FS252 Keine grobe Feinheit

Kontowechsel — Pausenende — Elektrourlaub — Tesla Battery Day — iPhone 12 — Apple Watch — iOS 14 und AirPods Pro — Augmented Reality — Big Sur — ARM-Macs — 5G — Audio auf dem Mac — Audiointerfaces — Küchenkram

We are back. Nach einer längeren, im Kern ungeplanten aber trotzdem notwenidgen Verschnaufpause ist die Freak Show wieder am Start, denn wir mussten dringend mal wieder mehr über Macs reden. Wir gehen die neue Produkten von Apple der letzten Woche durch und natürlich legen wir einen Schwerpunkt auf die neuen ARM-Macs, die nun endlich vorgestellt worden. Dazu ein wenig Corona-Küchenkram rund um Waffeleisen und scharfe Messer.

Dauer: 3:50:53

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Shownotes:

71 Gedanken zu „FS252 Keine grobe Feinheit

  1. Finally! :)))) Trump weg, Freakshow da… 12.11. … Aluhüte werdem skeptisch :D

    Kurz zu Pavel: Ich finde ihr tut ihm etwas unrecht, was die „Höhrbarkeit“ angeht. Im Gegemsatz zu alten CRE Episoden finde ich die Entwicklung unglaublich. Ich finde es inzwischen super angenehm Pavels Ausführungen z.B. in UKW zu folgen. Großes Lob!

    Ansonsten: welcome back!

    • Wahre Worte! Pavel ist inzwischen sehr gut hörbar und in UKW finde ich seinen Vortragsstil äußerst angemessen für ein solch ernstes Thema. Inhaltlich gibt es da sowieso nichts zu diskutieren, da gehören seine Zahlen und Auswertungen eigentlich in die Prime Time ins Fernsehen.

  2. Hallo Hukl,
    mich würde interessieren was für einen Bürostuhl und Stehschreibtisch du dir gekauft hast.
    Vielleicht magst dazu ein paar Links posten. (gerne auch bisherig Erfahrungen)
    Vielen Dank.

    • Hi Jochen,
      bin zwar nicht Hukl aber ich persönlich schwöre auf den Aeron von HermanMiller. Ich sitze berufsbedingt sehr viel (9 Stunden plus) und hatte nie Probleme mit dem Rücken. Wichtig ist das du dir einen mit Tilt Limiter kaufst. Dann kann sich der Stuhl die ganze Zeit deinen Bewegungen anpassen. Habe mir meinen gebraucht gekauft für $350 hier in den USA. Neu kosten die über $1000 aber auch das würde ich für diesen Stuhl ausgeben.
      Mal sehen was Hukl gekauft hat.

      • Oh ja, der Aeron Chair ist auch meiner Meinung nach perfekt. Ich sitze seit knapp 20 Jahren darauf und bin sehr froh damit. Ersatzteile sind allerdings recht teuer und immer schwieriger zu bekommen. Manchmal auf Aliexpress…

  3. Zum Thema warum keine Brille von apple etc. ein Gedanke warum ich das nicht wahrscheinlich das so etwas kommt.

    Im Reparaturfall oder wenn irgendetwas an Soft- oder Hardware nicht will kann ich als Brillenträger nicht mal eine Stunde auf meine Brille verzichten. Geschweige denn eine Woche wenn sie verschickt wird. Und man kann nicht einfach jemand eine neue in die Hand drücken da dann die Gläser nicht passen.

    Auf Uhr, Telefon, Tablet kann ich im Zweifelsfall verzichten. Die Brille ist für mich unverzichtbar.

    (Ich bin bei Brillen preislich in einem Bereich wo eine Ersatzbrille ausfällt)

    • > Ich bin bei Brillen preislich in einem Bereich wo eine Ersatzbrille ausfällt

      Das ist interessant, in CH darf man als Brillenträger kein Auto fahren wenn man nicht auch noch eine Ersatzbrille dabei hat. Die meisten wechseln die Brille aus Modegründen alle 5 Jahre und die Ersatzbrille ist dann einfach die Vorherige. Und so hat fast jede/r eine Ersatzbrille. Ist wohl in DE anders?

  4. Nein soll sie nicht. Niemals!
    Ich habe ungelogen jede Woche mehrmals auf aktualisieren in iTunes geklickt. Jedesmal wurde ich enttäuscht… bis auf heute!
    Diese geballte Mischung aus Humor, Berliner Charme und Wissen ist einfach unverkennbar!
    Gruß an die Crew

  5. Masken / VR Brillen : Is zwar jetzt noch nicht so das Thema aber wird es aller Voraussicht nach in ein paar Jahren sein : Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule. Weil alle tendenziell eher nach unten gucken, wenn sie auf ihr Smartphone starren. Naja. Die Masken werden dann wieder andere Probleme mit sich bringen. Schielen, Astigmatismus,.. who knows.. Erinnert mich ein bisschen an ne Simpsons Folge über Neozoten..

  6. Hach, mal wieder ne Freakshow nach langer Abstinenz, und gleich eine, zu der ich so viel Senf zur Beigabe habe :D

    Die neuen Macs sehe ich persönlich ja zwiegespalten. Einerseits schaue ich da mit einem weinenden Auge drauf, weil der Moment, in dem die ARM-Steine in die großen MacBook Pro wandern, wohl der Moment sein wird, in dem meine Mac-Nutzung am Arbeitsplatz zuende gehen wird. Ich baue Kassensoftware für große Handelsketten mit Hauptzielplattform x86-Linux, seltener auch x86-Windows, und in dem Umfeld ist es halt erforderlich, dass ich neben der Arbeit an dem Hauptkram, der in Java läuft und daher noch ganz gut auch unter MacOS rennt und das vermutlich auch in einer ARM-Zukunft noch wird, auch noch irgendwelche x86-Binaries aus C-Code bauen muss bzw. diverse Third-Party-Grütze die von vorneherein nur als Binary vorliegt unter Linux/Windows ausführen können muss. Ein wenig Hoffnung hab ich ja noch, dass Parallels vielleicht doch noch überraschenderweise mit nem brauchbaren Emulator für x86_64 um die Ecke kommen könnte, aber da von denen nur spärliche Aussagen zu hören sind, in denen sie konkrete Aussagen zur Virtualisierung von “x86-Windows” (im Kontrast zu “Windows”, was auch “ARM-Windows” heißen kann, was mir aber wiederum nix bringt) und “x86-Linux” immer geschickt vermeiden, ist diese Hoffnung nicht so allzu groß. Vielleicht schaue ich, ob ich nochmal eins der letzten Intel-MacBook-Pros abgreifen kann, um das Unausweichliche noch ein paar Jahre rauszuschieben. Aber die Aussichten für den Mac als Entwicklungsplattform zumindest in meinem jetzigen beruflichen Kontext sind und bleiben wohl deutlich eingetrübt.

