitpunkt der Entwicklung (ca. 2010) ein Flash-Chip verbaut, der einerseits relativ klein ist und andererseits ein consumer-grade Produkt ist. Diese Teile haben eine endliche Zahl an Schreibvorgängen, gehen also auf jeden Fall(!) kaputt. Da hier Linux läuft und viel geloggt wurde/wird, ist ein Defekt also vorprogrammiert. Tesla repariert das nicht sondern tauscht die komplette Einheit. Wenn man nicht mehr in der Garantie ist kommen da ca. 2,5-3k€ auf einen zu. Und dann hat man wieder so eine MCU in der ebenfalls(!!!) der falsche Speichertyp verbaut ist. Meine aktuelle MCU hat 35 Monate gehalten.
    Abhilfe gibt es hier bei einem Anbieter, der den Chip herauslötet, die Daten auf einen neuen, besseren & größeren Chip überträgt und wieder verlötet. Klappte bei mir problemlos und kostet nur ein Drittel. Siehe auch:
    https://www.heise.de/ratgeber/Abhilfe-wegen-Teslas-Flash-Fehlkonstruktion-Reparatur-Anbieter-fuer-die-MCU-4671248.html
    Diese Lösung ist dauerhaft. Natürlich wird die MCU aus anderen Gründen irgendwann kaputt gehen…

    2) Querlenker
    An der Vorderachse gehen sie recht genau nach 130TKM kaputt (+/- 20TKM, je nach Straßenverhältnissen, etc), an der Hinterachse ca. 50TKM später. Auch hier verbaut Tesla die exakt baugleichen Ersatzteile, was eine erneute Reparatur nach sich zieht. Kostenpunkt für die Vorderachse: 2k€
    Tipp: Auch hier nach Anbietern suchen, die eine dauerhafte Lösung verbauen. In den einschlägigen Foren wird man leicht fündig.

    3) Ladespeed am Supercharger
    Ich fuhr (bis Covid-19) ca. 40TKM/Jahr. Mein Fahrzeug hat das lebenslange kostenlose Supercharging und ich leider nur sehr bescheidene Lademöglichkeiten zu Hause (Bordsteinparker). Meine Ladestrategie umfasste daher in den ersten zwei Jahren recht viel Supercharging (der SuC liegt auf dem Arbeitsweg und ich konnte währenddessen arbeiten/telefonieren). Zu keinem Zeitpunkt erwähnt Tesla, dass sich das negativ auf Fahrzeug/Batterie auswirken würde. Seit letztem Jahr habe ich deutlich reduzierten Speed, was die Langstreckentauglichkeit durchaus negativ beeinträchtigt. Insbesondere ab einem Ladezustand (SoC) >50% geht die Ladeleistung merklich runter (wo man früher mit 65+ kW geladen hat, liegen heute noch 45-50 kW an). Tesla garantiert nur die Funktion der Batterie, für sie ist die Ladegeschwindigkeit am SuC ein weiches Kriterium. Die meisten Fahrer sehen das anders, aber auch hier ist mit Tesla nicht zu diskutieren…

    Ansonsten: Bestes Auto, was ich je hatte. Behalte ich so lange es fährt, sofern ich dauerhaft ein Auto benötigen sollte…

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