    Mein lachendes Auge hingegen hat in der Keynote eine Kauf-Opportunität gesehen, und so wanderte direkt danach auch bei mir ein MacBook Air mit der “größeren” (von “groß” kann man bei 16GB nicht wirklich sprechen) RAM-Ausstattung in den Warenkorb. Das Ding darf mein immer noch heißgeliebtes uraltes MacBook Air von 2011 beerben, das mir seit nun fast zehn Jahren und mit inzwischen dritter Ersatzbatterie immer noch gute Dienste als “ich-brauch-mal-schnell-irgendwo-nen-Rechner-für-irgendwas”-Rechner leistet. Dafür ist das neue Teil perfekt, und außerdem kann ich da auch gleich mal ein bisschen Erfahrungen mit dem ARM-Unterbau sammeln, denn eine leise Stimme des Zweifels in mir weigert sich immer noch standhaft, die ganzen rosigen Versprechungen von Apple bezüglich der atemberaubenden Performance und unglaublichen Überlegenheit der Plattform für bare Münze zu nehmen. Mit dem Glauben an magischen Feenstaub hab ich so meine Probleme, auch wenn der Feenstaub “ARM” heißt und derjenige, der ihn streut, unzweifelhaft kompetente CPU-Entwickler an Bord und nahezu endlos tiefe finanzielle Taschen hat. Aber nächste Woche soll die Lieferung angeblich kommen, dann wird das Ding direkt mal gequält, und zwar nicht mit diesem Geekbench-Müll, sondern richtigen Workloads aus der Praxis. Ich freu mich schon :D

    Ansonsten finde ich es schön, dass ihr euch wieder mal der Küche gewidmet habt! Mit der Messerschärfe steh ich ja auch auf Kriegsfuß, bzw. genauer gesagt mit diesem obligatorischen alten Schleifklotz, den ich auch noch hab, also das Ding wo man Wasser draufkippt. Auf die erwähnten Diamant-Schleif-Tools werde ich daher auf jeden Fall mal nen Blick werfen, das klang alles nicht uninteressant. Balsam auf die Seele war Roddis Bekenntnis zur belgischen Waffel, nur echt aus umgedrehten Waffeleisen, und zwar insbesondere, weil ich diesen Part der Folge – der Zufall wollte es so – gerade gehört habe, während ich vor einem solchen Waffeleisen stand und dicke belgische Waffeln in Serie produzierte :D.
    In Sachen Kaffemühle scheinen wir auch einen ziemlich ähnlichen Geschmack zu haben, ich nutze auch seit über einem Jahr eine Baratza Sette, und ich kann zumindest langzeit-test-technisch beitragen, dass das Mahlergebnis auch nach dieser Zeit mit regelmäßiger Nutzung bei mir nicht merklich gelitten hat. Die Mühle mahlt wie am ersten Tag. Ich habe allerdings nicht die 270, sondern “nur” die 30, die man aber durch Zubehörteile an den entscheidenden Stellen zu einer Art 270 pimpen kann: die erwähnte grobe Mahlgradeinstellung ist ein Plastikteil, das man einfach abschrauben und gegen das Äquivalent von der 270 tauschen kann, das für um die 80 Euro im Fachhandel käuflich zu erwerben ist. Das Mahlwerk der 30 und der 270 ist ansonsten nämlich identisch, lediglich der Einstellungsring ist bei der 30 ein billiges Plastikteil mit nur 30 Stufen und bei der 270 ein deutlich robuster wirkendes Metallding, das zusätzlich zu den Stufen noch eine stufenlose Feineinstellung bietet. Wer also ein bisschen Geld sparen will, kauft einfach die Sette 30 für etwa 240 Euro und dazu diesen Ring, das gibt das exakt gleiche Mahlergebnis für ungefähr 320 Euro statt der 400 Euro für die Sette 270. Vom gesparten Geld kann man dann noch den Siebträger-Halter für etwa 30 Euro kaufen, der es ermöglicht, den Siebträger solide unter den Kaffeeauslass der Mühle einzuspannen – die Sette 270 hat da zwar so eine Art Siebträger-Halter serienmäßig, der kommt aber nicht an den als Zubehör für die 30 erhältlichen ran, denn dieser ist nicht nur deutlich massiver und mit deutlich mehr Metall ausgeführt, sondern hat auch noch eine Art Trichterkegel oben dran, welcher elegant das Herunterfallen von Kaffeemehl an den Seiten verhindert.
    Das einzige Feature der Sette 270, das man so nicht bekommt, ist die Möglichkeit, mehrere Mahl-Zeiten vorzuprogrammieren – die Sette 30 hat da keine Tasten für, sondern speichert nur exakt eine Zeit. Wer das will, muss wirklich direkt die 270 kaufen. Juckt mich persönlich aber nicht weiter, da wir eh immer denselben Doppel-Siebträger verwenden und beim Bohnenwechsel sowieso jedes Mal eine Neujustierung der Zeit und des Mahlgrads ansteht; selbst verschiedene Chargen der ansonsten gleichen Kaffeesorte machen da meiner Erfahrung nach große Unterschiede, zumindest, wenn man den Kaffee von kleineren Röstereien bezieht, die da offenbar größere Schwankungsbreiten haben als Lavazza und Co.

    • Nachtrag: Das MacBook Air mit M1 ist angekommen und wurde inzwischen schon etwas gequält. Ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Die Performance ist wirklich geil, allerdings muss man da halt auch berücksichtigen, dass der Vergleich mit Apples Intel-basierten MacBooks ein bisschen hinkt, denn dass Intel schon seit ner ganzen Weile hinkt ist bekannt, so dass der M1 da ziemlich leichtes Spiel hat, diesen Vergleich haushoch zu gewinnen. Das sähe schon nochmal etwas anders aus, wenn Apple MacBooks mit AMDs 4800U im Angebot hätte.

      Noch beeindruckender als die Performance finde ich daher die Akkulaufzeit von dem Ding, und das komplette Fehlen eines Lüfters ist der Wahnsinn. Trotzdem bleibt das Teil weitgehend kühl. Man muss schon ein bisschen Gewalt in Form lang andauernder Volllast-Workloads anwenden, um das Gerät signifikant heiß zu bekommen.

      Man merkt hier wirklich, dass Apple die Stärke der Integration von Software und Hardware jetzt voll ausspielen kann, und an der Gesamtperformance von diesem neuen Gerät hat die Software mindestens so viel Anteil wie die Hardware. Ich hab mal spaßeshalber einen Teil meiner Day-to-Day-Arbeits-Workload auf dem M1-Air gebenchmarkt, dabei handelte es sich um ziemlich viel Java-Kram mit ner Toolchain, die aktuell mangels passendem M1-nativen OpenJDK noch unter Rosetta 2 laufen muss, weswegen meine Erwartungen erst mal nicht sonderlich hoch waren. Allerdings kommt der M1 selbst mit Rosetta-2-Übersetzung dabei performancetechnisch erstaunlich nahe an mein täglich zur Arbeit genutztes Top-of-the-Line Intel MacBook Pro von 2017 ran. Dass Rosetta 2 das mit einer Just-in-Time-kompilierenden Runtime wie Java hinbekommt…DAS beeindruckt mich mehr, als die Tatsache, dass der M1 mit ner nativen Toolchain vermutlich locker am Intel vorbeiziehen wird.

      Nun bin ich wirklich gespannt darauf, ob Apple diesen beeindruckenden Einstand so hochskaliert bekommt, dass damit die Profile der “großen” MacBook Pro und letztlich des Mac Pro ordentlich ausgefüllt werden. Und ich hoffe aus ganz egoistischen Gründen dringendst auf zukünftige Verfügbarkeit irgendeiner funktionierenden x86-VM-Lösung, mit der man “echtes” x86-Windows und -Linux auf Apple Silicon ausführen kann.

  7. Liebe Freakshow, bitte gewöhnt euch das nicht falsch an:

    Die deutsche Übersetzung von „silicon” ist „Silizium”! Silikon hingegen ist ein Kunststoff, denn will ich nicht in meinem Mac haben, außerdem schimmelt der immer, wenn er nass wird ;-)

  8. Von wegen Brille könnte ja nur Apple oder Google machen…
    Ihr habt da den Zuckerberg vergessen. Vielleicht kann man ihn ja nicht für ganz voll nehmen aber der hat genau das im Sinn was so am Rande eurer Vorstellungskraft liegt. Und mit Oculus sind sie ja auch schon länger in dem Bereich unterwegs als die meisten anderen.
    https://youtu.be/eAagtcAup0o

  9. Hi,
    wollte dem 1Password-Werbeblock den Hinweis auf https://bitwarden.com/ entgegen setzen. Bin vor einem Jahr darauf umgestiegen und glücklich.

    Descript ist toll. Die interessieren sich nur leider nicht für den deutschsprachigen Markt. AutoEdit2 ist eine Feature-ärmere (Open-Source-) Alternative, die aber auch deutsche Transkripte erzeugen kann. Der Nachfolger AutoEdit3 spricht aber bisher auch nur Englisch. https://www.autoedit.io/

      • I second this.

        Benutze auch seit vielen Jahren sehr zufrieden Enpass auf dem iPhone für die verschlüsselte Aufbewahrung von so ziemlich allem “geheimen” – Passwörter, Keys, Keyfiles, 2FA (TOTP), Brainwallets, et cetera. War einmal recht teuer zu erwerben, daran erinnere ich mich noch, aber das habe ich durch gesparte monatliche Kosten für die Alternativen (insbesondere das konstant hochgejubelte 1Password) inzwischen wieder mehrfach raus. Und ich vermisse persönlich nichts an Funktionalität.

      • Enpass kommt auch nur ohne Abo aus, weil ihnen der Gegenwind, als sie auf Abo-only gewechselt sind, den Hut vom Kopf geweht hat. Man wird sehen, wann sie die Kauf-Option fallen lassen.

        1Password gibt es übrigens auch ohne Abo: Wenn man die Download-Version (nicht App-Store) nimmt, kann man (in der App) auch Einmal-Zahlung wählen. Rentiert sich ab 16 Monaten Nutzungszeit, ist ohne Cloud, aber mit WLAN-Sync zur iOS-Version. Mir egal, wer legt seine Passwörter schon auf fremde Server?

  10. Ich habe so den leichten Verdacht, bei der Ablehnung von AR-Brillen könnte Tim den Punkt erreicht haben, den Douglas Adams im Anhalter beschrieben hat. “Anything that’s invented between when you’re fifteen and thirty-five is new and exciting and revolutionary and you can probably get a career in it. Anything invented after you’re thirty-five is against the natural order of things.” Die Zahlen passen nicht ganz, aber inhaltlich wirkt die Ablehnung so.

    • Das ist natürlich möglich, trotzdem habe ich bisher noch kein überzeugendes Argument gehört, wofür man eine solche Brille wirklich benötigen sollte und vor allem, warum ausgerechnet Apple als Produkt raushauen sollte bzw. wenn, wie die diskutierten Probleme umgangen werden.

      • benötigen sicher nicht.
        eher so wie in dem lesenswerten (faszinierend dystopisch prophetischen) actionthriller von d. surarez, der mir glaube vor vielen jahren hier mal empfohlen wurde: du schaust auf eine menschenmenge, dir kommt jemand entgegen, du stehst in der kneipe und über den köpfen deines/r gegenüber siehst du gleich die „social point achievements“, tinder/insta/tictoc-whatever-level (oder jetzt halt corona risiko begenungen) auf so skalen schweben wie bei deinen computerspiel charakteren.
        wer dann keine solche brille hat gehört sowieso nicht dazu.

      • Ich verstehe die skepsis.

        Allerdings wurde in der debatte oft wirr zwischen ablehnung von konkret ungenügenden implementierungsdetails aktueller devices und der generellen pauschaldisqualifizierung a la “dafür setz ich doch keine brille auf” hin- und her-gesprungen.

        Ich finde das thema ist wert die beiden perspektiven nüchterner auseinderzuhalten.

        Immerhin ist heute ein einwand a-la “ich hol doch nicht mein telefon mit der miesen auflösung und der teuren netzwerkverbindung aus der tasche um mir fotos anzuschauen!” heute ein einwand dagegen, dass alle genau (z.b.) das tun auf ihren iDevices und androiden. Das macht “und übrigens Symbian riecht aus dem Mund!” von damals nicht weniger wahr, aber verfehlt eben auch genau die frage.

        Also: angenommen es gibt ein AR / VR device zum brillenartigen aufsetzen das über direkte projektion auf die retina geilere auflösung bietet als alle aktuellen screens die man sich zur zeit üblicherweise vor das gesicht hält, dann werden alle in der sendung genannten einwände nörgeleien über schwächen aktuell erhältlicher implementierungen. Denn was dann geht, ist was man will:
        – Any size display überall in den raum legen und die welt drumherum klar lassen, abdunkeln oder blurren (wie die AirpodPro das akustisch machen, nur optisch). Lässt man dann genauso auf wie heute AirPod Pro im ohr bleiben.
        – über AR kameras ein schärferes bild auf die retina projeziert kriegen als meine optischen korrekturgläser of any provinence bieten können. Umgeht das komplette “ich bin aber brillenträger” problem.
        – optisches zoom mit bildstabilisation in 3D anytime.
        – nachtsicht um z.b. beim autofahren mehr zu sehen als die scheinwerfer gerade nur anleuchten
        – die ganzen professionellen AR anwendungen wie in-kontext dokuementation von troubleshooting, reperaturen oder diagnosearbeiten

        Nichts von all dem ist _keine_ killerapp. Und wenn ich das bei zuhören richtig eingeschätzt habe, schien mir Dom genau auf dem gleitwinkel mit seinen einwänden zu sein.

        Sind wir kurz davor das in der vollendung wie hier gerade zusammengewünscht im ersten schritt zu kriegen? Bestimmt nicht. Aber die nötige technologie dazu ist überall in sichtweite und es wird der punkt kommen wo das alles in ein rundes gut funktionierendes ganzes zusammengezogen werden kann. Und dann sind companies wie Apple mit ihrer erfahrung soetwas richtig zu tun in der pole-position.

      • Features, die eine AR-Brille für mich sehr interessant machen würde:

        Gesichtserkennung.

        Die Kamera in der Brille sieht ein Gesicht, das iPhone schaut auf die Bild aus Deinem Addressbuch und die Brille blendet Dir über dem Kopf der Personen (so, wie wir es aus SciFi-Filmen kennen) deren Namen und den Hinweis auf wichtige Jahrestage ein. Kann wohl nur nachvollziehen, wer ein schlechtes Namensgedächtnis hat. Ich wäre aber bereit, dafür mein Adressbuch noch sorgfältiger zu pflegen und z.B. nach einem Meeting die neuen Gesichter, die die Brille in der Zeit gefunden hat, neuen Kontakten zuzuordnen.

        Find My Kids/Routing

        Stellt Euch vor, ihr seid im Zoo, die Kids haben ihre i-Geräte dabei und die Brille blendet Euch, wenn ihr sie sucht, die Richtung und Entfernung ein, in der sie sind. Gleiches für Wegweisung. Fußgänger-Wegweisung über “jetzt links abbiegen” finde ich doof, aber eine Linie, die auf dem Boden eingeblendet wird, der ich folgen kann: Fände ich gut.

        Die beiden Features würde mir schon reichen.

      • Die Brille hat vielleicht kleine Lautsprecher in den Bügeln wie bei der Bose-Brille, und soll irgendwann das Telefon ersetzen. Also alle folgenden Dinge übernehmen: Telefonieren, Musik + Podcasts hören, Webbrowser (Steuerung mit Blickgesten oder Handgesten in der Luft), Emails, nebenbei Netflix Youtube Instagram und Tiktok gucken, an der Kasse für Dinge bezahlen, Karten, ÖV bezahlen, Uber&Co, Haustürschlüssel, Autoschlüssel. Man geht also aus dem Haus und hat nur noch eine Brille dabei, welche viel leichter als ein Handy ist. Das einzige was die Apple Glasses meiner Prognose nach absichtlich nicht haben werden, ist eine integrierte Kamera, weil das creepy wäre und die Akzeptanz verringern würde.

    • So schätze ich Tim nicht ein. Kann mich täuschen, aber es sind schon viele Gadgetwellen durch die Landen Geflossen, nicht alles hatte Bestand. Die Skepsis basiert wahrscheinlich auch auf diese Erfahrung.

  11. Der AR Teil hat mich an Zurück In Die Zukunft 2 erinnert. Da laufen sie alle mit so Brillen herum. Wohl mehr VR, weil sie sie immer runter tun und um den Hals hängen haben.

    Aber Nachtsichtgerät macht schon Sinn für Leute mit abnehmender Sehkraft. Z.B. bei Makuladegeneration sieht man wenn’s dämmrig wird nix mehr. Das ist vererblich. Von dem her droht mir das u.U. also hätte ich dafür einen Anwendungsfall. Das wäre aber wohl auch mein einziger Anwendungsfall der über mal eine Spielerei (Weltraumsimulation, Spiele, …) hinausgeht.

  12. Bezüglich Audioknackser: Mein Macbook Pro 2019 gibt über die eingebauten Lautsprecher auch manchmal ganz hässliche digitale Knackser aus, meistens während einer Lautstärkeänderung. Habt Ihr sowas auch? Ich glaube, das ist ein Hardware-Fehler, wie leider so oft bei Apple. Über Kopfhörer hatte ich das Problem zum Glück noch nie. Trotzdem ist es schade, denn abgesehen von diesem schrecklichen Hardware Fehler mit den Knacksern sind die eingebauten Lautsprecher wirklich toll.

    Mein 2014 Macbook 15 Zoll hatte übrigens auch einen schlimmen Hardware Fehler: Der Bildschirm hat sich nach ein paar Jahren von selber de-laminiert. Was erlaube Apple. Das war auch ein Riesenskandal, lief im Netz unter dem Namen “Staingate”. Apple ist wirklich oft einfach Schrott, das sollte öfter im Podcast thematisiert werden, finde ich. Man könnte sowas auch mal erwähnen, statt Produktwerbung von Produkten, die ihr nur 1-2 Tage lang testet Es gibt oft Fehler, die u.U. erst nach einem Jahr oder später und bei längerer Benutzung auftreten. Das gilt für viele Produkte.

    Ansonsten, danke, und weiter so, es war wieder mal sehr interessant.

  13. Ich habe aktuell mit dem Hören dank Hörsturz Probleme, daher scheitere ich am erkennen der Messerschleif Produktnamen / Firmen. Könnte noch mal jemand netterweise die genannten und empfohlenen Produkte und Webseiten posten? Das wäre wirklich extrem nett :)

  14. Schon putzig, eurer Diskussion zu Tastaturen zuzuhören. Denis will eigentlich eine TKL-Tastatur, weiß das aber nicht ;-) Aber sein Argument ist genau richtig: Menschen, die mit der rechten Hand eine Maus führen, wollen aus ergonomischen Gesichtspunkten keinen Zehnerblock rechts.

    Wenn ihr den Horizont mal etwas erweitertet und es ausnahmsweise mal für eine Sekunde in Betracht zieht, dass es auch jenseits des Tastaturenherstellers “Apple” Hersteller gibt, die vernünftige Tastaturen herstellen, könnt ihr glücklich werden.
    Denn eigentlich will man eine mechanische Tastatur, und da ist die Auswahl riesig
    * Verschiedene Schaltertypen, typischerweise blau (clicky), brown (taktil) und rot (linear). Das Ganze dann auch noch in der halbhohen Variante
    * Verschiedene Formfaktoren: 60%, 65% (etwasdas, was Tim will), 75%, TKL und eben Full-Size
    * Verschiedene Tastenprofile, ich empfehle mal einen Blick auf https://www.keycaps.info
    * Programmierbarkeit, so dass Tim, wenn er denn will, auch links unten seine FN-Taste haben kann (Denis und ich hingegen wollen da eine ctrl-taste haben)

    Ihr könntet etwa mal bei https://www.keychron.com schauen, da würdet ihr vermutlich schon fündig. Ansonsten empfehle ich den Videochannel von Tae (https://www.youtube.com/channel/UCllGwtW6scxAjM28fIgEozg/videos), das sieht und lernt man Erstaunliches bei seinen Tastaturtests.

    So, und wenn wir das dann mit den Tastaturen geklärt haben, wenden wir uns den Mäusen zu, denn da baut Apple ja seit Jahren auch nichts Ernstzunehmendes mehr ;-)

    • Was ich schon seit knapp 35 Jahren nicht verstehe, warum müssen Rechtshänder unbedingt die Maus mit rechts bedienen?
      Ich bin Rechtshänder, schubse aber mit Maus mit links und habe nicht mal die Tasten vertauscht. Dafür kann ich dann mit rechts wunderbar den Ziffernblock und die Sondertasten bedienen. Für die Gamer, mit rechts laufen, mit links schiessen ;-)
      Liegt bei mir vermutlich daran, dass mein damaliger Computertisch rechts zu wenig Platz hatte, dafür links aber noch mal ein kleines, ausklappbares Brettchen. Als wir später im Büro auch Computer mit Mäusen bekamen, haben einige Kollegen anfangs die Maus nach links gelegt, weil sie das bei mir so gesehen hatten und dachten das müsse so sein

      • Das habe ich auch schon bei Kollegen gesehen. Allerdings sind die meisten Rechtshänder nicht gewillt, die Maus mit links zu bedienen. Für die ist es meiner Erfahrung nach ein ergonomischer Gewinn, wenn sie mit einer TKL-Tastatur statt einer Full-Size-Tastatur arbeiten. Ich habe auch schon Kollegen erlebt, die sich extra so eine (angeblich ergonomische) “Hochkantmaus” angeschafft haben, um dann später festzustellen, dass sie bei einer TKL-Tastatur mit einer “normalen” Maus besser zurechtkommen. Ich finde es auch echt schade, dass es so gut wie keine Tastaturen gibt, wo der Ziffernblock links ist. Alternativ gibt es auch amtliche ext. Zehnerblöcke, bspw. von Koolertron
        https://www.amazon.de/Koolertron-Mechanische-Programmierbaren-Beleuchtung-Schreibkraft/dp/B07RY144FX
        so dass man sowas mit einer kompakten Tastatur kombinieren könnte und somit eine frei Positionierung hat.

    • So ähnlich habe ich auch gedacht – warum nicht einfach eine “ordentliche” Tastatur in dem Format, dass man möchte – muss ja nicht immer Apple sein.
      So bin ich vor ca. einem halben Jahr auf https://qmk.fm gestoßen, open source Firmware für Keyboards, völlig frei programmierbar.
      Hauptgrund für mich war, dass ich auf jedem System was ich so nutze (im Job viel Windows und Linux, zu Hause hauptsächlich Mac) eine gleiche Expirience wollte: Ctrl, Alt, Super/Cmd/Windows etc. an der selben Stelle und da ich US-Ansi nutze, auf allen Systemen die gleiche Möglichkeit Sonderzeichen (Umlaute) einzugeben usw.
      Aber Vorsicht, wenn man sich da rein-nerded (https://www.reddit.com/r/MechanicalKeyboards/) kann das unter Umständen schnell zeitintensiv und teuer werden .

      Die Keychron (hab das K2 und K8) sind leider nicht frei programmierbar. Der Hersteller hat vor Ewigkeiten wohl schon mal angekündigt, da was zu machen, bislang gibt es da aber nicht. Der Chip den die nutzen ist wohl ein STM32 Clon, daher besteht die Möglichkeit da evtl. mal QMK zu laufen zu bringen, bis dahin würde ich aber nach einem QMK kompatiblem Keyboard Ausschau halten. Die Keychron sind nur per Hardware-Schalte zwischen Mac und Windows umschaltbar (tauscht CMD/Windows und Alt und aktiviert die Mac Funktionstasten).

      Was das Format angeht, bin ich mit dem IDOBAO ID80 glücklich geworden, als Alternative zum kleinen Apple Keyboard.

      • Vielleicht haben wir da andere Vorstellungen, was frei programmierbar bedeutet. Aber kann man nicht bei nahezu allen mechanischen Tastaturen die Tastenbelegung nach Belieben ändern?
        Ich habe eine Drevo Blademaster (https://www.amazon.de/BladeMaster-Mechanische-Gaming-Tastatur-PBT-Tastenkappen-Deutsche/dp/B07H3V2S3G/), die hat einen DIP-Switch für Windows-/Mac-Belegung und am Mac funktionieren damit nicht nur die F-Tasten wie gewünscht, sogar das Rad an der Seite steuert iTunes und ich will das als jederzeit erreichbare Lautstärkeregelung nicht mehr missen. Jetzt könnte ich noch mit der Drevo-Software die Tastenbelegung ändern, aber ich sehe keine Notwendigkeit dafür.

  15. Bei den Brillen bin ich ganz bei Tim – ausser technick-Schnickschnack, sehe ich auch nicht wie das überzeugen soll. Das ist wie der Apple-Fernseher … technisch möglich, wird’s aber niemals geben. (Niemals = nicht in unserer Lebensspanne)

  16. Mein Anwendungsfall für eine AR-Brille: Fahrradfahren. Geschwindigkeit, gefahrene Kilometer, Navigation, Temperatur hätte ich sehr gerne als Head-up-Display, gerne auch noch Fitnessdaten (Herzfrequenz usw.).

    Als Dashcam, die meine gesamte Fahrt rollierend aufzeichnet (und automatisch wieder löscht), wäre die Brille auch super im Falle eines Unfalls — das muss man natürlich gegen die Creepiness der daueraktivierten Kamera abwägen.

    Zugegeben, das ist jetzt auch keine Ganztagesnutzung und hat vielleicht keinen Massenappeal, aber für mich persönlich wäre die Nutzung auf dem Fahrrad allein ggf. ein Kaufgrund für die Brille (je nach Preis). Zudem ist mir beim Radfahren nicht so wichtig, wie ich aussehe, da muss die Brille nicht 100% meinem modischen Geschmack entsprechen.

  17. Kurze Anmerkung zu der Sauerstoffsättigung im Blut und der Messmethode. Ich bin selber Sani und wir nutzen die Pulsoximeter ständig. Und auch eine Funktion in der Uhr würde sehr viel Sinn ergeben. Denn wenn der Körper eine Infektion durchmacht, sinkt die Sauerstoffmessung, dies ist grundsätzlich so. Egal ob bei Erkältung, Grippe oder Corona. Und dies ist auch bei asymptomatischen Verläufen so. Dh. wenn viele Leute regelmäßig ihre Sauerstoffsättigung messen würden, verbunden mit genügend Tests, könnte dies zu einer höheren Erkennung im Bereich der Dunkelziffer führen.

  18. Hach Leute, it’s been a while!
    Endlich, Endlich, Endlich seit ihr wieder da ♥♥♥ … und endlich wurde mal wieder mehr über  geredet! Danke für eine tolle Sendung.

    Noch eine Frage an Hukl, da er gerade Kopf über in der PC Kiste steckt.
    Was hast du denn da für ein Setup?

    VG

    • Yep, das Ding habe ich auch. Ist top, abgesehen davon, dass man in den Waffeln ziemlich genau sieht, wo die Heizspirale verläuft (ungleichmäßige Bräunung). Tut dem Geschmack allerdings keinen Abbruch.

  19. Gut, daß Tim seine damalige Empfehlung Focusrite richtig gestellt hat. Ein tolles Gerät, aber ich habe auch schnell bemerkt, daß man das Feature sich selbst und den Rest getrennt regeln zu können unbedingt braucht. Hätte mir tatsächlich fast das später erwähnte “Native Instruments Komplete Audio 1” gekauft, aber dann auch erkannt, daß ein Mischpult, zumal das erwähnte Yamaha die beste Wahl ist.

    Was ich aber noch ergänzen möchte: zum ersten Lockdown wurde eine solche Kombi, also Audio Interface + BD Headset, für Telcos empfohlen. Dem muß ich widersprechen: der durchaus dramatische Qualitätsvorsprung wird selbst von besseren Audio Codecs wie dem von MS Teams rückstandsfrei weggerechnet. Es ist quasi kein Unterschied zu einem wirklich viel schlechteren Jabra Funk Headset zu hören. Letzteres ist um 150EUR zu bekommen und die Vorteile einer Funk-Lösung sind im Homeoffice einfach überragend. Essen, Trinken, Pinkelngehen…
    Jabra Evolve 65, oder Evolve2 65 wären hier meine Empfehlungen.

    • Dem möchte ich wiederum widersprechen. Ich sitze seit März fest im Home Office mit täglichen Telcos und Viko über die übliche “Enterprise Grade” Scheiße von Cisco. Wenn man — wie ich — nicht das Glück hat, ein abgeschlossenes Arbeitszimmer zu haben, will man m. E. einen geschlossenen Kopfhörer und ein gescheites, einigermaßen auf den Mund ausgerichtetes Mikro haben. Ob die Qualität da von Teams, Webex, etc. reduziert wird, spielt da nicht so die Rolle. Wichtig ist, gut zuhören zu können und die Kollegen nicht mit Umgebungslärm zu nerven.
      Ein geschlossener Kopfhörer hab aber zwangsläufig den Nachteil, dass man die eigene Stimme nicht, schlecht oder verändert warhnimmt. Das löst dann u. U. die berüchtigte “Zoom Fatigue” aus. Aber die Lösung ist rel. einfach: Kopfhörer an Audio Interface/Mischpult anschließen, das Monitoring-Möglichkeiten bietet.
      Ich habe nicht die von Tim empfohlene Kombi gewählt, sondern eine etwas günstigere: Beyerdynamic MMX300 an Behringer Xenyx 302USB. Da geht Monitoring wunderbar und auch das Audio-Signal vom Rechner kann man nach Bedarf reinmischen. Außerdem hat das Behringer Cinch-Eingänge, um weitere Geräte anzuschließen, dürfte im Heimbereich praktikabler sein als beim Yamaha mit den großen Klinkensteckern. Dafür fehlen dem Behringer Kompressor und Effekte.
      Aber letztlich geht es mir um das Monitoring, das macht nach meiner Erfahrung einen RIESIGEN Unterschied — mir wird das immer wieder bewusst, wenn ich das Headset mal direkt ans iPhone zum Telefonieren anschließen muss und dann kein Monitoring mehr habe.

      • Du beziehst Dich also primär auf das Rückhör-Feature. Ja, das ist toll – hat aber konkret das Jabra Evolve2 auch. Nicht so perfekt wie mit einer ordentlichen Lösung, aber eben mit dem wireless-Komfort.

        Die MMX300 hatte ich auch kurz. Gingen zurück, weil sie an Klinke nicht funktioniert haben und für das Audio Interface wiederum einen Vorwiderstand brauchten. Sonst hätten sie mir gut gefallen. Das einzige BD Headset das augenscheinlich nach dem Krieg designt wurde :-/

        • Wenn die MMX300 nicht an Klinke funktioniert haben, dann lass mich raten: du hast versucht, sie über das Kabel mit einem TRRS-Stecker anzuschließen und die Belegung deiner Buchse war nicht CTIA, sondern OMTP (https://de.wikipedia.org/wiki/Klinkenstecker#Stereostecker_mit_Zusatzfunktion_(vierpolig))? Dieses leidige Thema hatte ich auch schon, es gibt aber für (sehr) kleines Geld entsprechende Adapter.
          Das mit dem Vorwiderstand verstehe ich aber nicht, das Mikro braucht die übliche Plug-In-Power (siehe https://www.gearslutz.com/board/remote-possibilities-in-location-recording-amp-production/555761-plug-power-not-phantom-xlr-adapters.html; das MMX300 hat kein “richtiges Kondensatormikro” und braucht von daher keine 48V Phantomspeisung) Die liefert aber jedes Handy und sowohl das Yamaha AG-03 als auch das Behringer Xenyx 302 können das problemlos und haben ja bereits zwei 3,5mm Buchsen an Bord. Wenn das Mikro an einen XLR-Eingang eines Audio-Interfaces angeschlossen werden soll, brauchst du einen Adapter, der aus 48V Phantomspeisung die genannte Plug-In-Power macht, bspw. das Rode VXLR+
          https://www.amazon.de/Rode-VXLR-Mini-Klinke-Steckeradapter/dp/B071LNDKBJ/
          Wichtig ist hier das + im Namen — das VXLR ohne + ist rein mechanisch und damit funktieren div. Mikros nicht.

          • Nein, nein, es hat schon funktioniert, aber hat den unter Windows in den Settings zuschaltbaren Pegel-Boost benötigt. Dieser wird allerdings von zB. MS Teams ignoriert und man ist daher viel zu leise. In anderen Anwendungen rauscht es wie verrückt. In reinen Audio Anwendungen wie Audacity paßt alles. Das ist kein Problem der Anschlußbelegung, sondern offenbar Glückssache, welche Steine Dein Notebook dort verbaut hat. Daß ich kein Einzelfall bin liest sich konsistent in den Reviews zu dem Headset. Ich halte es für ziemlich bescheuert von BD hier so eine Diva von Mikrofon zu verbauen. Schade, sonst hätte ich es mir sicher behalten, Klang von Kopfhörer und Mikro sind echt super.

            Das was Du verlinkt hast ist eben dieser Vorwiderstand den ich meine. Das MMX300 braucht 9V Phantomspeisung, nicht 48. Daher der Vorwiderstand bezw. Spannungsteiler.

            • Das wundert mich jetzt ehrlich gesagt. Ich betreibe mein MMX300 wie berichtet am externen Audio-Interface OHNE irgendwelche Adapter/Spannungswandler, da das von mir genutzte Xenyx 302 USB (wie auch das Yamaha AG-03) bereits zwei 3,5mm Klinkenbuchsen mitbringt. Und die für’s Mikro scheint die vom BD-Mikro benötigte Plug-In-Power auch korrekt zu liefern. Laut Wikipedia liegt die übrigens bei 2,7-5V (https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormikrofon#Tonaderspeisung). Würde mich auch wundern, wenn das wesentlich mehr wäre, denn praktisches jedes Handy mit Klinkenbuchse kann die ja ebenfalls liefern, um die Myriade an Kabel-Headsets, die ebenfalls alle Elektret-Micros benutzen, “befeuern” zu können.
              Dein Erfahrungen zu eingebauten Soundchips kann ich aber teilen. Das ext. Audio-Interface habe ich zwar vornehmlich wg. des Monitoring, aber meine Erfahrung mit der eingebauten Realtek-Soundkarte war auch eher ernüchternd. Daher zuerst mit einer ext. USB-Soundkarte versucht, das zu lösen, aber auch das war letztlich unbefriedigend, so dass es das Xenyx wurde (Yamaha war ja im Frühjahr/Sommer weder für Geld, noch für gute Worte zu bekommen).
              Die Probleme, die du in Teams ansprichst, hängen m. E. auch mit dem desaströsen Audio-Handling in Windows zusammen. Ich kotze jedesmal, dass das in zig Unterdialogen zusammenkonfiguriert werden muss, bei denen die Hälfte schon aus der Windows10-Welt zu stammen scheint, die andere Hälfte aus der Windows7-Welt übernommen wurde.

  20. Moin in die Runde,

    TL;DR: Hat Apple den *gordischen Knoten* durchstoßen und wir sehen eine Welle von ARM-Chip Entwicklungen?

    Wie schaut denn eure Glaskugel bzgl. Intel-Nutzung in der weiteren (IT)-Industrie aus?
    Glaubt ihr, dass große Konzerne (wie VW o.ä.) bald auch ihre eigenen Chips herstellen werden? Tesla hatte zwar den FullSelfdriving Chip aber scheint weiterhin noch jeweils nen IntelAtom zu kutschieren (Unten im Artikel – https://www.golem.de/news/media-control-unit-jeder-dritte-tesla-zeigt-ausfallerscheinungen-2011-152191.html ).

    Wenn Apple eigene Chips fertigen kann, dann werden das andere (Zuliefer-)Betriebe (langfristig) hinbekommen – angepasst an die eigenen Belange.

    Es fühlt sich grad in etwa so an wie die angeknipste Lampe, dass e-Autos weniger (bewegliche) Teile brauchen und deshalb einfacher zu fertigen sind -> “kambrische Explosion an Autozulieferern”.
    Analog dazu sinkt die Hürde ARM-Chips zu bauen .. für PCs, Autos, etc. .. und verringert die Abhängigkeit von den USA (bspw.: für China).
    Des weiteren kämpfen die großen Hersteller mit er gleichen Hürde (Nanometer) und die Kosten für die nächst kleinere Stufe steigen exonentiell -> Einzelkämpfer (!= Auftragsfertiger wie TSMC) verlieren.

    Ein Großteild er Gedanken ist nicht neu – dennoch, was meint ihr? :)

    • Eine Fabless-Chipentwicklung aufzubauen, ist vielleicht ab ein paar Milliionen Euro bzw. Dollar zu machen. Neben Workstations und Servern steht und fällt das Ganze mit ziemlich teuren Softwarelizenzen für die Tools, die auf den Workstations so laufen. Cadence, Mentor, Synopsys, you name it. Es ist dabei auch nicht zu unterschätzen, was im Backend-Design (Integration, Floorplanning, Clock Balancing…) erst an Know-How bei den Entwicklern aufgebaut werden muss, wenn man diesen Part selber machen will.

      Eine Waferfab mit einer aktuellen Prozesstechnologie hochzuziehen ist finanziell eine ganz andere Hausnummer. Jede Einführung der neuesten Technologie schlägt z.B. bei TSMC mit Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar für neue Gebäude, Maschinen und Entwicklungskosten zu Buche. Man kann dabei nicht einfach einen Evolutionsschritt aus Kostengründen auslassen, wenn die Konkurrenz ihn macht und die entsprechenden Produkte anbieten kann. Es hat schon seinen Grund, warum es für viele Halbleiterfirmen in Europa und USA lange wie eine gute Idee aussah, die eigentliche Herstellung der Chips an asiatische Auftragsfertiger abzugeben und die eigenen Waferfabs zuzumachen. Das Risiko, dass sich die immensen Investitionen aus irgendwelchen Gründen nicht amortisieren und man ruckzuck insolvent geht, ist nicht zu unterschätzen.

      Anders mag es in Prozesstechnologien für Leistungselektronik o.ä. aussehen. Bosch z.B. hat im Automotive Sektor eine Menge Produkte, für die man nicht einfach einen geeigneten Auftragsfertiger auf dem Markt findet, weil die Anforderungen einfach sehr speziell sind. Sowas machen die dann oft selber.

      Wenn man in einem SOC einen ARM oder MIPS Kern reinbauen will, dann erwirbt man eine Lizenz für einen bestimmten Kern und kriegt dann ein fertiges Block Layout für die Integration geliefert. Man zahlt dann Lizenzgebühren pro verkauftem Chip. Spezielle Kunden wie Apple werden einen Vertrag ausgehandelt haben, dass sie den RTL Code bekommen und den Rechnerkern nach ihren Vorstellungen umgestalten können (ist sonst nicht üblich) und ein attraktiveres Lizenzmodell bekommen. Dann haben sie das Backend Layout komplett selber gemacht. Das ist bei kleineren Designs schon eine organisatorische Gesamtleistung, für die man die beteiligten Entwicklungsabteilungen nur bewundern kann. Aber bei einem Chip mit 16 Milliarden Transistorfunktionen? Hut ab vor den Projektleitern.

  21. Hallo liebe Freaks,
    gern noch ein kurzer Klugschiss zum Thema Kaffeemühlen: Der Timer oder noch besser die Waage ist so wichtig weil es für guten Espresso mit einer Siebträgermaschine immer auf die genaue Kaffemenge ankommt (neben Mahlgrad, Brühtemperatur und Druck). Wenn dieses Feature tatsächlich unbekannt war, frage ich mich warum Roddi sich überhaupt eine Mühle in der Preisklasse angetan hat – vermutlich hätte ihn das Mahlergebins mit einer in der 100€-Klasse mit Timer nicht weniger begeistert. Aber es wäre ja nicht die Freakshow, wenn man nicht gleich das beste (oder sagen wir mal übertrieben anständige) Material auffahren würde ;) Umso besser dass Roddi jetzt seine Siebträgermaschine neu entdecken kann. Jetzt fehlt nur noch guter Kaffee!
    Richtige Kaffenerds stellen sich übrigens Mühlen von Mahlkönig u.A. im oberen dreistelligen Bereich in die Küche.
    Schön euch wieder im Ohr zu haben!

    • Danke dass du das schreibst. Ich habe schon zum Thema Audio-Interface/Headset soviel kluggeschissen, dass ich nicht auch noch was zu Kaffeemühlen sagen wollte. Dabei hätte ich sogar noch was zu den Messerschleifern zu sagen (bin hochzufrieden mit dem Rollschleifer von Horl) ;-)
      Aber zur Lästerei über Mühlen mit Timer kann ich auch nur sagen: Roddy, du hast definitiv das Licht noch nicht gesehen. Du hast jetzt (ja, wirklich!) eine Einstiegsmühle. Auch wenn die 400 EUR gekostet haben mag. Wichtig ist erst einmal, dass die Mühle möglichst gleichmäßig und reproduzierbar mahlt. Da scheitert’s schon mal durch die Bank bei günstigen Mühlen (100-200 EUR). Wenn du das im Griff hast — und das ist nicht trivial! — willst du den richtigen Mahlgrad für deinen Kaffee und deine Maschine finden. Auch das ist nicht trivial. Und letztlich soll auch die Kaffeemenge stimmen, um die richtige Brew Ratio hinzubekommen. Bevor das hier zu länglich wird, empfehle ich den Youtube-Kanal der Kaffeemacher aus der Schweiz, die erklären das alles sehr, sehr gut und angenehm. Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=SIl1txYpLIo

      P. S.: Kaffeemühlen MAHLEN den Kaffee, sie MÜHLEN ihn nicht ;-)

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